Chronik (Seewalchen) 1961-1970

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Aus der Chronik der Marktgemeinde Seewalchen am Attersee 1961 bis 1970.

Inhaltsverzeichnis

Übersicht der gesamten Chronik

Siehe Chronik von Seewalchen

Die Jahre 1961-1970

1961

  • 26.3.1961: Im Pfarrhof Seewalchen entsteht aus unbekannter Ursache abends ein Brand, dem der Dachstuhl des Pfarrhofes und das Wirtschaftsgebäude zum Opfer fallen.
    Später wurde als Ursache Brandlegung festgestellt und der Brandleger aus Schwanenstadt verhaftet. Der Schaden betrug S 250.000,--.
  • 5.-8. 4.1961: Das kleine Autobahn-Viadukt [nordöstlich der Frickh-Kapelle] wird gesprengt.
  • 16.4.1961: Der Caritas-Kindergarten in der Müller-Villa (Atterseestraße 43) wird eröffnet.
  • 23.4.1961: Eröffnung der Bootshalle des Rudervereines im Garten der Müller-Villa.
  • 10.6.1961: Der Name der Gemeinde Seewalchen wird auf „Seewalchen am Attersee“ geändert. Die Namensänderung tritt mit 1.1.1962 in Kraft.
  • 6.7.1961: Infolge der wachsenden Schülerzahlen wird in der von der Gemeinde angekauften Müller-Villa eine Notklasse der hiesigen Volksschule untergebracht.
  • Im August 1961 wird mit dem Amtshausneubau begonnen. Die Planung erfolgt durch Arch. Walter Schmutzer, Wien, die Bauleitung wird Dipl.Ing Tanzer übertragen.
    Die Baumeisterarbeiten werden von der Fa. Eiblmayr, Vöcklabruck, die Zimmermannsarbeiten von der Fa. Ploner, Seewalchen a.A. ausgeführt.
  • 1.9.1961: Kooperator P. Michael Rauh verläßt Seewalchen, um die r.k. Pfarre Perwang zu übernehmen. Seine Stelle übernimmt der bisherige Kooperator von Lamprechtshausen P. Gabriel Sax.
  • Der Frau Theresia Mittendorfer wird nachträglich das Strandbadbuffet mit jährlich S 8.000,-- verpachtet. (1960 hatte Fritz Köstler das Buffet gepachtet.)
  • 15.9.1961: Das Ehepaar Motz eröffnet ein Gasthaus in der Rosenau.
  • 22.10.1961: Gemeinderatswahlen: ÖVP: 854 Stimmen (11 Mandate), SPÖ: 642 (9), FPÖ: 284 (3), NL: 109 (1).
    NL= Namensliste [Johann Köstler, Ing. Rudolf Mohr]
  • 15.11.1961: In der konstituierenden Sitzung wird Josef Gebetsberger (ÖVP) zum 3. Mal zum Bürgermeister gewählt. Franz Moser (ÖVP) wird erster Vizebürgermeister, Karl Schumann (SPÖ) zweiter und Franz Sumereder (ÖVP) dritter Vizebürgermeister.

1962

  • 26.1.1962: In einer Ausschuss-Sitzung des Musikvereines wird die vom Kapellmeister vorgeschlagene Fusion mit der „Siebenbürger Kapelle“ abgelehnt.
    Die strikte Ablehnung von Seiten der Musikkameraden führt letzlich zur Niederlegung der Kapellmeisterstelle durch Hubert Hofer.
    Am 11.3.1962 wird Franz Sumereder zum Kapellmeister gewählt
  • 3.4.1962: Der Gemeinderat beschließt den Kauf einer Parzelle zur Errichtung eines Parkplatzes für das Seebad Litzlberg.

