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'''- Heimathaus Steinbach 4853, Steinbach am Attersee -'''
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'''- Das gläserne Tal 4890, Weißenkirchen im Attergau -'''
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Nähere Auskünfte sind im Internet unter [http://www.jahrdeswaldes.at/jdw/aktivitaeten/ausstellung-wald-holz/oberoesterreich www.jahrdeswaldes.at] ersichtlich.
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Im [[Attergau]] hat der '''Wald''' seit jeher eine hohe Bedeutung. Auf Themen, die mit dem Wald in Zusammenhang stehen wie [[Forstwirtschaft]], [[Waldinventur]], [[Holz]], [[Holzverarbeitung]], [[Holzfuhrwerk]], [[Geologie des Attergaues]], etc. wird im Atterwiki in gesonderten Beiträgen eingegangen.  
 
Im [[Attergau]] hat der '''Wald''' seit jeher eine hohe Bedeutung. Auf Themen, die mit dem Wald in Zusammenhang stehen wie [[Forstwirtschaft]], [[Waldinventur]], [[Holz]], [[Holzverarbeitung]], [[Holzfuhrwerk]], [[Geologie des Attergaues]], etc. wird im Atterwiki in gesonderten Beiträgen eingegangen.  
  

Version vom 13. Januar 2011, 17:53 Uhr

Jahr des Waldes 2011
Das Jahr 2011 wurde international zum Jahr des Waldes proklamiert und wird Anfang Februar in New York mit dem 
Waldforum der Vereinten Nationen eröffnet. Österreich hat bei UNFF - dem Waldforum der UNO - den Co-Vorsitz inne. 
In Oberösterreich findet zu diesem Thema eine Ausstellungsreihe an folgenden Orten statt: 
- Kunstuniversität Linz - Über Holz 4020, Linz -
- Schwarzenbergischer Schwemmkanal 4160, Aigen im Mühlkreis - 
- BöhmerWaldArena 4161, Ulrichsberg - 
- Bauernmöbelmuseum Hirschbach im Mühlkreis 4242, Hirschbach - 
- Mühlviertler Waldhaus 4263, Windhaag bei Freistadt - 
- Holzwelten Pabneukirchen 4363, Pabneukirchen - 
- Kompetenzzentrum Holz GmbH 4600, Wels - 
- Naturhistorisches Museum Wien - Archäologisches Zentrum Hallstatt 4630, Hallstatt - 
- Märchenerzählungen 4645, Grünau im Almtal - 
- Österreichisches Papiermachermuseum Laakirchen-Steyrermühl 4662, Steyrermühl - 
- Freilichtmuseum Furthmühle Pram 4742, Pram - 
- Lignorama Holz- und Werkzeugmuseum 4752, Riedau - 
- Baumkronenweg Kopfing 4794, Kopfing im Innkreis - 
- 18. Traunkirchner Holzmarkt 4801, Traunkirchen - 
- Forstliche Ausbildungsstätte Ort 4810, Gmunden - 
- Die Aurach - Transportweg und Lebensader 4812, Pinsdorf - 
- Heimathaus Viechtau 4814, Neukirchen - 
- HTBLA Hallstatt 4830, Hallstatt - 
- Heimathaus Steinbach 4853, Steinbach am Attersee - 
- Das gläserne Tal 4890, Weißenkirchen im Attergau - 
Nähere Auskünfte sind im Internet unter www.jahrdeswaldes.at ersichtlich. 
Tannenwald
Baumkronen


Im Attergau hat der Wald seit jeher eine hohe Bedeutung. Auf Themen, die mit dem Wald in Zusammenhang stehen wie Forstwirtschaft, Waldinventur, Holz, Holzverarbeitung, Holzfuhrwerk, Geologie des Attergaues, etc. wird im Atterwiki in gesonderten Beiträgen eingegangen.

Inhaltsverzeichnis

Ökosystem Wald

Die Wälder des Attergaues werden seit Jahrhunderten intensiv bewirtschaftet. Im Besonderen seit sie als Brennholzvorrat für die Salzversiedung in Ebensee ab 1607 und als Bauholzlieferant im 20. Jahrhundert interessant wurden. Trotzdem können die Ökosysteme als weitgehend intakt bezeichnet werden. Die Waldeigentümer bemühen sich mit Unterstützung der zuständigen Stellen des Landes Oberösterreich [1] und das Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald [2] um Nachhaltigkeit und die Gesunderhaltung der Wälder sowie um die Behandlung von Problembereichen.

Gegenüber der ursprünglichen Waldgesellschaft hat sich der Fichtenanteil aus wirtschaftlichen Gründen stark erhöht. Der schwer zugängliche Wald im Gebirge kann noch als naturnah gesehen werden. Neben Fichtenmonokulturen sind auch Fichten-Tannen-Buchen - Gesellschaften vertreten. Ein geschlossener Buchenbestand befindet sich am östlichen Steilhang des Reithergupfes in Nußdorf. Wegen der extrem steilen Hanglage wurde die ursprüngliche Waldgesellschaft kaum verändert und sichert seit jeher das Erdreich gegen Abrutschung.

