Chronik (Seewalchen) 1971-1980

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Aus der Chronik der Marktgemeinde Seewalchen am Attersee 1971 bis 1980.

Inhaltsverzeichnis

Übersicht der gesamten Chronik

Siehe Chronik von Seewalchen

Die Jahre 1971 bis 1975

1971

  • 4.1.1971: Die Gemeinde Lenzing übergibt die Wasserversorgungsanlage der Rosenau an die Wassergenossenschaft Seewalchen.
  • 28.4.1971: Der Tennisclub Seewalchen wird gegründet. Der Fremdenverkehrsverband errichtet in Buchberg neben dem Gasthaus Dachs einen Tennisplatz.
    Präsident wird Johann Hölzli, Vizepräsidenten Hermann Kastinger und Hans Häupl.
  • 4.5.1971: Franz Lachinger, Hatschekstraße, ehemaliger Feuerwehrkommandant (1942-1949) und Ehrenkommandant, verstirbt.
  • 12.5.1971: Die Volkszählung ergibt in Seewalchen a.A. 3835 Einwohner und 1047 Häuser.
  • 16.5.1971: Der ehemalige Bürgermeister Martin Wehinger verstirbt in Vöcklabruck.
  • 4.6.1971: Das Erholungsheim der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Wien wird seiner Bestimmung übergeben. Das Heim ist mit einem Schwimmbad, einer Sauna, Kegelbahnen und erforderlichen Aufenthaltsräumen ausgestattet. Es stehen ca. 45 Gästebetten zur Verfügung.
  • 1.7.1971: Das Amt der oö. Landesregierung hat für die Zeit vom 1.7. bis 31.8. eine jährlich geltende Motorbootsperre erlassen. Von den Badegästen wird diese Maßnahme sehr begrüßt.
  • 4.7.1971: Die Grundsteinlegung zum Bau des evangelischen Pfarrhauses in der Rosenau wird festlich begangen.
  • 26.8.1971: Dr. Heinrich Pärm übernimmt die Stelle des Dr. Klaus Mayr in der Ordination des seinerzeitigen Arztes Dr. Adolf Vogel, Hauptstraße 40.
  • 10.9.1971: Pfarrvikar Geistlicher Rat P. Gerhard König stirbt im 72. Lebensjahr.
  • 11.9.1971: Die Gedenkfeier zum 100. Geburtstag des Dichters Franz Karl Ginzkey wird mit einem feierlichen Requiem eingeleitet. Oberhalb des Litzlberger Kellers wird ein Denkmal in Form einer Granit-Stele errichtet.
    Die Stele wurde vom Linzer Künstler Franz Kirchmayr in einem Symposium in St.Georgen/Gusen geschaffen. Der Preis betrug S 120.000,--.
  • 19.12.1971: Die Firma Franz Moser OHG. nimmt in Pettighofen ihre Kleiderfabrik (Kinderbekleidung) in Betrieb.
  • Im Jahre 1971 übergibt Rudolf Hemetsberger, Hauptstraße 13, sein Friseurgeschäft an seinen Sohn Rudolf.

1972

  • 10.1.1972: Baubeginn des Attersee-Klauswehrs.
  • 24.1.1972: Der Gemeinderat beschließt den Flächenwidmungsplan für das gesamte Gemeindegebiet.
  • 17.2.1972: Die alte Agerbrücke (Bogenbrücke 1914-1972) wird gesprengt.
  • 28.4.1972: Durch Schlechtwettereinbruch kommt es auf dem Kematinger Berg auf der Autobahn zu einer Massenkarambolage mit 18 PKW. 25 verletzte Personen müssen in die Krankenhäuser Vöcklabruck und Wels eingeliefert werden.
  • Juni 1972: Das Jugend-Rot-Kreuzheim Litzlberg wird erweitert (2. Erweiterungsbau).
  • 21.7.1972: Vom Landesfeuerwehrkommando wird der Frw. Feuerwehr Seewalchen a.A. ein Ölalarmfahrzeug zur Verfügung gestellt. Die Frw. Feuerwehr Seewalchen wird vom Landes-Feuerwehrkommando zum Ölarm-Stützpunkt für den Bezirk Vöcklabruck nominiert.
  • 11.8.1972: Infolge der plötzlichen Sichtbehinderung durch Rauch des brennenden Mülls in der Müllgrube kommt es zu einem tödlichen Verkehrsunfall auf der Autobahn bei der Agerbrücke.
  • 23.8.1972: Anlässlich der Olympischen Spiele in München wird das Olympische Feuer vom Sportler Franz Schein, Reichersberger Straße 10, durch den Ort getragen.
  • 19.11.1972: Obermedizinalrat Dr. Fritz Seifert stirbt im 82. Lebensjahr. Er war von 1920 bis 1955 Gemeindearzt.
    Von 18 Interessenten wird der ESV (Eisschützenverein) Seewalchen gegründet.

1973

  • 31.1.1973: Franz Thomas, Reichersberger Straße 13 eröffnet seinen Herrenkleidermacher-Betrieb.
    Im August 2004 geht das Gewerbe auf seine Frau Hildegard Thomas über.
  • 4.2.1973: Die Gastwirtin Elisabeth Stallinger verstirbt im 72. Lebensjahr.
  • 8.4.1973: Erstmals Wahlen zum röm.-kath. Pfarrgemeinderat. Franz Sumereder, Atterseestraße, wird vom Pfarrgemeinderat zum Vorsitzenden gewählt.
  • 29.4.1973: In Anwesenheit der Gemeindevertretung und unter Teilnahme der Bevölkerung werden von P. Gabriel Sax drei neue Feuerwehreinsatzfahrzeuge gesegnet. 81 Feuerwehrmänner und die Musikkapelle stellen sich am Gemeindevorplatz auf.
  • Im Mai 1973 wird das neue Klauswehr an der Ager in Betrieb genommen.
  • 22.6.1973: Im Auszughaus des Fritz Voglhuber, Kemating 13, bricht ein Brand aus. Die Einwohner, die Familie Scheichl, konnten gerettet und der Brand konnte lokalisiert werden.