Mißtrauensantrag

Im Zusammenhang mit dem Ankauf des Rosenauerhauses wurde am 3.4.1962 gegen den Bürgermeister Gebetsberger ein Misstrauensantrag eingebracht, welcher jedoch keine Mehrheit fand.
Das Interesse der Bevölkerung war groß und wegen der zahlreichen (200) Zuhörer musste die Sitzung in den Stallinger-Saal verlegt werden.
Die Ursachen lagen im Ankauf des Rosenauerhauses (Hauptstraße 17). Zum Kauf der Liegenschaft Rosenauer lag auch ein Interesse der Familie Obermaier, die zuletzt auch die Rosenauer'sche Fleischhauerei gepachtet hatte, vor. Da Rosenauer die Kaufsumme immer weiter erhöhte, stieg Obermaier bei rund 1,2 Mio. S aus und ging schließlich nach Attersee. Nun war die Gemeinde am Zug:
Die SPÖ sowie ein Teil der ÖVP, (vorwiegend die Wirtschaftstreibenden) waren für den Kauf, um das Gasthaus sowie die Fleischbank zu erhalten, die Bauern waren größtenteils dagegen.
Die SPÖ konnte also davon ausgehen, dass auch einige Vertreter der ÖVP ihren Antrag unterstützen würden, was auch geschah. Schließlich verfehlte der Misstrauensantrag die Zweidrittelmehrheit nur knapp (15:8).
Nach der Sitzung kam es im Gasthaus Stallinger noch zu Handgreiflichkeiten, als sich ein Journalist des Linzer Volksblattes „wichtig machte“. ________________________________________________________________________________________________________

  • 15.4.1962: Der langjährige Bürgermeister Josef Gebetsberger verunglückt bei einem Verkehrsunfall in Buchberg tödlich.
    Franz Moser übernimmt die Amtsgeschäfte und wird am 26.5. zum Bürgermeister gewählt, Alois Baumgartinger zum 1. Vizebürgermeister.
  • Sommer 1962: Nachdem Rupert Klingler die Stelle als Bademeister nicht mehr angenommen hatte, wird der Sportlehrer Fritz Fiausch aus Fohnsdorf/Stmk. als Bademeister bestellt.
  • 1.7.1962: Feierliche Primiz des hw. Herrn Otto Mahler.
  • 12.7.1962: Zur Errichtung einer weiteren LAWOG-Wohnanlage in der Anton-Peyr-Straße genehmigt der Gemeinderat einen Finanzierungsbeitrag von S 450.000,--.
  • 13.9.1962: Der Ankauf der Liegenschaft Rosenauer, Seewalchen 51 (Hauptstraße 17), wird nach mehreren Sitzungen genehmigt. Kaufpreis: S 925.000,--.
  • Im Jahr 1962 wird Rudolf Mittendorfer Staatsmeister im Motorbootrennen.

1963

  • Der Kälteeinbruch im November 1962 mit Schneefall findet im Jänner seine Fortsetzung: Die Schneehöhe erreicht bis 1 m. Schneeverwehungen behindern den Verkehr.
    Der Attersee ist infolge der großen Kälte bis -30° am 2.2. zugefroren. Die in großer Anzahl vorhandenen Möwen, Bleßhühner und Schwäne müssen in die Ager abwandern.
    Schlittschuhläufer, Radfahrer und sogar Autofahrer vergnügen sich auf der Eisfläche des Attersees. Erst am 28.3. zerstört ein Föhnsturm die Eisfläche.
  • 11.4.1963: Der Ehrenbürger Lyriker Franz Karl Ginzkey stirbt in Wien.
  • 11.4.1963: Der Badeplatz Litzlberg wird von der Gemeinde zum Preis von S 240.300,-- angekauft.
    Dieser Kauf umfasst in etwa die Fläche zwischen Seebad-Restaurant und dem Ufer.
  • 24.4.1963: Zur Unterbringung der Dienststelle der Autobahngendarmerie werden die freigewordenen Amtsräume im Haus Hauptstraße 1 (altes Gemeindehaus) zur Verfügung gestellt.

