Helmut Pachler: Unterschied zwischen den Versionen

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Auf Empfehlung der damaligen Kooperatoren Reifeltshammer und Thöne übersiedelte Helmut Pachler in das Kollegium Petrinum in Linz und machte dort die Matura. Im Petrinum (1950-1958) wurde auch sein sportliches Talent sichtbar. Mit der Faustballmannschaft wurde er zweimal Jugendstaatsmeister.  
 
Auf Empfehlung der damaligen Kooperatoren Reifeltshammer und Thöne übersiedelte Helmut Pachler in das Kollegium Petrinum in Linz und machte dort die Matura. Im Petrinum (1950-1958) wurde auch sein sportliches Talent sichtbar. Mit der Faustballmannschaft wurde er zweimal Jugendstaatsmeister.  
  
Im Priesterseminar Linz blieb Helmut Pachler nur zwei Semester. Anschließend begann er das Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Innsbruck. Die Entfernung Innsbruck-St. Georgen im Attergau hinderte ihn nicht, jedes Fußballspiel des USC Attergau zu bestreiten. Helmut Pachler wurde auch in die österreichische Universitäts-Fußballauswahl berufen. Eine Berufung in den Kader von Wacker Innsbruck lehnte er ab.
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Im Priesterseminar Linz blieb Helmut Pachler nur zwei Semester. Anschließend begann er das Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Innsbruck. Die Entfernung Innsbruck-St. Georgen im Attergau hinderte ihn nicht, jedes Fußballspiel des USC Attergau zu bestreiten. Helmut Pachler wurde auch in die österreichische Universitäts-Fußballauswahl berufen.  
  
 
Die Lehramtsprüfungen in Deutsch und Geschichte hat Helmut Pachler 1964 abgelegt. Als Einjährig Freiwilliger absolvierte er das Bundesheer in den Jahren 1964-1965. 1965 heiratete er auch seine Frau Lore († 2002), mit der er zwei Söhne großzog.
 
Die Lehramtsprüfungen in Deutsch und Geschichte hat Helmut Pachler 1964 abgelegt. Als Einjährig Freiwilliger absolvierte er das Bundesheer in den Jahren 1964-1965. 1965 heiratete er auch seine Frau Lore († 2002), mit der er zwei Söhne großzog.
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1994 war er Gründungsmitglied des [[Heimatverein Attergau|Heimatvereins Attergau]]. Seit dieser Zeit ist er als Wissenschaftlicher Leiter Mitglied des Vorstandes. Dabei brachte er nicht nur sein fachliches Wissen ein, sondern war auch bei der Renovierung des [[Aignerhaus]]es handwerklich aktiv.
 
1994 war er Gründungsmitglied des [[Heimatverein Attergau|Heimatvereins Attergau]]. Seit dieser Zeit ist er als Wissenschaftlicher Leiter Mitglied des Vorstandes. Dabei brachte er nicht nur sein fachliches Wissen ein, sondern war auch bei der Renovierung des [[Aignerhaus]]es handwerklich aktiv.
Im Rahmen des Heimatvereins war er bei den Einrichtungen der drei Attergauer Museen aktiv, speziell die Ausstellungen über den Dichter und Musiker [[Johann Beer]] und den Naturforscher [[Erich Wilhelm Ricek]] sind ihm zu verdanken.
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Im Rahmen des Heimatvereins war er bei den Einrichtungen der drei [[Portal:Heimatverein Attergau|Attergauer Museen]] beteiligt, speziell die Ausstellungen über den Dichter und Musiker [[Johann Beer]] und den Naturforscher [[Erich Wilhelm Ricek]] sind ihm zu verdanken.
  
Der 300. Todestag im Jahr 2000 des Dichters und Musikers Johann Beer war für ihn Anlass, ein umfangreiches Werk über diesen Sohn des Attergaus zu schreiben. Der Höhepunkt dieser Tätigkeit war im Jahr 2000 ein internationales Literaturkolleg zu Johann Beer, zu dem Literaturwissenschafter aus ganz Europa anreisten.
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Der 300. Todestag im Jahr 2000 des Dichters und Musikers Johann Beer war für ihn Anlass, ein umfangreiches Werk über diesen Sohn des Attergaus zu schreiben. Der Höhepunkt dieser Tätigkeit war im Jahr 2000 ein internationales Literatursymposium zu Johann Beer, zu dem Literaturwissenschafter aus ganz Europa anreisten.
  
 
Die Beschäftigung mit Johann Beer erschloss ihm auch das umfangreiche Pfarrarchiv der Pfarre St. Georgen, besonders die Pfarrchronik war ihm in der Folge eine wertvolle Quelle für seine späteren Bücher und Vorträge.   
 
Die Beschäftigung mit Johann Beer erschloss ihm auch das umfangreiche Pfarrarchiv der Pfarre St. Georgen, besonders die Pfarrchronik war ihm in der Folge eine wertvolle Quelle für seine späteren Bücher und Vorträge.   
  
Neben seinen Büchern erstellte er auch [[Wandern in Nußdorf-Umgebung]] sowie unregelmäßig die "Mitteilungen des Heimatvereins Attergau".
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Neben seinen Büchern erstellte er auch die Texte für die [[Attergauer Informations-Pavillons]], für [[Wandern in Nußdorf-Umgebung]] sowie unregelmäßig für die "Mitteilungen des Heimatvereins Attergau".
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Als Reisebegleiter für Kulturreisen ist Helmut Pachler sehr gefragt.
  
 
Ältere Semester erinnern sich auch an einen begnadeten Fußballer und Faustballer des USC Attergau.
 
