Pfarrer von Weißenkirchen

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Die Pfarre Weißenkirchen wurde 1777 gegründet. Zuvor war die Pfarrkirche Weißenkirchen eine Filialkirche der Pfarre St. Georgen im Attergau.

Inhaltsverzeichnis

18. Jahrhundert

  • 1777-1781: JOSEPH PEER

(gest. 18. 1. 1790) Monstranz und Tabernakel angeschafft, Friedhof angelegt; ab 1781 Matrikelbücher geführt; Pfarrer Peer war ein eifriger Seelsorger und hielt in einzelnen Dörfern „Hauslehren ".

  • 1781-1784: HILARIUS GLONNER

(geb. 13. 1. 1754, gest. 16. 5. 1816) ließ die Kirchenemporen einbauen;

  • 1784-1789: JOHANN NEPOMUK SCHWARZÄUGL

(geb. 21. 12. 1755, gest. 14. 6. 1811) hielt erstmals eine Fronleichnamsprozession, ließ einen neuen Vespermantel und einen neuen „Himmel" anschaffen; Kanzelerneuerung in der Kirche;

  • 1789-1811: FRANZ XAVER SCHWARZÄUGL

(geb. 17. 11. 1750, gest. 19. 3. 1811) Bruder von Johann Nepomuk Schwarzäugl; neuer Frauenaltar, Leonhardialtar renoviert, Statue des sog. „weißen Leonhard" entfernt und statt dessen ein Bild des hl. Leonhard aufgestellt; Zäune rund um die Kirche abgebracht; 1799 drei neue Glocken angekauft; Leonhardi-Umritte wurden abgeschafft;

19. Jahrhundert

  • 1811-1824: KARL KNAPP

(geb. 1772, gest. 17. 5. 1865) große eiserne „Schlüßen" zur Erhaltung des Gewölbes in der Kirche eingezogen; Kirche außen verputzt; Tabaksbude zwischen Portal und Sakristei gemauert;

  • 1824-1829: SIMON PUMBERGER

(geb. 1. 7. 1786, gest. 12. 5. 1853) schuf ein Hl. Grab und eine schöne Weihnachtskrippe (Figuren vom späterer Pfarrer Lässer an Ministranten verschenkt; die letzten noch in Weißenkirchen befindlichen Figuren 1963 nach Wels verkauft);

  • 1829-1839: MATHIAS LENZEDER

(geb. 1793, gest. 19. 7. 1846) führte eine Pfarrchronik; Stallsanierung, Vergrößerung des Wurzgartens, Pfarrhofbrunnen neu ausgemauert; Tabaksbude zwischen Sakristei und Portal zugemauert, Turm-Westseite eingetaferlt; gesungene Mette in der Hl. Nacht und Trauermette in der Karwoche eingeführt;

  • 1839-1847: MATHIAS LOHER

(geb. 11. 2. 1797, gest. 12. 4. 1850) Kirchenmusik bekam größere Bedeutung (in Zusammenarbeit mit dem Schulgehilfen Ertl);

  • 1844: MICHAEL ANGELBERGER

(geb. 19. 9. 1819, gest. 11. 4. 1887) Hilfspriester;

  • 1847-1865: FRANZ XAVER GRUBER

(geb. 18. 12. 1813, gest. 5. 7. 1870) bemühte sich sehr um die Weiterbildung der Erwachsenen; Maiandachten eingeführt; ging resigniert und gekränkt von Weißenkirchen; 1859 stellte er der Pfarrgemeinde ein lobendes Zeugnis aus: „Keine Spieler, keine Raufer, keine Säufer Die Hausväter und -mütter haben sehr vielen religiösen Sinn, sie halten Zucht und Ordnung in ihren Häusern und leben in Eintracht und Frieden."

