Gedenkstein Rosenau

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Gedenkstein 30 Jahre Rosenau

Der Gedenkstein aus Kalkstein stammt aus dem Höllengebirge und wurde anlässlich der Feier „30 Jahre Rosenau” am 29. Juni 1986 am Pfarrer-Mathias-Schuster-Platz in der Rosenau aufgestellt.

Beschreibung

Der Stein wurde von Josef Gattinger organisiert, der zu diesem Zwecke den Oberforstrat Hofinger von den Bundesforsten Steinbach kontaktierte. Gemeinsam stiegen sie in die Aurachkar-Abbrüche hinter Steinbach, aus denen sich die Bundesforste mit Schotter für ihre Forststraßen versorgen. Ein Bagger legte einige Findlinge in einer Reihe auf, der ausgewählte Stein von vier bis fünf Tonnen hat am Anfang „goa nix gleichgschaud”. Es wurde vor der Rosenauer Kirche ein Kubikmeter Erdmaterial weggeschafft, die Grube mit Beton ausgefüllt und der weiße Stein aufgestellt.

Vorne trägt der Stein folgende Aufschrift

Im Vertrauen auf Gott / erfolgte auf freiem Feld / unter Pfr. Mathias Schuster / 1956 / der Siedlungsbeginn von / Rosenau. / 1957 / der Baubeginn / unserer evangelischen / Gnadenkirche

Hinten trägt der Stein die Aufschrift

„Die auf den Herrn vertrauen / kriegen neue Kraft!” / Jes. 40.31 / 1956 – 30 Jahre Rosenau – 1986 / Aus tiefster Dankbarkeit / wurde dieser Gedenkstein / von Erstsiedlern errichtet/ 29. 6. 1986 / KJG

Bei dem Zitat handelt es sich um einen Teil des Konfirmationsspruches von Josef Gattinger. Es ist Usus, evangelischen Konfirmanden einen Spruch aus der Bibel auf ihren Lebenswegen mitzugeben. Auf der Hinterseite sieht man gut, wie der Gletscher diesen Stein glatt geschliffen hat. Heute ist der Stein nicht mehr weiß, sondern durch die Verwitterung grau geworden. Rund um den Stein führt ein Gehweg.

Der Vöcklabrucker Wochenspiegel berichtet am 24. Juli 1986
Gedenkstein zum Jubiläum „30 Jahre Rosenau“ enthüllt. Genau vor dreißig Jahren wurde in Rosenau der Grundstein für eine neue Siedlung gelegt. Mit großer Unter¬stützung des jetzigen Ehrenbürgers der Gemeinde, Pfarrer Mathias Schuster, haben die zum Teil durch Kriegsereignisse schwer geprüften Menschen damals begonnen, eine neue Heimat aufzubauen. Bereits ein Jahr später haben die Siedler mit dem Bau ihrer Gnadenkirche angefangen, die nun der Mittelpunkt der evangelischen Pfarrgemeinde Lenzing – Seewalchen – Kammer geworden ist. Zum Gedenken an dieses Ereignis veranstalteten die Rosenauer kürzlich ein Dorffest. Als Höhepunkt der Feierlichkeiten enthüllten Bürgermeister Limberger und Josef Gattinger einen Gedenkstein, der nun den Kirchenvorplatz ziert. Josef Gattinger dankte Seniorpfarrer Schuster im Namen aller Rosenauer Siedler für die großen Mühen rund um den Aufbau des Dortes — musikalisch mitgestaltet wurde das Fest vom Transylvania-Chor aus Kanada, der im Rahmen einer Konzertreise auch in Rosenau Station gemacht hatte. Die Sänger wurden bereits am 28. 6. von der Musikkapelle feierlich empfangen. Das Konzert am 29. 6. im Kultursaal unter dem Motto „Lieder der Völker“ riss die Zuhörer zu wahren Beifallsstürmen hin.

Quelle

  • Helga Kern, Franz Roither: Kleindenkmäler in Seewalchen am Attersee, Eigenverlag 2006/2009