Straßen im Attergau

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Entwicklung der Straßen im Attergau.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

1788 hieß es in der Beschreibung des Josephinischen Lagebuches, dass „das Salinenamt eine gute Fahrstraße von Weißenbach nach Ischel erhält. Diese Straße von Weißenbach nach Mitterweißenbach bestand jedenfalls schon seit 1720.
Eine elende Fahrtstraße führte von Steinbach nach Weißenbach, die von den anliegenden Hausbesitzern erhalten wurde. Sonst sind keine Fahrwege vorhanden, blos Steige, auf welchen Vieh und Mensch die Comunikation von einer Einöde zur anderen haben. Die Comunikation mit den nördlichen und westlichen Nachbargemeinden geschieht durch den See auf Schiffen.” Um 1840 wurde die heutige Straße am Ostufer (Bezeichnung: ursprünglich Attersee-Bezirksstraße, später Weyregger Straße, heute B 152) errichtet.

Im Westen stellte 1830 die einzig bedeutende Straßenverbindung im Attergau die „Seewalchner-Mondseer Commerzialstraße" dar, die von Vöcklabruck über Seewalchen, Attersee, St. Georgen nach Mondsee führte. Über die Verkehrsverhältnisse in Unterach hieß es im selben Jahr: „Man kann Unterach mit Sicherheit nur gut zu Fuß, mit Sorge zu Wasser, mit Mühe zu Pferd gelangen.” Von Unterach nach Mondsee bestand eine schlechte Fahrstraße, von Unterach nach Attersee ein unbefahrbarer Weg. Erst 1875 kam eine befestigte Straße von Unterach nach Attersee.

Der Ausbau einer fahrbaren Verbindung von Unterach nach Weißenbach erfolgte erst 1891.

Hans Dickinger schreibt in seinem Heimatbuch: „Im Hôtel Kammer lag ein Buch auf, in dem sich die Fahrradtouristen eintrugen. Ihre Bemerkungen über den Zustand der Straße Vöcklabruck (1899) werfen ein Licht auf die Verhältnisse:

... ist die denkbar schlechteste der Welt ...!
... spottet jeder Beschreibung ...
... das Befahren ist geradezu gefährlich ...
... ist unter jeder Kanone”.

Anlässlich einer Rundfahrt von Vertretern des Ministeriums im Juni 1931 wurde von den Gemeindevertretern der moderne Ausbau der Straßen im Atterseegebiet gefordert. Die Straße von Unterach nach Attersee und Vöcklabruck wurde im Rahmen eines Arbeitsbeschaffungs-Programmes von 1934 bis 1936 ausgebaut.

1912 führte als eine der ersten Buslinien eine Autobuslinie von Ischl nach Unterach. Im August 1925 eine Linie von Attersee über St. Georgen nach Mondsee.

Ein entscheidender Schritt war die Errichtung der Westautobahn. 1938 erfolgte der Spatenstich in Salzburg. Rasch wurde an verschiedenen Stellen, darunter auch im Attergau, mit Bauarbeiten begonnen. Die Autobahnunterführung in Seewalchen, Müllnerweg, entstand im Jahr 1939. Kriegsbedingt kamen die Arbeiten 1942 zum Stillstand und wurden erst nach dem Staatsvertrag 1955 wieder aufgenommen. Die Westautobahn ist im Attergau seit 1963/1964 für den Verkehr freigegeben.

Übersicht der wichtigsten Straßen

Autobahn

  • A 1 (Westautobahn) Wien – Salzburg, im Attergau seit 1963/1964
  • Anschluss-Stellen (Exit-Nummern):
    • 254: Oberwang (seit September 2006)
    • 243: St. Georgen
    • 234: Seewalchen
    • 233: Halbanschluss Schörfling (seit Juni 1988)

Bundesstraßen

  • B 151 Attersee Straße von Timelkam (B 1) über Attersee und Unterach nach Mondsee (B 154)
  • B 152 Seeleiten Straße von Seewalchen (B 151) über Steinbach nach Unterach (B 151).
  • B 153 Weißenbach Straße von Mitterweißenbach (B 145) nach Weißenbach (B 152)

Landesstraßen

  • L 540 Attergau Straße von Vöcklamarkt nach St. Georgen
  • L 541 Oberwanger Straße von St. Georgen nach Loibichl (B 151)
  • L 544 Großalmstraße von Altmünster (B 145) nach Steinbach (B 152)
  • L 545 Kienklausestraße in Steinbach
  • L 1265 Schörflinger Straße von Himmelreich (B 145) nach Schörfling (B 152)
  • L 1274 Gamperner Straße von Seewalchen (B 151) nach Redl
  • L 1276 Seewalchner Straße von Seewalchen (B 151) nach St. Georgen
  • L 1283 Weißenkirchner Straße von Attersee nach Frankenmarkt
  • L 1284 Kronbergstraße von Attersee (B 151) nach Straß
  • L 1286 Reichholzstraße von Weyregg (B 152) nach Reichholz

Weblinks

Quellen

  • Hans Dickinger: Geschichte von Schörfling, Marktgemeinde Schörfling am Attersee, 1988
  • Gemeinde Steinbach: Heimatbuch der Gemeinde Steinbach am Attersee, Eigenverlag 1986