Amtshaus und Haus des Fremdenverkehrs

Um dem fühlbaren Platzmangel im damaligen Gemeindehause für das Gemeindeamt und Postamt abzuhelfen, wurde im Jahre 1961 mit dem Bau des neuen Amtshauses begonnen und am 5.5.1963 feierlich eröffnet. Die Baukosten lagen bei rund 3 Mio. S.
Bei der Eröffnungsfeier wurden Landeshauptmann Dr. Heinrich Gleißner und LhStv. Ludwig Bernaschek die Ehrenbürgerurkunde überreicht.
Das im Jahre 1962 angekaufte Rosenauerhaus wurde dem Fremdenverkehrsverband zum Ausbau überlassen. Als „Haus des Fremdenverkehrs” wurde am 5.5.1963 der Gasthausbetrieb eröffnet. Gasthauspächter war die Familie Pedevilla, die Fleischbank wurde an Wolfgang Schmutzhart verpachtet. ________________________________________________________________________________________________________

  • Mai 1963: Mit Hochdruck wird an der Baustelle der Autobahn gearbeitet, um bis Mitte Juni die Strecke bis Seewalchen fertig zu stellen. Täglich werden rund 300 m mit einer Schwarzdecke versehen. Ein Kilometer Autobahn kostet rund 30 Mio. S.
  • 7.5.1963: Beim Hofwirt in Kammer wird der Union-Reit-Verein Seewalchen gegründet.
  • Am 25 und 26.5.1963 findet die Einweihung des neuen Musikerheimes statt.
    Am 13.10.1962 wird die ehemalige Brecherei im Rosenauer Gelände abgetragen. Dort wird von den Musikkameraden ein Musikheim errichtet.
    Zu Gast ist die Musikkapelle Kals/Osttirol. Die Beziehung zur Musikkapelle Kals in Osttirol kommt über Vermittlung von Karl Russ zustande. Der dortige Bezirkskapellmeister Sepp Huter komponierte auch den Marsch „Mein Seewalchen".
  • 1.6.1963: Zur besseren Ausrüstung wird für die Frw. Feuerwehr Seewalchen ein Tanklöschfahrzeug um S 265.130,-- angekauft.
  • 7.6.1963: Martin Sadler, Steindorf 64, wird Obmann der Wassergenossenschaft Steindorf.
  • 15.6.1963: Die Autobahn-Teilstrecke Regau-Seewalchen a.A. wird mit einer Fahrbahn dem Verkehr übergeben.
  • Im Juni 1963 wird die Aral-Tankstelle, Atterseestraße 45 a, eröffnet. Neben der Tankstelle befindet sich eine Gaststätte auf dem Areal, im Untergeschoss wird die Diskothek „Segelboot” untergebracht.
  • 8.7.1963: Die Raiffeisenkasse zieht vom alten Gemeindehaus (Hauptstraße 1) in ihr neues Kassengebäude, (Rathausplatz, früher Raiffeisenplatz!), ein.
  • 31.7.1963: Die Autobahn-Teilstrecke Straß-Seewalchen a.A. wird mit einer Fahrbahn dem Verkehr übergeben.
  • Entgegen der Kälte des ersten Vierteljahres entwickelt sich der Sommer zu einer außerordentlichen Hitzeperiode, 30 bis 40 Grad werden gemessen.
    Die Folge ist eine Trockenheit, die Schäden an den Kulturen anrichtet.
  • 18.9.1963: Die hohen Besucherzahlen im Strandbad machen die Erweiterung notwendig, der Gemeinderat gibt hiezu seine Zustimmung.
    Durch einen See-Einbau sollte die Liegefläche um 700 m² erweitert werden. Uneinig war man sich im Gemeinderrat lediglich darüber, ob dies ausreichen werde, oder ob durch den geplanten Bau eines Schörflinger Bades ohnehin genug Platz sei. Allenfalls könne, so ein Redner, auch die Goldbergwiese in das Areal einbezogen werden.
  • 30.11.1963: Im Haus des Fremdenverkehrs wird der ATSV Seewalchen gegründet. Schwerpunkt ist Fußball, es gibt aber auch die Sektionen Schilauf und Wandern. Zum Obmann wird Dir. Otto Walla, zu seinem Stellvertreter Karl Schumann gewählt.
  • 16.12.1963: Die zweite Wohnanlage der LAWOG, Anton-Peyr-Straße 6, mit 16 Wohnungseinheiten, zu der die Gemeinde S 731.108,35 leistete, wird fertiggestellt.
    Die Vergabe der Wohnungen war schwierig, weil über 50 Bewerber gemeldet waren.
  • Im Jahre 1963 wird der Segelclub Kammersee gegründet.

