Raudaschlmühle: Unterschied zwischen den Versionen

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*1867 Philipp Scheicher und Theresia (geb. Strobl), 2. Ehe
*1867 Philipp Scheicher und Theresia (geb. Strobl), 2. Ehe
*1886 Johann Raudaschl und Anna (geb. Scheckenberger)
*1886 Johann Raudaschl und Anna (geb. Scheckenberger)
*1894 Emil Hamburger  
*1894 Emil Hamburger (Papierindustrieller)
*1907 Lenzinger Papierfabrik Aktiengesellschaft und Nachfolgefirmen bis Lenzing AG
*1907 Lenzinger Papierfabrik Aktiengesellschaft und Nachfolgefirmen bis Lenzing AG
*1989 Holzindustrie Lenzing (HIL)
*1989 Holzindustrie Lenzing (HIL)

Version vom 8. Januar 2019, 16:35 Uhr

Die Raudaschlmühle in einer alten Ansicht mit der Pfarrkirche Schörfling im Hintergrund

Die Raudaschlmühle, eigentlich Kapellermühle, auch Gröbmühle benannt, Raudaschlmühle 1, Marktgemeinde Lenzing, war die südlichste Mühle und Säge an der oberen Ager, die unter dem Begriff Siebenmühlen zusammengefasst wurden. Bis 1939 war die Mühle Teil der Gemeinde Schörfling am Attersee,

Chronik

Zumindest seit Beginn des 17. Jahrhunderts bis zum Jahr 1886 - also fast 300 Jahre - war die Mühle und Säge im Besitz von acht Generationen einer einzigen Familie. Der Besitzername Kapeller wurde im Jahr 1744 durch den Namen Scheicher ersetzt, da damals die Kapellertochter Regina einen Franz Scheicher heiratete (siehe Besitzerfolge). 1818 errichtete Philip Scheicher ein Auszughaus, das im 20. Jahrhundert als Gasthaus geführt wurde. 1861 dürfte es laut Eintragung auf dem Türstock zum letzten größeren Umbau des Hauptgebäudes gekommen sein. 1885 kam die "Kapellermühle" in wirtschaftliche Schwierigkeiten und wurde versteigert. 1886 wurde das Anwesen von den Eheleuten Johann und Anna Raudaschl gekauft, die bis 1894 als Besitzer aufscheinen. Obwohl die Familie Raudaschl nur acht Jahre im Besitz der Mühle war, ist die Mühle bis heute als "Raudaschlmühle" bekannt.

1894 erwarb der Papierindustrielle Emil Hamburger diese Mühle - somit seine vierte an der Ager. Bis 1989 verblieb sie als Sägewerk in den Vorgängerfirmen der Lenzing AG. 1989 wurde von einem deutschen Unternehmer die Holzindustrie Lenzing (HIL) gegründet, die das Sägewerk bis zur Schließung im Jahr 2012 betrieb. Etwa 100 Personen verloren mit der Schließung ihren Arbeitsplatz.

Das ehemalige Werksgelände wird seit dieser Zeit von mehreren kleineren Unternehmen genutzt.

Die Raudaschlmühle war über viele Jahrzehnte auch Wohnstätte vieler Familien.

Besitzerfolge

  • 1628 Johann Capeller und Elisabeth
  • 1658 Christoph Capeller und Anna (geb. Sper)
  • 1704 Tobias Kapeller und Anna Maria (geb. Scharmüller)
  • 1744 Franz Scheicher und Regina (geb. Kapeller)
  • 1778 Philipp Scheicher und Magdalena (geb. Wenger)
  • 1787 Wolfgang Wienerroither und Magdalena (Witwe Scheicher)
  • 1816 Philipp Scheicher und Theresia (geb. Jungwirt/St. Georgen)
  • 1843 Philipp Scheicher und Anna Maria (geb. Haberl)
  • 1867 Philipp Scheicher und Theresia (geb. Strobl), 2. Ehe
  • 1886 Johann Raudaschl und Anna (geb. Scheckenberger)
  • 1894 Emil Hamburger (Papierindustrieller)
  • 1907 Lenzinger Papierfabrik Aktiengesellschaft und Nachfolgefirmen bis Lenzing AG
  • 1989 Holzindustrie Lenzing (HIL)
  • 2012 Aufteilung auf mehrere Kleinbetriebe

Bildergalerie

Quellen

  • Aufzeichnungen von Pfarrer Trauner, Schörfling
  • Grundbucheintragungen
  • Transkription und Zusammenstellung Franz Hauser