Großbrand

26.6.1972: Ein Großbrand vernichtet die Lagerhallen der Schuhfabrik Kastinger. Die Brandursache war Funkenflug bei Schweißarbeiten. In den Hallen waren Lacke, Klebemittel und Kunststoffe gelagert. Schaden: 25 Mio. S. Bei der Brandbekämpfung wird der Feuerwehrmann Wilhelm Aicher, Attersee, schwer verletzt. ________________________________________________________________________________________________________

  • 27.6.1973: Die Wassergenossenschaft Steindorf schließt sich der Wassergenossenschaft Seewalchen an.
  • 2.7.1973: Um 1.30 Uhr bricht in der Reithalle des Franz Fürthauer, Haining, ein Brand aus. Die Pferde können in Sicherheit gebracht werden. Die Brandbekämpfung ist schwierig, das Wasser muss vom See zur Brandstelle gepumpt werden.
    Schaden: Rund 1 Mio. S; Brandursache: Selbstentzündung des Heus.
  • 22.7.1973: In der Rosenau wird das neue Pfarrhaus eingeweiht.

Neue Volksschule

  • Am 2.9.1973 wird die neue Volksschule, Schulweg 17, eröffnet.
    Der Weg zu einem neuen Volksschulgebäude dauerte beinahe 15 Jahre und ist untrennbar mit dem Engagement von Direktor Oberschulrat Walter Pitter verbunden. In vielen Sitzungen des Ortsschulausschusses und des Gemeinderates wurde diese Angelegenheit oft behandelt, ausgehend von Überlegungen einer Erweiterung bis zur Eröffnung war es ein weiter Weg.
    • Nach ersten Verhandlungen musste im Februar 1961 wegen der steigenden Schülerzahlen ein Raum in der Müller-Villa adaptiert werden. Im Schuljahr 1961/62 mussten 2 Klassen im Wechselunterricht geführt werden.
    • Am 25. November 1965 wurde der Kaufvertrag zwischen der Gemeinde und dem Pfarramte über den Schulbaugrund abgeschlossen. Für die neue Volksschule wurde ein Grundstück mit 11.912 m² um 1,429 Mio. S gekauft. Die Verkaufsverhandlungen waren schwierig, weil über den Standort der Schule neben der Kirche oder im westlichen Pfarrerfeld keine Einigung erzielt werden konnte.
    • Am 25. Oktober 1966 wurde ein allgemeiner Architektenwettbewerb für den Neubau einer 13-klassigen Volksschule ausgeschrieben.
      Mehr als 50 Architekten haben sich am Wettbewerb beteiligt. Vom Gemeinderat wurde vorgeschrieben, dass die Baukörper zumindest mit einem leicht geneigten Dach zu planen sind. Die Landesregierung wollte jedoch den Architekten freie Hand lassen. Der Gemeinderat fasste einen Beharrungsbeschluss und lehnte Flachdächer grundsätzlich ab. Dies war der Anlass, dass nur 27 Projekte zur Begutachtung vorgelegt wurden.
      Mit der Planung wurde schließlich Architekt Walter Schmutzer beauftragt. Die Baukosten wurden auf ca. 14 Mio. S geschätzt.
    • Die Bauarbeiten begannen am 1.6.1970.
    • Im Schuljahr 1972/73 wurde das Haus bezogen, auch eine Sonderschulklasse wurde errichtet.
  • Am 2.9.1973 wurde die neue Volksschule durch Landeshauptmann Dr. Wenzl offiziell eröffnet.
    Die Kosten betrugen letzlich 21 Mio. S (dazu kam noch der Grund), wobei die Landesunterstützung 7,7 Mio. betrug.