1964

  • 1.1.1964: Rudolf Romankiewicz wird in den Gemeindedienst aufgenommen.
  • 12.2.1964: Einweihung des Altenwohnheimes in der Rosenau.
  • 21.3.1964: Der Musikverein Kammer a. A., ehemals „Siebenbürger-Kapelle Kammer a.A.” ändert ihren Namen auf „Musikverein Rosenau-Seewalchen”. Die Proben werden schon seit 1956 in der Barackenkirche Rosenau durchgeführt.
  • 31.3.-4.4.1964: Einbau einer elektrischen Läutanlage im Kirchturm der Pfarrkirche. Die Kosten betragen S 75.000, die Gemeinde gibt hiezu eine Subvention.
  • 19.4.1964: Der Gemeindeausschuss beschließt
    • die Autobahnunterführung mit einer Straßenbeleuchtung zu versehen.
    • ein Moped um S 4.265,-- als Dienstfahrzeug anzukaufen.
    • die ehemalige Schottergrube der Ehegatten Rosenauer [am Langauweg] als Müllablagerungsplatz zu verwenden. Über einen Beitritt zur Müllabfuhrgemeinschaft wird zwar diskutiert, aber letztlich nicht angenommen.
  • 6.u. 7.6.1964: Bezirksmusikfest in Seewalchen.
  • 11.7.1964: Einweihung des vom Sportklub Kammer, Sektion Rudern, auf den Gründen der Müller-Villa errichteten Bootshauses durch P. Gerhard König im Beisein von Landeshauptmann Dr. Gleißner, Bezirkshauptmann Hofrat Panuschka sowie Vertretern der Gemeinde, der Sportler und der Bevölkerung.
  • 18.8.1964: Ein Blitzschlag löst einen Brand im Haus Kemating 4 (Sturm) aus, das Haus wird zur Gänze vernichtet.
  • 20.9.1964: Der Zeugwart der Frw. Feuerwehr Seewalchen Rupert Hofwartner wird bei einer Bergtour auf den Großglockner durch einen Blitzschlag getötet.
  • 15.10.1964: Im Jahre 1964 besuchen 263 Kinder die Volksschule Seewalchen a.A. Die Hauptschulen besuchen 115 Schüler, und zwar in Lenzing 42, Schörfling 70, St. Georgen 2, Vöcklabruck 1, und höhere Schulen besuchen 18 Schüler.
  • 23.10.1964: Gründung des Attersee-Reinhaltungsverbandes.
  • 12.11.1964: Der Gemeinderat beschließt die Übernahme der Projektierungkosten für die Verbauung des Kraimserbaches. (Das Projekt kommt jedoch wegen Unstimmigkeiten nicht zur Ausführung.)
  • 12.12.1964: Der Gemeinderat stimmt dem Konzessionsansuchen für ein Gasthaus des Herrn Franz Gebhart, Kraims 13, zu.
  • Im Jahre 1964 gibt es bei der Atterseeschiff-Fahrt den letzten Jahresfahrplan, im gleichen Jahr wird die Postbeförderung eingestellt.

