Chronik von Seewalchen

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Die Chronik der Jahre ...

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Aus der Chronik der Marktgemeinde Seewalchen am Attersee. (Übersicht)

Die erste Seite der Chronik von Seewalchen

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1927 regte das Land Oberösterreich an, in den Gemeinden Chroniken zu führen. So begann im Mai 1928 der Gemeindesekretär Max Laminger mit Aufzeichnungen.
Lamingers Verdienst war es, auch die Zeit ab 1850, dem Gründungsjahr der Gemeinde, aufzuarbeiten. Er verwaltete die Chronik nach seiner Pensionierung (1938) bis zum Jahr 1964 weiter. Schon 92-jährig übergab er sie dann an den damaligen Amtsleiter Josef Nöhmer.
Josef Nöhmer ergänzte die Aufzeichnungen durch Bilder und Fotos, so dass die Chronik zu einem großartigen Geschichtsbuch von Seewalchen wurde.
1971 wies Regierungsrat Leo Schreiner gegenüber Nöhmer auf einige Lücken der Chronik hin, die er trotz Würdigung der langjährigen und gewissenhaften mühevollen Führung anmerkte. So ergänzte Schreiner auf Ersuchen Nöhmers im Herbst 1971 die Gemeindechronik. Schreiner war seit 1895 mit kurzen Unterbrechungen jeden Sommer und nach seiner Pensionierung 1956 die meiste Zeit des Jahres in Seewalchen. Aufgrund seiner Erinnerungen und Aufzeichnungen und mithilfe einschlägiger Behelfe ergänzte er die Chronik „aus der Sicht des Sommergastes“. Neben den Ergänzungen verfasste er längere Zusammenfassungen und schrieb diese in das erste handgeschriebene Chronikbuch.
Mit der Pensionierung Nöhmers 1975 begann sein Nachfolger Rudolf Romankiewicz an der Chronik mitzuarbeiten, nach dem Tod Nöhmers 1992 auch der ehemalige Leiter der Hauptschule, Johann Rauchenzauner.

Im AtterWiki wird ein Auszug der Texte der Chronik von Seewalchen allgemein zugänglich gemacht. Häufig wird der Originaltext verwendet, gelegentlich werden die Eintragungen durch andere Schriften ergänzt oder es sind Erläuterungen angefügt.
Die Aufzeichnungen dieser Chronik erfolgten durch Laien - die sehr bemüht - was wichtig erschien, in diese Chronik zu schreiben. Die Möglichkeiten von umfangreichen Recherchen, gerade was ältere Aufzeichnungen anlangt, sind aber begrenzt. Und die Eintragungen sind weder vollständig noch können sie einem wissenschaftlichen Anspruch genügen.

Einleitung

(Originaltext von Max Laminger)
Seewalchen = Seewalhin = Seewalhen
„Dem Laciakum der Römer seit dem Jahre 1135 dem Stifte Michaelbeuern einverleibte Pfarre, waren auch die Orte Chemata = Kemating, Einwahlhesdorf = Ainwalchen, Polperc = Buchberg, seit dieser Zeit einverleibte Orte. Im Jahre 1337 erteilte Konrad von Schaumburg dem Stift Michaelbeuern wegen der Pfarre Seewalchen das Fischrecht am Attersee. 1530 verlieh Kaiser Ferdinand I. dem Franz von Kufstein einige Güter, Gütlein und Untertanen zu Lehen aus der Pfarre Seewalchen. Bei den Bauernaufläufen 1626-1632 hatte die Pfarre und Herrschaft Seewalchen sehr viel zu leiden. Im Jahre 1731 starb in Seewalchen der berühmte Odilo von Gunrath als Administrator. Die Kriegsjahre 1800, 1805 und 1809 brachten auch der Pfarre Seewalchen empfindlichen Schaden.”
In der „Ergänzung zur Chronik“ widerspricht Leo Schreiner (1971) der weitverbreiteten Ansicht, dass Seewalchen das römische Laciacum ist und führt aus, dass es sich dabei um einen Ort in der Gegend zwischen Frankenmarkt und Hörading handeln musste. Diese Ansicht dürfte auch richtig sein.

