Günter Kahowez

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Prof. Günter Kahowez (* 4. Dezember 1940 in Vöcklabruck; † 10. Juli 2016) aus Schörfling am Attersee war Komponist und Literat.

Günter Kahowez

Inhaltsverzeichnis

Kindheit und Jugend

Günter Kahowez wurde am 4. Dezember 1940 in Vöcklabruck geboren. Seine Mutter war Hauptschullehrerin in Schörfling. Mit ihr lebte Günter in zwei Zimmern des Hauses Schörfling 74, direkt neben dem alten Gemeindeamt, dem heutigen Heimatmuseum. Da der Vater als Frontoffizier 1943 in Russland fiel, übernahm ihn sein Großvater Hans Fischlhamer, der Verwalter der Raudaschlmühle, in seine Obhut. Er wohnte mit seinen Großeltern in Kammer, direkt vis a vis vom Schloss und der Klimt´schen Parkallee.
Ab dem 15. Lebensjahr erhielt er Klavier-, Theorie- und Kompositionsunterricht bei Helmut Eder[1], einem Jugendfreund seines Vaters, der am Bruckner-Konservatorium unterrichtete.
Kahowez maturierte 1960 an der öffentlichen Lehrerbildungsanstalt in der Linzer Honauerstraße und setzte das Musik- und Kompositionsstudium bis 1966 an der Wiener Musikakademie fort.
Von 1961 bis 1969 nahm er mehrmals an den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik teil.

Der Künstler Kahowez

1968-1969 erhielt er ein Rom-Stipendium am österreichischen Kulturinstitut. Zahlreiche Preise lotterten ein, ein intensiver Kontakt mit dem „Neuen Ensemble“ von Alfred Peschek[2] machte ihn zum „enfant terrible“in Linz, später mit dem eigenen Musikensemble „Die Fremden“ zum Aktionisten in Wien.
Er verdiente sein Geld als Notengraphiker und Musikredakteur bei dem Wiener Musikverlag Universal Edition. Dort war er als Lektor für eine Reihe von berühmten Komponisten zuständig: Karlheinz Stockhausen, Mauricio Kagel, Luciano Berio, Arvo Pärt, Wolfgang Rihm.
1994 erhielt er ein Ordinariat an der Wiener Musikhochschule. Er wechselte seinen Beruf und führte von nun an eine Lehrkanzel für Formenlehre und Formanalyse mit jährlich 60 Studierenden.
Seine Tätigkeit unterbrach er durch mehrere Studienreisen nach Italien, Frankreich, Griechenland, Ägypten, Türkei, Usbekistan, Japan, USA und Mexiko.
Seit 2006 im „Ruhestand“ arbeitet er als Privatgelehrter, Literat und Komponist. Seit 2012 lebt er wieder in Schörfling, welches er als 10-jähriger verlassen hat.

Werke

Titel des Panflötenbuches, gesetzt und herausgegeben von Günter Kahowez

Es gibt etwa 80 Kompositionen, viele befassen sich mit Esoterik und Astronomie.
Die Werktitel sprechen dafür: Plejaden für Klavier, Flächengitter für Flöte, Musik aus dem tibetanischen Totenbuch, Tempelmusik, Mitólogo, Chiron-Charon, Strophen des Dzyan, Sanghyang, Traumkrystall (sic!). Das zweite Streichquartett ist Giordano Bruno[3] gewidmet.

  • Weitere Werke:
    • Als wäre eine Sonate op. 31 • [1966] für Cembalo, Uraufführung: 1967, Linz
    • Duale 1A, 1B, 2A, 2B • [1963/67] für Klarinette und Gitarre, Werk 34, Uraufführung:1994, Wien
    • Sommerpoesie - Winterpoesie op. 27 • [1965] für Sopran und fünf Instrumentalisten
      Text: nach Gedichten von Waltraud Seidlhofer
      Uraufführung: 1965, Wien

Außerdem hat er als Literat etwa 4000 Seiten geschrieben. Es sind lyrische Formen, kein Roman. Weiters gibt es an die 1000 Kunstfotos.

Quelle

  • Günther Kahowez, Schörfling

Erwähnte Personen

  1. Helmut Eder
  2. Alfred Peschek
  3. Giordano Bruno

Weblinks