Pfarrkirche Abtsdorf: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Pfarrkirche Abtsdorf mit Blick auf den Attersee.jpg|thumb|400px|Pfarrkirche Attersee mit dem Attersee im Hintergrund]]
Bereits 1142 findet man in einer Urkunde von Pabst Innozenz II. einen Hinweis auf Abattesdorf als Mondseer Pfarre. Das Dorf war eine Mondseer Siedlung und dem Abt von Mondsee dienstpflichtig. Das Gotteshaus dürfte jedoch wesentlich älter und in dieser Zeit ein Holzbau gewesen sein. Bis zur Auflösung des Stiftes (1791) gab Mondsee etwa 30 Seelenhirten an die Pfarre Abtsdorf.
Bereits 1142 findet man in einer Urkunde von Pabst Innozenz II. einen Hinweis auf Abattesdorf als Mondseer Pfarre. Das Dorf war eine Mondseer Siedlung und dem Abt von Mondsee dienstpflichtig. Das Gotteshaus dürfte jedoch wesentlich älter und in dieser Zeit ein Holzbau gewesen sein. Bis zur Auflösung des Stiftes (1791) gab Mondsee etwa 30 Seelenhirten an die Pfarre Abtsdorf.
So ist die Kirche in Abtsdorf ein Denkmal früherer Zeit und liegt mitten im Friedhof, deren Mauer wie das Gotteshaus mit Holzschindeln gedeckt ist.  
So ist die Kirche in Abtsdorf ein Denkmal früherer Zeit und liegt mitten im Friedhof, deren Mauer wie das Gotteshaus mit Holzschindeln gedeckt ist.  
Die jetzige Kirche ist ein Bau aus der Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das Langschiff ist in der Art des großen Baumeister des Hausruckviertel, Stephan Wultinger gebaut. An der Südseite des Kirchenschiffes befand sich der ehemalige Kircheneingang. Ein zugemauertes verstäbtes gotisches Tor ist stummer Zeuge dieser Zeit. Der heutige Einganz zur Kirche liegt an der Westseite Eingang und Vorhalle, in der sich an der linken Seitenwand das Kriegerdenkmal befindet, stammt aus jüngerer Zeit und ist aus etwa um Mitte des 19. Jahrhundert. An Stelle eines Turmes ziert ein hölzener Dachreiter mit Zwiebelhelm und einer Glocke die mit 1442 datiert ist.
Die jetzige Kirche ist ein Bau aus der Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das Langschiff ist in der Art des großen Baumeister des [[Hausruckviertel]], [[Stephan Wultinger]] gebaut. An der Südseite des Kirchenschiffes befand sich der ehemalige Kircheneingang. Ein zugemauertes verstäbtes gotisches Tor ist stummer Zeuge dieser Zeit. Der heutige Einganz zur Kirche liegt an der Westseite Eingang und Vorhalle, in der sich an der linken Seitenwand das Kriegerdenkmal befindet, stammt aus jüngerer Zeit und ist aus etwa um Mitte des 19. Jahrhundert. An Stelle eines Turmes ziert ein hölzener Dachreiter mit Zwiebelhelm und einer Glocke die mit 1442 datiert ist.


Das Kircheninnere ist ein einschiffiges, dreijochiges Langhaus und einem ebenso hohen, einjochingen Presbyterium mit 5/8 Schluss in der Apsis, in beiden Teilen mit netzrippigen Gewölbe. In die südseitig liegende Sakristei führt eine gotische Tür in getünchten Kleeblattbogen. Hier werden prachtvolle alte Messgewänder aufbewahrt.  
Das Kircheninnere ist ein einschiffiges, dreijochiges Langhaus und einem ebenso hohen, einjochingen Presbyterium mit 5/8 Schluss in der Apsis, in beiden Teilen mit netzrippigen Gewölbe. In die südseitig liegende Sakristei führt eine gotische Tür in getünchten Kleeblattbogen. Hier werden prachtvolle alte Messgewänder aufbewahrt.  
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Unterhalb der besonders liebevoll gestalteten Kanzel aus dem Jahre 1703, befindet sich ein mächtiger gotischer Taufstein. Kostbare Klein-Statuetten welche die Kanzel umsäumten wurden bei einem Einbruch entwendet und sind jetzt durch sehr ansprechende Kopien ersetzt. Neu ist der im Barock Stil gehaltene Volksaltar.
Unterhalb der besonders liebevoll gestalteten Kanzel aus dem Jahre 1703, befindet sich ein mächtiger gotischer Taufstein. Kostbare Klein-Statuetten welche die Kanzel umsäumten wurden bei einem Einbruch entwendet und sind jetzt durch sehr ansprechende Kopien ersetzt. Neu ist der im Barock Stil gehaltene Volksaltar.