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  • 5.9.1973: Der langjährige Vorarbeiter und Kraftfahrer der Gemeinde Rupert Rauchenzauner stirbt im 70. Lebensjahr.
  • September 1973: Zum ersten Mal besuchen Schüler aus Timelkam, Lenzing, Schörfling, Gampern, Weyregg, Aurach, Steinbach und Seewalchen a. A. (insgesamt 147 Schüler) die Polytechnische Schule in Seewalchen, die im Keller des neuen Volksschulhauses untergebracht ist.
  • 10.10.1973: Der Gemeinderat stellt für die Aufbahrungshalle Rosenau S 23.355,-- zur Verfügung.
  • Im Oktober 1972 wird der Elisabeth-Brunnen (beim Stallinger) geweiht.
    Die Kosten für die Errichtung des Ortsbrunnens übernahm die Gemeinde.
  • Ein Teil der Reichersberger Straße wird in „Dr.-Fritz-Seifert-Straße“, der Müllnerweg in der Rosenau in „Langauweg“ und der sogenannte Zottiweg in „Dr.-Rudolf-Schuh-Straße“ umbenannt.
  • Der Gemeinderat spricht sich dafür aus, nach Umlegen der Attersee-Bundesstraße vom Litzlberger Keller bis nach Unterbuchberg das Straßenstück von der Gemeinde zu übernehmen.
    Die Neutrassierung der Attersee-Bundesstraße (in größerer Entfernung vom See) wurde vom Bautenministerium bereits genehmigt.
    (Anmerkung: Der Bau der Umfahrungsstraße fiel der Ölkrise zum Opfer.)
  • Vor den Wahlen 1973 beginnen die Parteien (nachdem bisher eher nur zu besonderen Anlässen Informationen erschienen waren) mit der Herausgabe meist vierteljährlicher Gemeindezeitungen:
    • SPÖ: Seewalchner Gemeindebote
    • ÖVP: Seewalchen aktuell
    • FPÖ: Der Gummihammer
  • 21.10.1973: Gemeinderatswahlen: SPÖ: 996 Stimmen (12 Mandate), ÖVP: 619 (8), FPÖ: 197 (2), UGS 295: (3)
    UGS = Unparteiische Gemeindeliste Seewalchen a.A. (F. Moser).
  • 5.11.1973: Vizebürgermeister Moser verzichtet auf sein Mandat.
  • 7.11.1973: Bürgermeister Alois Ulm (SPÖ) wird neuerlich gewählt. Vizebürgermeister werden Josef Limberger (SPÖ), Alois Hemetsberger (ÖVP) und Hannes Katamay (UGS).
  • 15.-17.11.1973: Starker Regen und Föhneinbruch mit der damit verbundenen Schneeschmelze verursachen Hochwasser. In der Nacht vom 15. auf 16.11. steigt der See um 12 cm.
  • Dezember 1973: Ölkrise
    Infolge der Ölkrise ist zu wenig Heizöl vorhanden, es kommt zu Angstkäufen. Dasselbe gilt für Zucker, Reis, Teigwaren und Speiseöl. Benzinknappheit führt zur Einführung des „autofreien Tages“ (Pickerl).
    An den Autos war eine Plakette anzubringen, an der ein Wochentag bezeichnet war. An diesem Tag durfte mit dem PKW nicht gefahren werden. Nach einigen Monaten wurde die Aktion wieder beendet.
  • 8.12.1973: 1. Seewalchner Adventsingen im Pfarrsaal unter Kapellmeister Franz Sumereder. Die Mitwirkenden sind fast ausschließlich aus Seewalchen.
    In der Mettennacht 1972 wurde unter Franz Sumereder die Bauernmette von Anette Thoma in der Pfarrkirche aufgeführt. Daraus entstand die Idee jährlich ein Adventsingen zu veranstalten: Neben Sumereder waren Rudolf Hemetsberger und Alfred Wimmer Gestalter dieser Veranstaltung. Am 14.12.1997 fand das letzte Adventsingen unter Hemetsberger u. Wimmer statt.
  • 13.12.1973: Der Gemeinderat beschließt, die bisherige Müllgrube neben der Autobahnbrücke (nördlich der Einmündung der späteren Gamperner Bezirksstraße in die Bundesstraße) aufzulassen. Künftig soll der Müll in die Deponie der Fa. Kröpfl nach Attnang gebracht werden.
  • 19.12.1973: Der ehemalige Bürgermeister Johann Dachs, Ainwalchen, verstirbt im 84. Lebensjahr. Er war ab Oktober 1934 Reichskommissär und dann bis 1938 (bis zur Enthebung durch die Nationalsozialisten) und vom 18.5.1945 bis zum 24.10.1946 Bürgermeister.
  • Im Jahr 1973 wird das Kettl-Haus (Steindorfer Straße) abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
  • Im Jahre 1973 wird mit dem Zubau zum Amtshaus (Bauhof, Musikverein, Wassergenossenschaft) begonnen. Die Kosten betragen rund 3, 8 Mio. S.

1974

  • Nach dem Ausbau der Agerbrücke und der Attersee-Bundesstraße wird im Bereich der Kreuzung Attersee-Bundesstraße-Seeleiten-Bundesstraße eine Ampelanlage errichtet.
  • 1.1.1974: Die Umgemeindung von 3,6 ha Grund an die Gemeinde Lenzing wird rechtswirksam. Neben dem Gebiet des Wasserturmes (4.278 m²), einem Siedlungsgrund im südlichen Neubrunn (12.000 m²) und dem Friedhof (ca. 2 ha) wird auch die Grenzbrücke: Oberachmann-Pettighofen (54 m²) an die Gemeinde Lenzing übergeben.
  • 1.1.1974: Die Kosten des Mülltransportes zur Mülldeponie Attnang erfordern die Erhöhung der Müllabfuhrgebühr von S 16,-- auf S 32,-- pro Tonne.
  • 4.2.1974: Der Gemeinderat beschließt, der Wassergenossenschaft Seewalchen a.A. und dem Roten Kreuz Kanzleiräume zur Verfügung zu stellen. Im Amtshauszubau sind nun Musikerheim, Wassergenossenschaft, Rotes Kreuz, ARBÖ, Standesamt und Bauhof untergebracht.
  • Im Februar 1974 errichtet die Fa. Legat in Seewalchen ihren Karosseriebetrieb (1. Halle).
  • April 1974: Das bekannte Gasthaus „Seewirt“ wird abgetragen und eine Fremdenpension (Gasthaus und Pension Astecker) errichtet (heute Raiffeisenkasse).
    Ab ca. 1988 gibt es keinen Gasthausbetrieb mehr und in der Pension werden Asylanten untergebracht. Die Gewerbeberechtigung erlischt am 10. Mai 2001.
  • April 1974: Mit dem Bau der Kläranlage des Reinhaltungsverbandes in Lenzing wird begonnen. Die Gesamtkosten werden auf 200 Mio. S geschätzt.
  • 8.5.1974: Diözesanbischof DDr. Zauner nimmt in der Pfarrkirche die Firmung vor.
  • 27.5.1974: Der Gemeinderat genehmigt den Ankauf einer Buchhaltungsmaschine um S 450.000,--.
  • Die Wasserrettung bekommt für das Motorboot im Bootshaus (Strandbad) einen weiteren Einstellplatz und einen Dienstraum.