Ältere Semester erinnern sich auch an einen begnadeten Fußballer und Faustballer des USC Attergau.
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*Erich Wilhelm Ricek 1915-1991
 
*Erich Wilhelm Ricek 1915-1991
 
*[[Attersee-Attergau Porträt einer Kulturlandschaft]]
 
*[[Attersee-Attergau Porträt einer Kulturlandschaft]]
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*900 Jahre Kirche und Pfarre St. Georgen im Attergau
 
*[[Reformation, Gegenreformation und kirchliche Erneuerung im Land ob der Enns und im Attergau]]
 
*[[Reformation, Gegenreformation und kirchliche Erneuerung im Land ob der Enns und im Attergau]]
  

Aktuelle Version vom 1. November 2017, 10:42 Uhr

Helmut Pachler - Vortrag 550 Jahre Markt St. Georgen, 2014
Helmut Pachler signiert seine Bücher, 2007

Prof. Helmut Pachler (* 7. August 1939 in Straß im Attergau) ist ein Germanist und Historiker in St. Georgen im Attergau.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Helmut Pachler wurde am 7. August 1939 als erstes Kind von Johann und Franziska Pachler in Straß im Attergau geboren. Seine ersten Lebensjahre verbrachte er im Heimatort seiner Mutter in Bayern und besuchte dort auch die erste Klasse der Volksschule. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte die Familie wieder nach Straß im Attergau zurück. Nach Beendigung der Volksschule in Straß im Attergau besuchte Helmut Pachler die erste Klasse der Hauptschule St. Georgen im Attergau.

Auf Empfehlung der damaligen Kooperatoren Reifeltshammer und Thöne übersiedelte Helmut Pachler in das Kollegium Petrinum in Linz und machte dort die Matura. Im Petrinum (1950-1958) wurde auch sein sportliches Talent sichtbar. Mit der Faustballmannschaft wurde er zweimal Jugendstaatsmeister.

Im Priesterseminar Linz blieb Helmut Pachler nur zwei Semester. Anschließend begann er das Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Innsbruck. Die Entfernung Innsbruck-St. Georgen im Attergau hinderte ihn nicht, jedes Fußballspiel des USC Attergau zu bestreiten. Helmut Pachler wurde auch in die österreichische Universitäts-Fußballauswahl berufen.

Die Lehramtsprüfungen in Deutsch und Geschichte hat Helmut Pachler 1964 abgelegt. Als Einjährig Freiwilliger absolvierte er das Bundesheer in den Jahren 1964-1965. 1965 heiratete er auch seine Frau Lore († 2002), mit der er zwei Söhne großzog.

Von 1965 bis 1999 unterrichtete Helmut Pachler Deutsch und Geschichte am Bundesgymnasium Vöcklabruck. Seit seiner Pensionierung beschäftigt er sich nur mehr mit ehrenamtlicher Tätigkeit in der Pfarre und Gemeinde.

Bis heute besitzt er keinen Computer, verwendet er kein Mobiltelefon und kein Internet, besitzt aber dafür rund 13.000 Bücher. Lesen ist seine Leidenschaft.

Wirken im Attergau

Als Lehrer am Bundesgymnasium Vöcklabruck erwarb er sich bei seinen Schülern höchste Anerkennung. Sein Wissen über Germanistik und Geschichte brachte er auch auf vielfältige Weise in seine ehrenamtlichen Tätigkeiten im Attergau ein.

Seit dem Jahr 2000 leitet Helmut Pachler in seiner Heimatgemeinde St. Georgen im Attergau einen Literaturkurs.

1994 war er Gründungsmitglied des Heimatvereins Attergau. Seit dieser Zeit ist er als Wissenschaftlicher Leiter Mitglied des Vorstandes. Dabei brachte er nicht nur sein fachliches Wissen ein, sondern war auch bei der Renovierung des Aignerhauses handwerklich aktiv. Im Rahmen des Heimatvereins war er bei den Einrichtungen der drei Attergauer Museen beteiligt, speziell die Ausstellungen über den Dichter und Musiker Johann Beer und den Naturforscher Erich Wilhelm Ricek sind ihm zu verdanken.

Der 300. Todestag im Jahr 2000 des Dichters und Musikers Johann Beer war für ihn Anlass, ein umfangreiches Werk über diesen Sohn des Attergaus zu schreiben. Der Höhepunkt dieser Tätigkeit war im Jahr 2000 ein internationales Literatursymposium zu Johann Beer, zu dem Literaturwissenschafter aus ganz Europa anreisten.

Die Beschäftigung mit Johann Beer erschloss ihm auch das umfangreiche Pfarrarchiv der Pfarre St. Georgen, besonders die Pfarrchronik war ihm in der Folge eine wertvolle Quelle für seine späteren Bücher und Vorträge.

Neben seinen Büchern erstellte er auch die Texte für die Attergauer Informations-Pavillons, für Wandern in Nußdorf-Umgebung sowie unregelmäßig für die "Mitteilungen des Heimatvereins Attergau".

Als Reisebegleiter für Kulturreisen ist Helmut Pachler sehr gefragt.

Ältere Semester erinnern sich auch an einen begnadeten Fußballer und Faustballer des USC Attergau.

Bücher

Buchtitel Reformation.jpg

Die Bücher sind im Tourismusbüro St. Georgen im Attergau und beim Heimatverein Attergau erhältlich. Bestellung per Email an: heimatverein@attergau-zeitreise.at

Ehrungen

  • Ehrenring der Marktgemeinde St. Georgen im Attergau

Quellen

  • Helmut Pachler
  • Franz Hauser