1965

Abschied des Chronisten

Teile des Originaltextes von Max Laminger
Als im Jahre 1928 die oö. Landesregierung der Gemeinde die Anregung gab, eine Chronik über die Vorfallungen in der Gemeinde anzulegen und ich als Gemeindesekretär mich veranlasst sah, diese anzulegen, hatte ich keine Ahnung damals, im 54. Jahre stehend, die Chronik bis zu meinem 92. Lebensjahre führen zu können. Also seit 36 Jahren habe ich die vorfallenden Ereignisse, angefangen vom Jahre 1850, dem Geburtsjahr der Gemeinde, geführt und zwar in der Weise, als meinen eigenen geringen Kenntnissen und die zu erlangenden Urkunden dies in der Zeit von 1850 bis 1928 es ermöglichten und sodann die Weiterführung bis zur heutigen Zeit das Alter notwendig macht, einen Schluss-Strich hierüber zu setzen und die Weiterführung einer jungen Kraft zu überlassen. ....
Max Laminger, am 20.1.1965

(Die Chronik führte dann Amtsleiter Josef Nöhmer bis zu seinem Tod am 28.3.1992 weiter.) ________________________________________________________________________________________________________

  • 28.1.1965: Der Gemeindebeamte Felix Brand stirbt im 41. Lebensjahr.
  • 3.2.1965: Anna Eitzinger wird als Schulwartin und Franz Eitzinger als Gemeindearbeiter aufgenommen.
  • 24.4.1965: Auf der Autobahn zwischen St. Georgen und Regau wird die Betondecke fertiggestellt, damit sind die Arbeiten im Bereich Seewalchen abgeschlossen.
  • 13.5.1965: Einbau einer elektrischen Turmuhr auf dem Kirchturm der Pfarrkirche um S 31.000,--.
  • 28.5.1965: Josef Gruber wird als Vorarbeiter aufgenommen.
  • 1.7.1965: Der Gemeindebeamte Josef Ullmann wird aufgenommen.
  • 10.7.1965: Der ehemalige Gemeindearbeiter, zuletzt Totengräber, Mathias Fuchs, Schulweg, stirbt.
  • 29.8.1965: Einweihung des Friedhofes in der Rosenau.
  • 4.12.1965: Dr. Adolf Vogel, Hauptstraße, stirbt im 49. Lebensjahr.
    Er hatte die Betreuung der Flüchtlinge und Lagerinsassen über und sich intensiv mit der Krebsforschung beschäftigt.
  • 7.12.1965: Für die neue Volksschule wird ein Grundstück gekauft.
    Die Verkaufsverhandlungen waren schwierig, weil über den Standort der Schule neben der Kirche oder im westlichen Pfarrerfeld keine Einigung erzielt werden konnte.
  • Im Jahre 1965 wird der Stallinger-Saal (Hauptstraße 2) abgerissen.
  • Im Jahre 1965 wird die Autobuslinie der Fa. Waldmann Seewalchen-Vöcklabruck von der Fa. Stern & Hafferl übernommen.
  • Im Jahre 1965 wird die Papierfabrik Pettighofen endgültig abgerissen.
Rechnungsabschluss 1965
Ordentlicher Haushalt: Einnahmen: 4,372 Mio. S;  Ausgaben: 4,349 Mio. S