Versteigerung der Insel Litzlberg

Im Juni/Juli 1974 wird die Insel Litzlberg versteigert. Schätzwert: 30 Mio. S.
Da 24 Jahre nach dem Tod des Besitzers der Insel Litzlberg, dem Apothekenbesitzer Erwin Böhler, sich die 5 Erben nicht einigen konnten, wurde vom Bezirksgericht Vöcklabruck die „Feilbietung” angeordnet. Es meldeten sich zwar rund 30 Interessenten, aber kein Kaufinteressent, der schließlich das Schloss um 10,3 Mio. S.(10,3 Mio: Insel; 3,7 Mi. für den rund 2111 m² großen Brückenkopf) ersteigert hätte.
Das Schätzgutachten lag bei 12 Mio. S, wegen eines bestehenden Wohnrechts wurde ein Abzug veranschlagt.
Ende Juli kaufte der Industrielle Karl Leitl die Insel um 8,8 Mio. S.
Als Kaufinteressent soll auch der UN-Generalsekretär Dr. Kurt Waldheim aufgetreten sein.
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  • 29.6.1974: Ein von der Fa. Stern & Hafferl, Gmunden, angekauftes Schiff mit einem Fassungsraum von 200 Personen wird in Betrieb genommen.
  • Juni 1974: Die Raiffeisenkasse übersiedelt in das neue Dienstgebäude. Das Gebäude wurde an der Stelle des ehemaligen „Hamburgerhauses“, Hauptstraße 16, errichtet. Von der Planung wird behauptet, das Haus sei sowohl außen als auch innen ein Glanzstück moderner Architektur, die Bevölkerung behauptet, es sei eine Verschandelung des Ortsbildes.
  • 15.8.1974: An der bereits zur Tradition gewordenen Seeprozession nimmt auch Bischof DDr. Zauner teil. Pfarrer P. Gabriel Sax gestaltet die Prozession. Die Atterseeschiffe „Unterach“, „Attergau“ und „Attersee“ sind mit Prozessionsteilnehmern voll besetzt.
  • 14.9.1974: Notar Georg Reiter (62), Rosenau, verunglückt tödlich.
  • 15.-17.9.1974: Josef (Joe) Lachinger (21), Hauptstraße, wird bei den Friseur-Weltmeisterschaften in Wien Weltmeister.
  • 12.12.1974: Ergiebige Regenfälle, die seit 4.12. anhalten, führen zu Überschwemmungen. Ufermauern, Bootshütten und Stege werden stark beschädigt. Pegelstand: 212 cm (normal 141 cm).
  • Dezember 1974: Das Jahr 1974 hatte nur 1586 Stunden Sonnenschein und war damit das sonnenärmste Jahr seit 1915.
  • Dezember 1974: Ein Rückgang der in der Landwirtschaft arbeitenden Bevölkerung tritt ein:
    • 1934: 37,4 %
    • 1961: 20,1 %
    • 1971: 13,2 %
    • 1974: 12,0 %
  • Dezember 1974: Von der OECD wird die hohe Wasserqualität des Attersees gepriesen. Durch Errichtung von Kläranlagen und Ringkanalisation soll die günstige Wasserqualität für spätere Generationen erhalten bleiben.
  • Dezember 1974: Zur Verhinderung von Unfällen wird entlang der Autobahn im Gemeindebereich ein Wildzaun errichtet.

1975

  • 17.2.1975: Der Gemeinderat beschließt, die Häuser Waldweg 1 und 3 mit ca. 3000 m² Grund zur Errichtung von Eigentumswohnanlagen um S 595.000,- an die LAWOG zu verkaufen (heute LAWOG, Dr.–R.-Schuh-Straße 29 u. 31).
  • Februar 1975: Im Zuge der Durchführung des Konzeptes zur Reinhaltung des Attersees wird mit dem Ausbau der 27 km langen Seeringleitung begonnen. Kosten: 450 Mio. S.
  • 10.-23.3.1975: In dieser Zeit findet eine röm.-kath. Volksmission statt.
  • 24/25.3.1975: Plötzlicher Wintereinbruch ist die Ursache einer Massenkarambolage auf der Autobahn, Kematingerberg. 22 Fahrzeuge werden schwer beschädigt.
  • 16.4.1975: Der Gemeinderat beschließt den Ausbau des Seebades Litzlberg (sanitäre Anlagen) und die Verpachtung des Buffets an Karl Huber.
  • 31.5.1975: Der Volksschuldirektor i.R. und Aquarellist Anton Schmoller verstirbt in Seewalchen im 80. Lebensjahr.
    Schmoller war, mit Unterbrechungen, seit 1920 Lehrer und Volksschuldirektor in Seewalchen a.A..
    Bekanntheit erlangte er weit über die Gemeinde hinaus als Maler der Atterseelandschaft.
  • 16.6.1975: Die Ortsgruppe Seewalchen des ARBÖ wird gegründet. (Ende 2006 wird sie aufgelöst.)
  • Sommer 1975: Die 13-jährige Pia Scheucher, Hauptstraße 30, wird bei den Staatsmeisterschaften im Wasserski am Ossiacher See Staatsmeisterin im Springen.
  • 3.9.1975: Das Anwesen der Ehegatten Felix und Karen Mayr, Gerlham 11, wird durch Blitzschlag eingeäschert. Schaden: 1,5 Mio. S.

