Filialkirche Kemating: Unterschied zwischen den Versionen

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Wegen verschiedener Stilähnlichkeiten wird sie den Kirchenbauten des Vöcklamarkters [[Stephan Wultinger]] zugeschrieben.  
Wegen verschiedener Stilähnlichkeiten wird sie den Kirchenbauten des Vöcklamarkters [[Stephan Wultinger]] zugeschrieben.  
[[Bild:RZR_Kemating_innen.jpg|thumb|left|Der Altar der Filialkirche in Kemating]]
[[Bild:RZR_Kemating_innen.jpg|thumb|Der Altar der Filialkirche in Kemating]]
Das spätgotische einschiffige Gotteshaus mit Netzrippengewölbe trägt einen Dachreiter mit Pyramidenhelm. Vor 1911 trug es einen barocken Kuppelhelm. Südtor und Sakristeitor sind gotisch.  
Das spätgotische einschiffige Gotteshaus mit Netzrippengewölbe trägt einen Dachreiter mit Pyramidenhelm. Vor 1911 trug es einen barocken Kuppelhelm. Südtor und Sakristeitor sind gotisch.  



Version vom 23. August 2020, 20:14 Uhr

Filialkirche St. Michael in Kemating
Filialkirche Kemating (vor Renovierung 1983), Foto: Rudolf Romankiewicz

Das Kloster Michaelbeuern hatte die Filialkirche von Kemating, Gemeinde Seewalchen am Attersee, für seine Untertanen auf seinen Gütern zu Kemating erbaut und gab ihm den Patron der eigenen Klosterkirche St. Michael. Dass der hl. Erzengel Michael Patron ist, lässt auch auf ein hohes Alter dieser Kirche schließen.

Geschichte

1137 wurde diese Kirche der Pfarrkirche Seewalchen unterstellt. Das Alter der jetzigen Kirche ist nur aus der Bauart beiläufig festzustellen. Da sie viele Ähnlichkeiten mit der Pfarrkirche Seewalchen (Gewölbe, Sakristeiportal) aufweist, geht man davon aus, dass die Kirche Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut wurde.

Wegen verschiedener Stilähnlichkeiten wird sie den Kirchenbauten des Vöcklamarkters Stephan Wultinger zugeschrieben.

Der Altar der Filialkirche in Kemating

Das spätgotische einschiffige Gotteshaus mit Netzrippengewölbe trägt einen Dachreiter mit Pyramidenhelm. Vor 1911 trug es einen barocken Kuppelhelm. Südtor und Sakristeitor sind gotisch.

Die ehemals barocke Einrichtung musste 1903 einer neugotischen Platz machen. Nur die beiden Statuen des hl. Johann Nepomuk und des hl. Josef erinnerten noch an die alten barocken Zeiten, aber auch diese Statuen wurden 1950 verkauft.

In den Jahren 1983/84 gab es an der Kematinger Kirche umfangreiche Renovierungsarbeiten. Am 15. Juli 1984 feierte der Abt P. Nicolaus Wagner von Michaelbeuern anlässlich der Turmkreuzsteckung einen Festgottesdienst.

Die Gesamtkosten der Arbeiten beliefen sich auf öS 900.000,--, die Bevölkerung leistete rund 2.800 Robotstunden.

Im Juli 1986 besuchte Diözesanbischof Maximillian Aichern anlässlich der Firmung Seewalchen und weihte die neue Glocke der Kematinger Kirche.

Die letzte Renovierung erfolgte 2009 und im Jahr 2013 wurde das Dach der Kirche durch die Kameradschaft der FF Kemating saniert.

Eigene Pfarre

Im Zuge der Josephinischen Kirchenreform wurde in Kemating 1784 eine eigene Pfarre errichtet, welche jedoch nur bis 1791 Bestand hatte. Innerhalb der noch heute bestehenden Friedhofsmauern wurden Bestattungen durchgeführt.

Expositi in Kemating waren

  • P. Gregor Haas 1785-1789
  • P. Florian Seywald 1789-1790
  • P. Nicolaus Achatz 1790-1791

Sage

Über die Erbauung der Kirche gibt es eine alte Sage.

Lage

Quellen

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