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Durch seine guten Beziehungen zum Land Oberösterreich ist es ihm gelungen, kostenlos die Sturmwarnanlage Seewalchen zu errichten.
Durch seine guten Beziehungen zum Land Oberösterreich ist es ihm gelungen, kostenlos die Sturmwarnanlage Seewalchen zu errichten.
Für die erste Fernsehsendung „Neun Plätze neu Schätze“, am 25. Oktober 2014, war Fiausch der erste Ansprechpartner seitens des ORF. Seine guten und freundschaftlichen Beziehungen zum ORF haben ihm dabei geholfen, eine großartige und kostenlose touristische Werbung mitzugestalten.
Für die erste Fernsehsendung „[https://de.wikipedia.org/wiki/9_Pl%C3%A4tze_%E2%80%93_9_Sch%C3%A4tze 9 Plätze – 9 Schätze]“ am 25. Oktober 2014 war Fiausch der erste Ansprechpartner seitens des ORF. Seine guten und freundschaftlichen Beziehungen zum ORF haben ihm dabei geholfen, eine großartige und kostenlose touristische Werbung mitzugestalten.


So wurde der Attersee zum schönsten Platz in Oberösterreich gewählt. „Der türkisblaue See, die Berge und Hügel, die ihn umrahmen und die Dörfer dazu - das ist es, was die Atterseeliebhaber so schätzen und welche immer wieder eine Inspirationsquelle für Künstler sind.“ heißt es in einer Aussendung.
So wurde der Attersee zum schönsten Platz in Oberösterreich gewählt. „Der türkisblaue See, die Berge und Hügel, die ihn umrahmen und die Dörfer dazu - das ist es, was die Atterseeliebhaber so schätzen und welche immer wieder eine Inspirationsquelle für Künstler sind.“ heißt es in einer Aussendung.

Aktuelle Version vom 12. März 2024, 15:23 Uhr

Fritz Fiausch

Fritz Fiausch (1940-2023), Seewalchen am Attersee, sah sich über 60 Jahre als gemeindeaktiver „Halbjahres-Seewalchner“.

Sportlehrer, Schilehrer, Bademeister, Trainer des österreichischen Wasserschiteams, Wasserrettung, Feuerwehr, Leiter des Seewalchner Wassersportzentrums usw. waren Stationen im Leben des Fritz Fiausch.

Steiermark

Fritz Fiausch wurde am 24. Februar 1940 in Fohnsdorf geboren. Nach der Pflichtschule erlernte er den Beruf des Schlossers, eine höhere Schulbildung war aus Kostengründen undenkbar.
Auch sein Berufswunsch Mechaniker konnte nicht erfüllt werden, so wurde er Grubenschlosser im Braunkohlen-Bergwerk Fohnsdorf und arbeitete dann 3 Jahre unter Tag in einer Tiefe von 1200 m.

Erst beim Bundesheer in Aigen begann seine sportliche Karriere. Sein Hauptmann erkannte und förderte seine sportlichen Fähigkeiten, war Fiausch doch im Ski-Kader und dreimal steirischer Meister im Schwimmen.

Fiausch ging 1962 bis 1966 nach Wien und absolvierte seine Ausbildung zum Sportlehrer. Sein Studium musste er durch verschiedene Tätigkeiten wie Bademeister oder Skilehrer in Saalbach selbst finanzieren.

Seewalchen

1962 kam er über Vermittlung der Seewalchner Volksschullehrerin Gerlinde Jauernik nach Seewalchen und wurde im Strandbad Bademeister, da sein Vorgänger Richard Klingler aus Wien nicht mehr zur Verfügung stand. Bademeister blieb er – mit einer Unterbrechung – bis 1968.

Da war Seewalchen schon der Mittelpunkt seines Lebens. Gern erinnerte er sich an die ersten Jahre im Strandbad. Seewalchen war im Sommer der Treffpunkt für ganz Oberösterreich. Rasch lernte er viele junge Leute kennen, sei es durch seine Tätigkeit als Bademeister oder als Trainer für die Wasserski-Läufer.