Wohnanlage Hauptstraße 17 (Rosenauer, Haus des Fremdenverkehrs)

  • Der Gemeinderat beschloss am 11.2.1971 das „Haus des Fremdenverkehrs“ (Hauptstraße 17) an die LAWOG zur Errichtung von 40 Eigentumswohnungen zu verkaufen.
    Der sogenannte Rosengarten sollte im Besitz der Gemeinde verbleiben. Ein Monat später konstituierte sich ein Komitee zur Erhaltung des Fremdenverkehrshauses: Das Gasthaus solle erhalten bleiben und an diesem Platz kein Wohnbau entstehen.
    In einer Unterschriftenaktion (ca. 800 Unterschriften) sprachen sich zahlreiche Bürger gegen diese Pläne aus und intervenierten bei der Landesregierung. Die geplante Wohnanlage wurde dann um 1 Stockwerk reduziert.
  • Am 9.2.1975 veranstaltete der ATSV Seewalchen im Haus des Fremdenverkehrs den letzten Ball, der Veranstaltungssaal wurde dann am Aschermittwoch, dem 12.2.1975, abgebrochen.
  • Am 27.9.1975 wurde die LAWOG-Wohnanlage Hauptstraße 17 mit 33 Eigentumswohnungen, Arztordination, Mutterberatungsstelle, Fremdenverkehrsamt und einem Geschäft eröffnet.
    Die Gesamtnutzfläche beträgt 3.643 m², die Baukosten beliefen sich auf 19,5 Mio. S.

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  • 22.10.1975: Beschluss über Regulierung des Kraimserbaches.
    Die Regulierung des Kraimserbaches war bereits 1926 vorgesehen. Wegen der damaligen Robotleistungen anlässlich der Brandkatastrophe in Steindorf wurde die Bachregulierung zurückgestellt. Jetzt wird sie durchgeführt
  • 20.11.1975: Alois Ulm schließt die Bäckerei in der Hauptstraße 9 (die er seit 1959 führte).
  • 10.12.1975: Dr. G. Seifert eröffnet seine Arztpraxis im LAWOG-Haus, Hauptstraße 17. Zuvor war die Praxis im „Doktorhaus“, Kirchenplatz 3.
  • 17.12.1975: Amtsrat Josef Nöhmer tritt in den Ruhestand.
    Rudolf Romankiewicz wird (mit 1.1.1976) zum neuen Amtsleiter bestellt.
  • 1975 wird die Goldhaubengruppe gegründet. Obfrau wird Friedl Kolm, Seyrlstraße.
Rechnungsabschluss 1975:
 Ord. Haushalt: Einnahmen: 19,634 Mio. S; Ausgaben: 19,264 Mio. S
 Außerord. Haushalt: Einnahmen: 11,369 Mio. S; Ausgaben: 10,752 Mio. S

Die Jahre 1976 bis 1980

1976

  • 1.1.1976: Johann Schmidt tritt in den Gemeindedienst.
  • 14.1.1976: Das Wohnhaus des Josef Lachinger, Litzlberg, brennt ab.
    Es war das ehemalige Bootshaus des Anwesens Andorff-Westen. Es stand ursprünglich am Platz des Strandbades. In den 50-er Jahren wurde es über den See nach Litzlberg gebracht.
  • 22.2.1976: Der Druschverein beschließt, sein gesamtes Inventar der Frw. Feuerwehr Seewalchen zur Verwertung zu übergeben.
  • 21.4.1976: Die Gemeinde kauft das ehemalige Gebäude der Raiffeisenkasse Seewalchen a.A. (Raiffeisenplatz 1, heute Rathausplatz) um 1 Mio. S.
  • 6.5.1976: Kurz nach 21.00 Uhr ist ein Erdbeben spürbar. Namhafte Schäden gibt es jedoch nicht.
    In der norditalienischen Provinz Friaul kommt es jedoch zu katastrophalen Verwüstungen.
    Im Mai 1976 verbringen 55 Kinder aus dem Erdbebengebiet Friaul einen Erholungsurlaub im Jugendrotkreuzheim Litzlberg.
  • Im Mai 1976 eröffnet Renate Breit in der Hauptstraße 9 eine Modeboutique (früher Bäckerei Ulm).
  • 7.6.1976: Die 500-Jahrfeier der Pfarrkirche Seewalchen wird mit einer Festwoche begangen . Es finden religiöse Veranstaltungen, die Firmung, Vorträge und eine Fahrzeugweihe statt.
  • 11.6.1976: Die Inbetriebnahme der Anlagen des Reinhaltungsverbandes Attersee erfolgt unter Teilnahme zahlreicher Ehrengäste, darunter Bautenminister Moser, Landeshauptmann Dr. Wenzl und LhStv. Dr. Hartl, und der Bevölkerung der Atterseegemeinden.

Wappen

Am 10.7.1976 erfolgt die feierliche Überreichung des Gemeindewappens durch Landeshauptmann Dr. Erwin Wenzl und LhStv. Dr. Rupert Hartl an Bürgermeister Alois Ulm im Beisein zahlreicher Ehrengäste und Zuschauer.
Umrahmt wird das Fest von den 3 Feuerwehren der Gemeinde, dem Roten Kreuz, dem Ruder- und dem Tennisklub in ihren Dressen, dem Kameradschaftsbund und der Jägerschaft. Die Union-Reitergruppe aus Haining, die Goldhaubengruppe und die Rosenauer Trachtengruppe in ihren schönen Siebenbürger Trachten geben dem Fest ein farbenfrohes Gepräge. Die anwesenden Schuhplattler, die Schüler der Volks-, Haupt- und Polytechnischen Schule konnten die geplanten Darbietungen wegen des einsetzenden Regens nicht vortragen.
Unter den Klängen von „Hoamatland“, gespielt von der Ortsmusikkapelle unter der Leitung des Kapellmeisters Franz Sumereder, wird die grün-gelb-rote Gemeindefahne mit dem Gemeindewappen - auf grünem Grund über 3 silbernen Wellenleisten ein schwebendes goldenes Tatzenkreuz - gehisst.
Der Wappenentwurf wurde nach einer Idee von Reg. Rat Leo Schreiner und P. Dr. Heinrich Scharl von Gerhard J. Zopf ausgearbeitet. In Anlehnung an das Wappen des Abtes Maurus Riha vom Stift Michaelbeuern symbolisiert das Kreuz die Bedeutung Seewalchens als Urpfarre und die enge Verbindung mit dem Stift. Das Grün des Wappenschildes symbolisiert den landwirtschaftlichen Charakter und den Erholungsraum, die silbernen Wellen den See.
Die oö. Landesregierung hat am 3.5.1976 der Gemeinde Seewalchen das Recht zur Führung dieses Wappens verliehen. ________________________________________________________________________________________________________