Das alte Pfarrhaus, wuchtig und breit, liegt in der Mitte des Ortes und war in früher Zeit ein Sommersitz der Mondseer Äbte.
Das alte Pfarrhaus, wuchtig und breit, liegt in der Mitte des Ortes und war in früher Zeit ein Sommersitz der [[Kloster Mondsee|Mondseer Äbte]].
Die Pfarrkirche in Abtsdorf ist neben der [[Pfarrkirche Attersee|Pfarrkirche in Attersee]] und der [[Evangelische Pfarrkirche Attersee|Evangelischen Pfarrkirche in Attersee]] die dritte Pfarrkirche in der Gemeinde Attersee.
Die Pfarrkirche in Abtsdorf ist neben der [[Pfarrkirche Attersee|Pfarrkirche in Attersee]] und der [[Evangelische Pfarrkirche Attersee|Evangelischen Pfarrkirche in Attersee]] die dritte Pfarrkirche in der Gemeinde Attersee.
==Quellen==
Hans Till, Attersee


[[Kategorie:Kirche]]
[[Kategorie:Kirche]]
[[Kategorie:Attersee]]
[[Kategorie:Attersee]]

Version vom 22. März 2009, 15:13 Uhr

Datei:Pfarrkirche Abtsdorf mit Blick auf den Attersee.jpg
Pfarrkirche Attersee mit dem Attersee im Hintergrund

Bereits 1142 findet man in einer Urkunde von Pabst Innozenz II. einen Hinweis auf Abattesdorf als Mondseer Pfarre. Das Dorf war eine Mondseer Siedlung und dem Abt von Mondsee dienstpflichtig. Das Gotteshaus dürfte jedoch wesentlich älter und in dieser Zeit ein Holzbau gewesen sein. Bis zur Auflösung des Stiftes (1791) gab Mondsee etwa 30 Seelenhirten an die Pfarre Abtsdorf. So ist die Kirche in Abtsdorf ein Denkmal früherer Zeit und liegt mitten im Friedhof, deren Mauer wie das Gotteshaus mit Holzschindeln gedeckt ist. Die jetzige Kirche ist ein Bau aus der Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das Langschiff ist in der Art des großen Baumeister des Hausruckviertel, Stephan Wultinger gebaut. An der Südseite des Kirchenschiffes befand sich der ehemalige Kircheneingang. Ein zugemauertes verstäbtes gotisches Tor ist stummer Zeuge dieser Zeit. Der heutige Einganz zur Kirche liegt an der Westseite Eingang und Vorhalle, in der sich an der linken Seitenwand das Kriegerdenkmal befindet, stammt aus jüngerer Zeit und ist aus etwa um Mitte des 19. Jahrhundert. An Stelle eines Turmes ziert ein hölzener Dachreiter mit Zwiebelhelm und einer Glocke die mit 1442 datiert ist.

Das Kircheninnere ist ein einschiffiges, dreijochiges Langhaus und einem ebenso hohen, einjochingen Presbyterium mit 5/8 Schluss in der Apsis, in beiden Teilen mit netzrippigen Gewölbe. In die südseitig liegende Sakristei führt eine gotische Tür in getünchten Kleeblattbogen. Hier werden prachtvolle alte Messgewänder aufbewahrt. Das Kircheninnere wurde 1960 vom Meister Franz Danninger kunstgerecht restauriert. Die Rippen wurden vom hässlichen Verputz befreit und in der Naturfarne, das Presbyterium Tuff, das Langschiff gebrannte Ziegel, belassen. Die Orgelempore mit toskanischen Säulen stammt aus dem Barock. Die charakteristische Note erhielt die Kirche durch die Arbeiten des Meister Meinrat Guggenbichler, dem Künstler des Stiftes Mondsee. Auf dem mächtigen Hochaltar aus den Jahren 1699-1701, stehen im Mittelstück in Lebensgröße der Kirchenpatron St. Laurentzius, flankiert von der Statuen des hl. Wolfgang und hl. Nikolaus. Die genannte Gruppierung der Statuen wird von einer Dreifaltigkeit Darstellung gekrönt. Auf dem rechten Seitenaltar befindet sich im Mittelschrein ein Gemälde mit dem hl Josef, flankiert von Statuen des hl Joachim und der hl. Anna. Das Gemälde im Mittelschrein des linken Seitenaltares zeigt Maria, die Mutter Jesu, mit Statuen der hl. Barbara und hl. Katharina. Beide Seitenaltäre tragen die Jahreszahl 1701-1703. Unterhalb der besonders liebevoll gestalteten Kanzel aus dem Jahre 1703, befindet sich ein mächtiger gotischer Taufstein. Kostbare Klein-Statuetten welche die Kanzel umsäumten wurden bei einem Einbruch entwendet und sind jetzt durch sehr ansprechende Kopien ersetzt. Neu ist der im Barock Stil gehaltene Volksaltar.

Das alte Pfarrhaus, wuchtig und breit, liegt in der Mitte des Ortes und war in früher Zeit ein Sommersitz der Mondseer Äbte. Die Pfarrkirche in Abtsdorf ist neben der Pfarrkirche in Attersee und der Evangelischen Pfarrkirche in Attersee die dritte Pfarrkirche in der Gemeinde Attersee.

Quellen

Hans Till, Attersee