Wasserski fahren war eigentlich eine Sportart, die häufig von einer Oberschicht der Gesellschaft betrieben wurde. „So kam ich mit Menschen in Kontakt, mit denen ich sonst nie zu tun gehabt hätte“. Er schwärmte von den Tagen des „High-Life“ am Attersee: „Am Tag waren wir im Strandbad, am Abend in der Aral oder in einem der Bootshäuser, wo eine Party die andere jagte.“

Wasserski

Fiausch in seinem Element 1973

Der Präsident des Wasserschiklubs Seewalchen, Dipl. Ing. Karl Donninger, der im Strandbad den Wasserskisport betrieb, fragte Fiausch bald, ihn zu unterstützen und insbesondere die Jugend zu fördern und zu trainieren. Damit begann 1975 seine Karriere als Wasserskitrainer in Seewalchen. Von 1967 bis 1970 war er dann Oö. Landestrainer für Wasserski. Das Strandbad war rasch das Zentrum des Oö. Wasserskisports, der sich zuvor eigentlich nur in Kärnten abspielte.
Von 1970 bis 1995 war er österreichischer Bundestrainer und erreichte unzählige internationale Erfolge bei Europa- und Weltmeisterschaften.
„Einer der Höhepunkte waren auch die Europameisterschaften 1979 am Albaner See. Dort wurden die erfolgreichen Sportler und Trainer in einer Privataudienz bei Papst Johannes Paul II. 1979 in Castel Gandolfo empfangen“, erzählte er voll Stolz.
In Seewalchen führte er auf seiner „Insel“ das Wassersportzentrum. Die Errichtung samt Steg wurde von ihm – nach einem behördlichen Genehmigungsslalom - persönlich finanziert. Er war immer aktiv und freute sich, wenn viele Gäste zu ihm kamen. So konnte er 2017 die ehemaligen Missen Austria zum Wasserskifahren begrüßen. Sie waren begeistert und wollten wieder nach Seewalchen kommen.
Neben seiner Wasserski-Trainer-Tätigkeit war Fiausch u.a. staatlich geprüfter Schwimmlehrer, geprüfter Skilehrer und geprüfter Rennlauf-Alpin-Trainer.
Von 1973 bis 2003 betrieb er die Skischule in Kirchschlag, oberhalb von Linz.

Sportlehrer

Hauptberuflich war Fiausch Sportlehrer. Er begann am Gymnasium in Schärding und kam bald nach Linz, wo er am Akademischen Gymnasium und zuletzt an der Pädagogischen Akademie bis 2000 unterrichtete.

Wasserrettung

Fritz Fiausch in seinem Motorboot

Fiausch war auch Ortsstellenleiter der Wasserrettung. Der Stützpunkt der Einsatzleitung befindet sich auf seiner privaten Wasserski-Insel, das Privatboot der Wasserskischule dient auch als Einsatzboot.
Zu Pfingsten 2007 kam es in der Bucht zwischen Seewalchen und Kammer auf einem Motorboot zu einer Explosion, in deren Folge das Boot vollständig ausbrannte und schließlich sank. Die beiden Insassen konnten sich durch einen Sprung ins Wasser retten.
Der Wasserretter Fritz Fiausch war sofort zur Stelle und rettete die beiden, indem er sie aus dem Wasser zog, obwohl die See-Oberfläche schon lichterloh brannte. Für seinen Einsatz erhielt Fiausch am Jahresende die OÖ Lebensrettermedaille in Bronze. Das war bereits seine dritte Lebensrettermedaille. Früher hatte er ein- und demselben Buben gleich dreimal das Leben gerettet.