  • 1865: KARL LAINER

(geb. 10. 4. 1827, gest. 15. 2. 1885) Provisor;

  • 1865-1884: MATTHÄUS HOLZAPFEL

(geb. 11. 8. 1822, gest. 20. 11. 1888) 1866: Kirchturmerhöhung, neue Glocken (Spende von Joh. Eder, Tuttingen); Ziegelpflaster in der Kirche durch Kehlheimerplatten ersetzt; neue Weihnachtskrippe; eiferte die Eltern an, ihre Kinder in die Schule zu schicken; war sehr beliebt;

  • 1884-1885: AUGUSTIN BAUER

(geb. 15. 8. 1846, gest. 1. 1. 1910) Provisor;

  • 1885-1904: ROMAN LÄSSER

(geb. 11. 7. 1833, gest. 3. 6. 1919) bemühte sich um die Regotisierung der Kirche; Steinsäule (eigenhändig) vom Putz befreit; Gewölberippen erneuert und ergänzt; drei neue Fenster im Presbyterium eingebaut; neuer Hochaltar von Bildhauer Hochrainer aus Attersee angeschafft; zwei neue Chorstühle (Spende von Farn. Stimpfl); Seitenaltäre bei Bildhauer Piger bestellt; neuer Kreuzweg (z. T. von der Jägerschaft gespendet); Herz-Jesu-Statue angekauft; Orgel von St. Andrä in Salzburg in Weißenkirchen eingebaut; betrieb in der Landwirtschaft eine gute Viehzucht mit der Montafoner Rasse; Käserei im Köttl-Haus in Roth eingerichtet, die nach seinem Tod auch weitergeführt wurde;

20. Jahrhundert

  • 1904: EDUARD WANSCHURA

(geb. 12. 3. 1870, gest. 25. 7. 1936) Provisor;

  • 1904-1916: JOSEF BERGHAMMER

(geb. 3. 1. 1870, gest. 30. 3. 1945) Blitzschutzanlage in der Kirche errichtet; neues Hl. Grab; das 1911 geknickte Turmkreuz erneuert; neue Friedhofsmauer; kleine Friedhofserweiterung im Osten;

  • 1916: JOSEF KARLINGER

(geb. 10. 8. 1882, gest. 3. 5. 1953) Provisor;

  • 1916-1931: JOHANN GROSSPOINTNER

(geb. 8. 3. 1883, gest. 16. 12. 1935) gründete die Mädchenkongregation (Statue) und die Herz-Jesu-Bruderschaft (Statue); neue Glocken aus Stahl bei den Böhlerwerken angeschafft (damit sie im Kriegsfall nicht mehr abgeliefert werden müssen); bemühte sich um die Wiedereinführung des Leonhardi-Rittes; neue Orgel angekauft (Orgelbauer Ludwig Mayrhofer aus Urfahr), Sakristei-Einrichtung erneuert;

  • 1931: KARL GRÖPLBAUER

(geb. 4. 11. 1895, gest. 8. 11. 1970) Provisor;

  • 1931-1949: EDMUND ESTERMANN

(geb. 19. 6. 1882, geb. 3. 10. 1954) Pfarrkirchenrat eingeführt; politisch zurückhaltend (2. Weltkrieg); Bischöfliches Ordinariat, 1943: Bezüglich der religiösen Betreuung in der NS-Zeit ist zu unterscheiden: „Arbeiter, die verpflichtet sind, das Abzeichen , Ost' zu tragen - diesen ist die Teilnahme an Gottesdiensten und überhaupt jede religiöse Betreuung staatlich verboten."

  • 1949-1959: JOHANN DEWANGER

(geb. 18. 6. 1910, gest. 30. 11. 1996) Katholische Aktion in der Pfarre aufgebaut; ließ das Kirchendach neu eindecken und die Kirche ganz ausweißen;

(geb. 14. 5. 1916) 1961/62: Pfarrheimbau, elektrisches Läutwerk und Lautsprecheranlage angeschafft; 1966: Kirchenaußenrenovierung; 1969/70: Pfarrhoferweiterung; 1972: Erneuerung des Turmhelms; 1976: große Kirchenrenovierung, elektrische Bankheizung und neue Kirchenbänke; 1981-1983: Erneuerung der Friedhofsmauer und Kirchenplatzpflasterung, 1985: Renovierung des Hochaltars; 1991-1992: Renovierung des Pfarrheims;

  • ab 1997: JOHANN GRÖMER

(geb. 31. 5. 1935): Provisor Renovierung der Kirchenfenster und des Glockenstuhls; Steuerung für das Läutwerk erneuert; neue Schaltuhr für die Turmuhr;

  • ab 1997: INGRID OBERPEILSTEINER

(geb. 24. 4. 1966): Pastoralassistentin

Quelle