  • 5.9.1976: Der Kindergartenneubau am Schulweg wird seiner Bestimmung übergeben.
    Auf 3.000 m² wurde um 3,9 Mio. S ein Gebäude mit 2 Gruppenräumen sowie 2 kleinen Wohnungen errichtet. Die Gesamtkosten betrugen rund 7 Mio. S.

Badeplatz Litzlberg

November 1976: Aufgrund einer Resolution vom Oktober 1976, die die Junge Generation der SPÖ an die Landesregierung und verschiedene Zeitungen richtet, erklärt sich der Herausgeber der Kronenzeitung Hans Dichand bereit, seinen jüngst erworbenen Seegrund und die Schweiger-Villa in Litzlberg 27 ohne Gewinn an die oö. Landesregierung weiterzuverkaufen.
Im März 1977 wird auf Wunsch der Öffentlichkeit vom Land Oberösterreich die Liegenschaft Schweiger-Villa um 28 Mio. S zur Errichtung eines öffentlichen Badeplatzes angekauft.
Am 7.8.1978 stellt das Land Oberösterreich das 28.400 m² große Grundstück der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Am 11.8.1979 wird die Erholungsanlage Litzlberg durch LhStv. Possart eröffnet.
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1977

  • 1.1.1977: Gottlieb Oberndorfer, Hatschekstraße, übergibt seine Bäckerei an seinen Sohn Rudolf.
  • Februar 1977: Die Durchpressungsarbeiten für den Kanal in der Autobahnunterführung (Müllnerweg) werden abgeschlossen.
  • Februar 1977: Von den 52 Gemeinden des Bezirkes Vöcklabruck steht die Gemeinde Seewalchen a. A. mit einer Kopfquote der Gemeindeeinnahmen von S 3.210,-- an 15. Stelle.
  • 3.6.1977: Der Surfclub Seewalchen (später Segel-Surf-Club Seewalchen) wird gegründet.
    Die ersten Clubhäuser sind das Bootshaus Soupper an der Promenade und später bei der Menschik-Villa. Schließlich übersiedelt der Verein auf das Gelände der Schweiger-Villa in Litzlberg. Erfolgreichste Sportlerin war Ulli Huber als Weltmeisterin der Windglider.
  • Juni 1977: Taucher finden in der Buchberger Bucht Geräte und Werkzeuge, die auf die Existenz eins Pfahlbaudorfes schließen lassen.
  • 26.7.1977: Die landwirtschaftlichen Anwesen Egger, Steindorf 13, und Lohninger, Steindorf 14, werden ein Opfer der Flammen. Brandursache ist Heu-Selbstentzündung im Anwesen Egger.
    Der Besitzer des Hauses Steindorf 14, Ludwig Lohninger, kann die Katastrophe nicht verkraften und begeht am 16.10.1977 Selbstmord.
  • 11.8.1977: Pfarrer P. Gabriel Sax wird bei einem Autounfall (Abfahrt vom Stilfser-Joch in Südtirol) tödlich verletzt. Er wird im Friedhof Seewalchen beigesetzt.
  • August 1977: In einer Rekordzeit von 3 Monaten wird das Unterhaltungslokal Metzger in Steindorf errichtet. Der Saal mit 462 m² fasst ca. 430 Personen.
  • 11.9.1977: Der evangelische Pfarrer Mathias Schuster feiert seinen Abschiedsgottesdienst.
    Sein Nachfolger Volker Petri tritt am 1.9.1977 sein Amt an.
  • 15.9.1977: Dechant Josef Reiter, Aurach, wird zum Pfarrprovisor in Seewalchen bestellt. Mit gleichem Zeitpunkt wird P. Leopold Strobl vom Stift Michaelbeuern Kooperator in Seewalchen.
  • September 1977: Im Gemeindegebiet beginnen die Arbeiten zur Verlegung eines Fernsehkabels durch die Firma Nöhmer. Das Fernsehkabel ermöglicht vorerst den Empfang von 5 Fernseh- und 6 UKW Radio-Programmen.
    (20 Jahre später sind es rund 30 Fernseh- und 20 Hörfunkprogramme.)
  • 2.10.1977: Im Gasthaus Metzger, Steindorf, findet erstmals der Landesaltentag in Seewalchen statt.
  • 11.-18.11.1977: Das Bundesheer führt im Raum Attergau Manöverübungen durch. Rund 12.000 Mann mit 1.700 Fahrzeugen und 70 Flugzeugen sind im Einsatz.
  • November 1977: In der Haidacher-Straße (heute Gamperner Bezirksstraße) nächst der Autobahnunterführung wird eine Lagerhalle (Bauhof) zur Unterbringung der Geräte errichtet.
  • Dezember 1977: Die Firma Haase-Öltank errichtet in Seewalchen auf den Gründen der ehemaligen Mülldeponie ein Zweigwerk für Öltankfabrikation.
  • Zu Weihnachten 1977 wird in der Pfarrkirche der aus Aurach stammende Volksaltar aufgestellt.