Es gibt aber auch Merkwürdiges. Fiausch bekam eines Tages einen Anruf, dass in der Nähe des Landungssteges Seewalchen eine große Blutlache zu sehen sei und möglicherweise ein schwerer Unfall zu befürchten ist. Fiausch machte sich sofort mit dem Feuerwehrkommandanten auf den Weg und eine zufällig anwesende Journalistin, die da eine sensationelle Geschichte witterte, kam auch mit. Am Tatort angekommen war aber nichts zu sehen: weder auf dem Wasser oder unter Wasser noch in der näheren Umgebung. Dann entdeckten sie auf einer Bank am Ufer einen ortsbekannten „Spaßvogel“, der das Treiben beobachtete und seine Freude mit dem von ihm ausgelösten Fehlalarm hatte.

Engagement für die Öffentlichkeit

Wasserskizentrum Seewalchen

In Seewalchen hat er sich immer für die Öffentlichkeit engagiert. Im neuen Strandbad errichtete er sein Wasserskizentrum, welches er bis 2022 betrieb. Die Wiedereröffnungsfeier des Strandbades 1996 wurde übrigens durch seine Frau Christa mit zahlreichen Studenten aus Linz gestaltet.

Durch seine guten Beziehungen zum Land Oberösterreich ist es ihm gelungen, kostenlos die Sturmwarnanlage Seewalchen zu errichten. Für die erste Fernsehsendung „9 Plätze – 9 Schätze“ am 25. Oktober 2014 war Fiausch der erste Ansprechpartner seitens des ORF. Seine guten und freundschaftlichen Beziehungen zum ORF haben ihm dabei geholfen, eine großartige und kostenlose touristische Werbung mitzugestalten.

So wurde der Attersee zum schönsten Platz in Oberösterreich gewählt. „Der türkisblaue See, die Berge und Hügel, die ihn umrahmen und die Dörfer dazu - das ist es, was die Atterseeliebhaber so schätzen und welche immer wieder eine Inspirationsquelle für Künstler sind.“ heißt es in einer Aussendung. Und schließlich war Fiausch viele Jahrzehnte Feuerwehrmann und betonte die gute Kameradschaft bei der FF Seewalchen.

Buntes Leben

Fritz Fiausch konnte auf ein buntes Leben zurückblicken: Wasserski-Trainer, Diplom-Sportlehrer, „Badewaschel“, Sportprofessor, Feuerwehrmann, Wasser-Taxi-Fahrer, Model für Ski- und Sportbekleidung, Wasserskischul-Inhaber, Ortstellenleiter der Wasserrettung in Seewalchen, Skilehrer, Sportartikelverkäufer in Saalbach usw. Er hat eine Menge Leute kennengelernt, Politiker und Sportler aus anderen Sportarten. Dass Annemarie Moser-Pröll oder Franz Klammer zu den besten Skifahrern der Welt gehörten, ist ja bekannt. Tipps für eine Wasserski-Show holten sie sich bei Fritz Fiausch.

Er ist in der ganzen Welt herumgekommen. Und wer so viel herumkommt, kann natürlich auch viel erzählen. Sei es, dass ihm in Rom der Mannschaftsbus ausgeräumt wurde oder über seine Schwierigkeiten bei der Einreise in Atlanta in die USA und die vielen Probleme beim Gepäckgewicht in den Flugzeugen. Die Sportbekleidung der Wasserskiläufer ist einfach ziemlich schwer.
Vieles war anstrengend: „Ich bin mit dem Mannschaftsbus ohne Pause in 36 Stunden zu den Europameisterschaften nach Sizilien gefahren. Danach ist mir eine Fahrt nach Amsterdam geradezu wie eine Kurzstrecke vorgekommen.“

Im Winter war er Lehrer und hatte mit der Skischule im Mühlviertel zu tun. In den Ferien war er meist für den Sport unterwegs. „Urlaub“, so meinte er, „hatte ich eigentlich nie“. „Am schönsten ist es aber in Seewalchen, darum habe ich mir auch hier mein Haus gebaut.“

Ehrungen

  • Goldene Verdienstmedaille der Marktgemeinde Seewalchen am Attersee

Bildergalerie

Quellen