Lärchen mischen sich einzeln oder in Gruppen in die vorhandenen Bestände und kommen verdichtet in der Eisenau vor. Aus ökologischer Sicht erstrebenswerte Mischwaldbestände aus Laub- und Nadelbäumen sind an den Hängen am Ostufer des Attersees zwischen Weyregg und Steinbach zu sehen. Der Eigentümer dieses Waldgebietes, Hans Lennkh, erhielt 2009 den Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft verliehen. Projekte der Wildbachverbauung, der Schutzwaldstabilisierung und des Bannwaldes haben Vorbildcharakter. Der Edelkastanienwald in Unterach gilt unter den klimatischen Bedingungen des Attergaues als Besonderheit. Entlang von Wasserläufen sind überwiegend Eschen, Ulmen, Erlen und Ahorn vertreten.

Mischkulturen senken das Risiko schädlicher Vermehrungen von Insekten wie Fichtenblattwespe und Borkenkäfer. Bessere Lebensbedingungen für nützliche Waldtiere wie Ameisen, Vögel udgl. stabilisieren das biologische Gleichgewicht. Die Waldfläche insgesamt hat sich seit den 1950er Jahren durch Aufforstung von Grenzertragsböden, Almen und Feuchtflächen erhöht.

Flora

Der Attergau liegt in einer Seehöhe von etwa 500 bis 1000 Metern. Die feuchten klimatischen Bedingungen in der Nordstaulage der Alpen begünstigen das Wachstum zahlloser Pflanzen. Eine Aufzählung würde den Rahmen des AtterWiki sprengen. Der Lehrer und Naturforscher Prof. Erich W. Ricek (1915 - 1991) hat sich eingehend mit der Flora des Attergaus beschäftigt. Sein immenses Wissen über Moose, Flechten, Pilze, Ökologie, Pflanzensoziologie sowie über Mineralogie und Geologie wurde in zahlreichen Veröffentlichungen dokumentiert. Seine detailgenauen Zeichnungen über geschützte Pflanzen haben überregionale Bekanntheit erreicht.

Eine Dauerausstellung über Prof. W. Ricek ist in St. Georgen im Attergau im Haus der Kultur zu besichtigen.

Waldböden und Geologie

Im Artikel Geologie des Attergaues wird auf die erdgeschichtliche Entwicklung, die Bodenbeschaffenheit und die Landschaftsformen eingegangen. Der Attergau liegt in der Flyschzone (flyschen kommt von fließen) wo sich tonige Schichten mit festeren Gesteinsstrukturen mischen. Eine erhöhte Wassereinwirkung kann deshalb ein Abrutschen ganzer Berghänge verursachen. Ein Beispiel ist das Rutschungsgebiet am Rohrleitengraben [3] in Weyregg, welches bereits um 1890 und wiederum 2008, ähnlich dem bekannten Gschliefgraben am Traunsee, unstabil wurde. Mischwälder mit tiefer Verwurzelung entziehen dem Untergrund große Wassermengen und festigen den Boden. Die Niederschlagsmenge beträgt im Durchschnitt 1700 mm jährlich.

Klimawandel

Die erwartete Klimaerwärmung vom derzeitigen Jahresmittel von 8 Grad auf 10-11 Grad, bringt Veränderungen in den Waldgesellschaften mit sich. Der erhöhte Borkenkäferbefall wird auf den Klimawandel zurückgeführt. Fichten sind empfindlich gegen Trockenheit und Wärme und werden in Lagen unter 500 Metern Seehöhe zunehmend von Laubhölzern wie Buchen und Ahorn sowie von Nadelhölzern wie Lärchen und Kiefern verdrängt. Durch waldbauliche Maßnahmen, insbesondere in den 12.000 Hektar großen Schutzwäldern zwischen Traunsee und Attersee, versuchen die Waldbesitzer die Baumgesellschaft künftigen Umweltbedingungen anzupassen.

Bäume – rätselhafte Lebewesen

Die Erbinformation von Fichten, Tannen und anderen Nadelbäumen hat ein Genom von 11 Milliarden Bausteinen (DNA-Basenpaaren). Das menschliche Genom „nur“ 3 Milliarden. Die Gründe dafür werden intensiv untersucht. Eine Ursache dürfte laut Österreichischem Waldforschungszentrum darin liegen, dass es Nadelbäume bereits seit 300 Millionen Jahren auf der Erde gibt. Laubbäume seit 200 Millionen Jahren. Zuvor gab es haushohe Baumfarne. 30 Prozent des Festlandes der Erde sind mit Wald bedeckt. Die Forschung versucht unter anderem über die Genetik die Anpassungsfähigkeit der Wälder an die Klimaveränderungen zu klären.

Soziale Funktionen

An wenigen Kennzahlen einer 80-jährigen Buche lässt sich die Bedeutung des Waldes für die Menschen ermessen. Höhe: 25 m, Holzgewicht trocken 12.000 kg, Kohlenstoffgehalt 6000 kg, Rauminhalt der Krone: 2.700 m³, 800.000 Blätter, Kohlendioxydaufnahme: 2,35 kg/Std, Sauerstoffproduktion für 15 Menschen. In den Wäldern des Attergaues stehen etwa 17 Millionen Bäume. Weitere Kennzahlen sind im Artikel Waldinventur ersichtlich.