1978

  • 1.1.1978: Mit Blitz und Donner sowie heftigem Schneegestöber beginnt das neue Jahr. Durch das starke Wintergewitter in der Silvesternacht kommt es zu Stromausfällen, die teilweise am Neujahrstag andauern. Auf der Autobahn kommt es zu Massenkarambolagen.
  • März 1978: Im Gemeindegebiet werden mehrere Altglasbehälter aufgestellt.
  • 18.4.1978: Der Gemeinderat verbietet das Rasenmähen an Sonn- und Feiertagen.
  • 22.4.1978: Rund 900 Jungmänner aus verschiedenen Garnisonen Oberösterreichs werden in Seewalchen angelobt.

Markterhebung

Am 9.5.1977 verleiht die oö. Landesregierung der Gemeinde Seewalchen das Marktrecht.
Mit einer Festwoche vom 22.-28.5.1978 feierte Seewalchen die Markterhebung.
Die gesamte Festwoche mit kulturellen Darbietungen, waren Ereignisse, die unvergesslich bleiben.
Verschiedene kulturelle Veranstaltungen, ein ökumenischer Gottesdienst und ein großartiger Festzug durch den gesamten Ort waren die Höhepunkte des Festes. In einem Festakt erhielt Alois Ulm vom Landeshauptmann die Markturkunde überreicht.
Zu den Markterhebungsfeierlichkeiten wurde auch der langersehnte Kultursaal sowie das neue Feuerwehrdepot fertiggestellt.
Die Planung erfolgte durch Architekt Prof. Walter Schmutzer, die Bauarbeiten wurden von der Fa. Schönleitner, St. Georgen, die Zimmermannsarbeiten von der Fa. Ploner, Seewalchen, durchgeführt.
Zur Markterhebung wurde auch eine Festschrift erstellt und an die Bevölkerung verteilt.
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  • 22.5.1978: Zum jährlichen Fest des Gustav-Adolf-Vereines kommen 1000 Christen in die Rosenau.
  • 31.5.1978: Frieda Roither schließt ihre Gemischtwarenhandlung in der Hauptstraße 4.
    (Das Geschäft hatte sie seit November 1946)
    Rudolf Oberndorfer eröffnet in den Geschäftsräumen eine Filiale seiner Bäckerei.
  • 5.6.1978: Der Kaufmann i.R. und ehemalige Bürgermeister-Stellvertreter Karl Brunner, Seyrlstraße 5, verstirbt im 74. Lebensjahr.
  • 5.6.1978: Regierungsrat Leo Schreiner stirbt im 88. Lebensjahr.
    Mit dem Tode Schreiners endet ein Jahrhundert Seewalchner Bau- und Familiengeschichte.
    Er wohnte seit 1895 im Sommer und seit 1956 den größten Teil des Jahres in der Seewalchner Villa an der Promenade. Aufgrund seiner Erinnerungen und Aufzeichnungen sowie einschlägiger Behelfe ergänzte er die Gemeindechronik.
  • 26.6.1978: Wilhelm Bauer, Steindorf, und fünf weitere Alpinisten starten eine dreimonatige Expedition auf den 8125 m hohen Nanga Parbat im Himalaja.
  • Juni 1978: Die Fußballmannschaft des ATSV Seewalchen wird Meister der 2. Klasse Süd.
  • August 1978: Der von den Fremdenverkehrsgemeinden neu geschaffene Westwanderweg zwischen Seewalchen und Unterach wird seiner Bestimmung übergeben.
  • August 1978: Im Bereiche der Insel Litzlberg werden im Seegrund die Reste eines bisher unbekannten Attersee-Pfahlbaudorfes entdeckt.
  • 1.10.1978: Oberschulrat Dir. Walter Pitter tritt in den Ruhestand, Maximilian Zweimüller wird mit der provisorischen Leitung der Volksschule Seewalchen betraut.
  • 1.-14.10.1978: Die Rosenauer Musikkapelle ist auf einer Kanada-Tournee in Kitchener.
  • Oktober 1978: Nach 108 Jahren dient der Attersee-Dampfer „Unterach“ aus.
    Seit 1870 hatte das Schiff in rund 26.000 Fahrten 1,5 Mio. Gäste befördert und rund 520.000 km zurückgelegt. Kaiser Franz Joseph war einer der prominentesten Gäste (25.8.1902).
  • 18.11.1978: Im Kultursaal wird erstmals das Cäcilienkonzert der Marktmusik gespielt.
  • 2.12.1978: Nach langjähriger Pause tritt die Dilettanten Theatergesellschaft wieder an die Öffentlichkeit. Unter der Leitung des Kellerwirtes Franz Kroiß wird das Volksstück „Seine Majestät, der Dickschädel“ aufgeführt.
  • 29.12.1978: Der Fleischhauer Hans Pieringer, Schulweg 1, tritt in den Ruhestand.
  • Ende des Jahres schließt die Modeboutique (Renate Breit) in der Hauptstraße 9.