1850 Errichtung der Ortsgemeinde

(Originaltext von Max Laminger)

  • Durch das Gesetz vom 17. März 1849 wird die Konstituierung der Ortsgemeinde beschlossen. Mit Erlass vom 13. Februar 1850 ordnet die o.ö. Statthalterei in Linz die Durchführung dieses Gesetzes unter Berücksichtigung der Zusammenlegung bereits bestehender Katastralgemeinden an. Nach einem Rundschreiben vom 14. Februar 1850 sollten die Katastralgemeinden Hainbach, Kammer, Oberachmann, Litzlberg, Seewalchen, Steinbach, Weyregg und Aurach zusammengeschlossen werden. Dieser Plan kommt jedoch nicht zur Durchführung.
  • Am 4. August 1850 beschließt der damalige Gemeindeausschuss die Selbständigkeit der Ortsgemeinde Seewalchen durch Vereinigung der Katastralgemeinden Litzlberg und Seewalchen. Dieser Beschluss wird auch in der Folge aufrecht erhalten.

Ortsgemeinde Seewalchen

  • Die Ortsgemeinde Seewalchen umfasst 1661 Seelen (Seewalchen: 945, Litzlberg: 716),
    • der Grundbesitz beträgt 4355 Joch; (Seewalchen: 2052 Joch, Litzlberg: 2303 Joch),
    • die Steuerleistung: fl. 4837.80 Conv.Münz. (Conventionswährung)
      (Seewalchen: fl. 2942.27 xr.; Litzlberg: fl. 1895.53 xr).
      (fl. = Gulden, xr. = Kreuzer)
  • Die Deckung von Abgaben erfolgt durch Umlagen auf direkte Steuern bzw. durch Zulagen auf direkte Steuern.
  • Gewählt wird in 3 Wahlkörpern.
    der erste Bürgermeister war Anton Peyr, Papiermüller in der Au-Pettighofen (heute Marktgemeinde Lenzing),
    1. Gemeinderat: Franz Holzinger, Bauer in Haining 5,
    2. Gemeinderat: Mathias Gugg, Gastwirt in Seewalchen 29.
  • Aus der am 24. August 1850 begonnenen öffentlichen Rechnung der Ortsgemeinde ist zu entnehmen, dass ein Peter Stadler als Polizeimann mit monatlich fl. 10.--, eine Anna Stadler als Hebamme mit monatlich fl. 2.-- und ein Wegmacher namens Duftschmied mit monatlich fl. 3.-- bestellt wurden.
  • Nach einer Rechnung des Tischlers Kratzer kostet ein Sarg samt Kreuz fl. 1.20 xr.
  • Im September 1850 wird um Bewilligung um Abhaltung eines jährlichen Viehmarktes angesucht, es sind jedoch keine Dokumente einer Bewilligung vorhanden.
    Jedoch ist in alten Kalendern ein Kirchweihfest am Jakobitag (25. Juli) verzeichnet, wurde jedoch in späteren Jahren wieder aufgelassen.

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Die vollständigen Versionen der letzten Jahre finden Sie auf der Webseite der Marktgemeinde Seewalchen am Attersee mit nachstehendem Link:
Chronik auf der Homepage der Marktgemeinde Seewalchen

Quellen

  • Chronik der Marktgemeinde Seewalchen
  • Diverse Chroniken und Festschriften von Vereinen
  • Sitzungsprotokolle des Gemeinderates und Gemeindeausschusses
  • Ergänzende Zeitungsartikel
  • Seewalchner Marktblatt
  • Gemeindezeitungen: Seewalchner Gemeindebote, Seewalchen aktuell
  • Adolf Bocksleitner: Seewalchen am Attersee, ein Heimatbuch; Verlag Julius Wimmer, Linz, September 1929
  • Hans Dickinger: Geschichte von Schörfling, Marktgemeinde Schörfling am Attersee, 1988