Die Attergauer Wälder sind mit Forststraßen, Holzrückewegen und Wanderwegen nahezu vollständig erschlossen. Damit sind die Voraussetzungen sowohl für die Waldbewirtschaftung, Pflege und Aufforstung, als auch für Erholung und Freizeitaktivitäten in der Natur erfüllt. Wanderer, Radfahrer und Naturliebhaber finden einen intakten Erholungsraum vor. Für Mountainbiker sind attraktive Strecken freigegeben.

Die Trinkwasserversorgung der Attergau-Gemeinden erfolgt zu einem erheblichen Teil aus Waldgebieten in denen entsprechende Quellschutzgebiete ausgewiesen sind.

Jagd - Tiergehege

Wild, wie Hirsch, Reh, Wildschwein, Fuchs, Dachs, Hase, Gefieder gehören seit jeher zu einem natürlichen Ökosystem. Zu hohe Wildbestände führen jedoch zu Waldschäden durch Wildverbiss. Das verträgliche Maß zu erhalten, bemüht sich die Jägerschaft durch Weidwerk und Fütterung. Die Jagd im Attergau ist nach Besitzgröße unterschiedlich organisiert. Große Forstbetriebe betreiben Eigenjagden selbst oder verpachten Jagdrechte. Der Kleinwald wird von der regionalen Jägerschaft in Form von Jagdgenossenschaften betreut.

Im sogenannten Auwald zwischen Straß im Attergau und Nußdorf am Attersee wurde von der Forstverwaltung Kogl der Familie Mayr Melnhof ein weitläufiges Wildschweingehege angelegt.

Waldinventur

Seit 1961 werden vom Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald (BFW) Erhebungen über verschiedene Parameter des österreichischen Waldes, die sogenannte Waldinventur, durchgeführt. In diesem Beitrag werden Kennzahlen [4] für den Bezirk Vöcklabruck ausgewiesen. Der Attergau mit den Gemeinden um den Attersee nimmt davon etwas weniger als die Hälfte der Fläche ein. Etwa 40% des Attergaues ist mit Wald bedeckt.

Forstwirtschaft

Die Nutzung der Wälder reicht bis zu den ersten Steinzeitsiedlern zurück. Von Forstwirtschaft kann man aber erst ab der Errichtung der Sudkessel zur Salzversiedung (Pfannhaus) in Ebensee im Jahre 1607 sprechen. Ab dieser Zeit wurden die Holzreserven des Attergaues, insbesondere der "Kaiserwald", heute Österreichische Bundesforste, zur intensiven Nutzung gebraucht. Die Forstwirtschaft hat sich im Lauf der Geschichte stark verändert, ist aber bis heute eine wichtige Einkommensquelle geblieben. Die ursprüngliche Naturverjüngung durch Samenanflug der vorhandenen Baumarten wurde bereits sehr früh künstlich beeinflusst. Als Brenn- und Bauholz war die Fichte sehr begehrt und wurde in Baumschulen gezogen und gezielt angepflanzt. Vereinzelt wurde auch mit Holzarten aus Übersee experimentiert. So steht im Tagebuch des Michl Wiesinger 1830 - 1895 vermerkt: "Den 10 Mai 1891: Ein Amerikanisches Bäumchen genannt Douglas Tanne in Lexenblaim bei den Bergbäumen gesetzt. Dieses Bäumchen sieht der gewöhnlichen Tanne sehr ähnlich." Wenn es noch nicht geerntet wurde, müsste es 2010, mit Beginn des AtterWiki, 119 Jahre alt sein.

Holzfuhrwerk

Im Artikel Holzfuhrwerk werden sowohl historische Formen der Holzbringung vom Bergwald zum Wasser und der Holztransport auf dem Attersee als auch moderne Transportmöglichkeiten vom Wald zu den Holzverarbeitern beschrieben.

Holzverarbeitung

Der Artikel Holzverarbeitung schildert die unterschiedlichen Formen der Holznutzung. Beginnend mit den bescheidenen Möglichkeiten der ersten Steinzeitsiedlern bis zu modernen Technologien.

Holz als Bau- und Werkstoff

Sägewerk - Zimmerei - Holzbau - Wasserbau - Architektur mit Holz - Tischlereien und Möbelfabriken - Wagnerei - Fassbinderei - Holzdrahterzeugung - Holzschindelerzeugung - Bootbau - Schiffbau (Plätte)

Holz als Industrierohstoff

Papier-, Zellstoff- und Faserindustrie - Holzwerkstoffindustrie (Span- und Faserplatten)

Holz als Energieträger

Köhlerei - Salzversiedung - Scheitholz für Hausbrand - Pellet- und Hackschnitzelheizung - Fernwärmeanlagen - Glasverhüttung

Quelle

Weblinks

  1. Land Oberösterreich - Waldökologie
  2. Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald
  3. Rohrleitengraben Weyregg
  4. Waldinventur Österreich