1979

  • In Österreich gibt es am Neujahrstag den extremsten Temperatursturz seit Menschengedenken. Innerhalb weniger Stunden fällt die Temperatur von +10° um 25 Grad.
  • 7.1.1979: Der Attersee friert nach vielen Jahren zum Teil zu.
  • 10.4.1979: Der Gemeinderat beschließt, vom Stift Michaelbeuern einen Grund für den Hauptschulneubau anzukaufen.
  • Mai 1979: Erstmals erscheint der röm.-kath. „Seewalchner Pfarrbote”.
  • 8.5.1979: Die Gemeinde sucht beim Amt der oö. Landesregierung um Verleihung des Marktrechtes (Jakobimarkt) an.
  • 8.6.1979: Das neue Atterseeschiff „Stadt Vöcklabruck“ (später auch „Klimt-Schiff genannt) wird von einem Tieflader in den See gehoben.
    Das Schiff hat eine Länge von 35 m und bietet Platz für 155 Personen sowie 227 Personen über Deck. Die Kosten belaufen sich auf 5,8 Mio. S.
  • 10.6.1979: Die Renovierungsarbeiten der Buchberger Kirche werden abgeschlossen. Dach, Turm und Fassade werden erneuert.
    Rund 2000 Stunden wurden Robot geleistet, das Holz für die Turm- und Dachkonstruktion wurde gespendet.
  • 30.6.1979: Das neue Feuerwehrzeughaus in Steindorf wird eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Die Feuerwehrkameraden leisteten ca. 4500 freiwillige Arbeitsstunden.
  • 30.6.1979: Die Agerbrücke in Pettighofen (früher Grenzbrücke Lenzing-Seewalchen) wird feierlich eröffnet.
  • 10.7.1979: Dr. Johann Huber eröffnet seine Zahnarztpraxis in der Steindorfer Straße.
  • 1.9.1979: Dir. Josef Schuster, Dr.-R.-Schuh-Straße, übernimmt die Leitung der Volksschule Seewalchen.
  • 21.9.1979: Das Landesfeuerwehrkommando übergibt der Frw. Feuerwehr Seewalchen ein Katastrophenhilfsdienstboot.
  • 7.10.1979: Gemeinderatswahlen:SPÖ: 1074 Stimmen (12 Mandate), ÖVP: 583 (7), FPÖ: 283 (3), UGS: 226 (2), FBS: 162 (1)
    UGS = Unparteiische Gemeindeliste Seewalchen [H. Katamay]
    FBS = Freie Bürgerliste Seewalchen [Gerhard J. Zopf]
  • 10.10.1979: Ein Brand im Kaufhaus Neuhofer, Hauptstraße 14, richtet einen Schaden von ca. S 400.000.-- an.
  • 15.10.1979: Baubeginn der Hauptschule.
  • 3.11.1979: Alois Ulm (SPÖ) wird wieder zum Bürgermeister gewählt, 1. Vizebürgermeister wird Josef Limberger (SPÖ), 2. Vizebürgermeister Alois Hemetsberger (ÖVP)

1980

  • 1.1.1980: Der Kommandant des Autobahngendarmeriepostens Seewalchen, Karl Grubauer tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Gustav Etzl.
  • 13.3.1980: Die Ehegatten Kroiß verkaufen den Litzlberger Keller an die Familie Danter, die mit 1.5.1980 den Betrieb übernimmt.
  • Im April 1980 läuft der Vertrag mit der Aral-Tankstelle in der Atterseestraße 45 aus.
    Die Gaststätte wird mit verschiedenen Pächtern weitergeführt. Im Lauf der Jahre befinden sich auch ein italienisches Restaurant und ein China Restaurant im Haus.
  • 6.4.1980: In vielen Ländern Europas wird die Sommerzeit eingeführt. Man verspricht sich dadurch Energieeinsparungen zu erzielen. Die Sommerzeit soll jeweils vom letzten Sonntag im März bis letzten Sonntag im September dauern.
  • 17.4.1980: In 6 landwirtschaftlichen Betrieben wird die Hühnerpest festgestellt (87 Hühner).
  • 1.5.1980: Die Bezirksorganisation der SPÖ führt ihren Aufmarsch in Seewalchen durch. Staatssekretärin Dr. Beatrix Eypeltauer spricht zu 2500 Teilnehmern.
  • 31.5.1980: Generationswechsel bei der Schuhfabrik Kastinger. Max Kastinger übergibt die Geschäftsführung seiner Tochter Christa Lux und seinem Sohn Hermann Kastinger.
  • 2.6.1980: Das neue Verwaltungsgebäude der Fa. Boy-Moden Franz Moser KG wird fertiggestellt.
  • 20.7.1980: Zum ersten Mal wird ein Jakobi-Markt durchgeführt.
  • 8.-10.8.1980: Die Musikkapelle Seewalchen am Attersee feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Ein Festzug, an dem zahlreiche Vereine und auswärtige Kapellen teilnehmen, bildet den Höhepunkt der Feiern.
  • 30.8.1980: Der Kinderspielplatz Steindorf (Neu-Steindorf) wird seiner Bestimmung übergeben.
  • Ab Herbst 1980 wird in der Müller-Villa der „Seniorenclub“ (durchgeführt vom Pensionistenverband Seewalchen unter Obmann Walter Reinthaller) eingerichtet.
  • 21.10.1980: Der Gemeinderat erlässt einige Halteverbots- und Kurzparkzonenregelungen in der Hauptstraße.
  • 25.10.1980: Der Gemeindesaal in der Rosenau wird eingeweiht.
  • 1.11.1980: Der Gemeindebeamte Hubert Hofer tritt in den Ruhestand.
  • 18.12.1980: Ein Teil der Häuser „Conti-Bau“ in Oberbuchberg wird versteigert.
Rechnungsabschluss 1980:
Ordentlicher Haushalt: Einnahmen: 22,396 Mio. S; Ausgaben: 22,759 Mio. S
Außerordentlicher Haushalt: Einnahmen: 11,568 Mio. S; Ausgaben: 11,187 Mio. S

Quellen

Chronik der Marktgemeinde Seewalchen

1850 - Beginn der Aufzeichnungen - Übersicht

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1921-1940  |  1941-1960  |  1961-1970
1971-1980  |  1981-1990  |  1991-2000
2001-2010  |  die letzten Jahre


Die vollständigen Versionen der letzten Jahre finden Sie auf der Webseite der Marktgemeinde Seewalchen am Attersee mit nachstehendem Link:
Chronik auf der Homepage der Marktgemeinde Seewalchen