Die Jahre 1966-1970

1966

  • 1.1.1966: In Österreich werden Postleitzahlen eingeführt. Das Postamt Seewalchen erhält „4863“.
  • 23.2.1966: Fritz Zimmel, Schulweg 3, schließt seinen Tapeziererbetrieb (Der Betrieb bestand seit 1934.)
  • Mitte März 1966: Starke Schneefälle verursachen größere Verkehrsbehinderungen.
  • Mai 1966: In den Jahren 1965 und 1966 wird der Landungssteg Litzlberg um rund S 137.600,-- erneuert.
  • 1.6.1966: Franz Verwanger wird als Gemeindearbeiter aufgenommen.
  • 12., 14. und 15.6.1966: Schwere Unwetter mit sintflutartigem Regen und Hagelschlag verursachen großen Schaden.
  • Am 30.6.1966 schließt die Molkerei Kolm, Seyrlstraße 3, ihren seit 1924 bestehenden Betrieb.
    Die Kontingente kamen an die Molkerei Gmunden.
  • 1965/66 wird die Fußballmannschaft des ATSV Seewalchen Meister in Klasse 3 H, der Aufstieg kann in der Folge wegen einer Niederlage in einem Qualifikationsspiel nicht erreicht werden.
  • 18. und 19.8.1966: Starke Regenfälle verursachen Hochwasserschäden.
  • 24.11.1966: Der Gemeindeausschuss beschließt den Beitritt zur Müllabfuhrgemeinschaft Lenzing (dzt. Mitglieder: Attnang-Puchheim, Lenzing, Schörfling, Regau, Steinbach) mit Wirkung vom 1.3.1967. Gleichzeitig wird eine Müllabfuhrordnung beschlossen.
    Vorerst wurden 864 Liegenschaften erfasst; es wurden 80 Ansuchen um Ausnahme von der Müllabfuhrpflicht gestellt.

1967

  • 23.2.1967: Durch ein Unwetter entstehen schwere Sturmschäden an Häusern und Wäldern. Beim Anwesen Wiespointner in Staudach 11 wird das Dach abgetragen.
  • 4.3.1967: Der ehemalige Bürgermeister und Gastwirt Josef Häupl stirbt.
  • 16.4.1967: Inbetriebnahme des Kindergartens in der Rosenau.
  • 7.7.1967: Die Autobahn Wien-Salzburg ist durchgehend zweispurig befahrbar.
  • 27.9.1967: Zwischen der Gemeinde Seewalchen a.A. und der Gemeinde Lenzing wird eine Grenzänderung beschlossen (Friedhof und Wasserturm).
  • 10.10.1967: Laut Personenstandsaufnahme werden in der Gemeinde Seewalchen a.A. 3742 Einwohner verzeichnet.
  • 22.10.1967: ‘‘‘Gemeinderatswahlen‘‘‘: SPÖ: 797 Stimmen (10 Mandate), ÖVP: 473 (6), FPÖ: 219 (2), UGS: 543 (7).
    UGS = Unparteiische Gemeindeliste Seewalchen a.A. [Franz Moser]
  • 18.11.1967: Die Wahl des Bürgermeisters durch den Gemeinderat ergibt überraschend:
    Alois Ulm (SPÖ): 12 Stimmen
    Franz Moser (UGS): 11 Stimmen
    leere Stimmzettel: 2
    Damit ist Ulm im 3. Wahlgang zum Bürgermeister gewählt.
    Karl Schwenger (SPÖ) wird erster, Franz Moser (UGS) zweiter und Felix Mayr (ÖVP) dritter Bürgermeisterstellvertreter.
  • Ab 1967 heißt der Gemeindeausschuss „Gemeinderat“ und der Gemeinderat „Gemeindevorstand“.
  • 27.11.1967: Aufgrund vieler Interventionen hat die oö. Landesregierung neben dem Seebad Litzlberg ein ca. 14.000 m² großes Grundstück angekauft. Dieses Grundstück soll der Vergrößerung des Seebades dienen.
  • 20.12.1967: In der Kirche wird ein Heizgerät aufgestellt. Die Kosten betragen rd. S 62.000,--

1968

  • Im ehemaligen Gemeindeamtsgebäude, Hauptstraße 1 wird von der Firma Tostmann KG. ein Trachtenerzeugungsbetrieb errichtet.
    Bisher war der Betrieb in Litzlberg.
  • 2.4.1968: Alois Reiter, Stadtarchitekt i.R. beim Magistrat Berlin, verstirbt in Gerlham im 93. Lebensjahr.
  • 24.4.1968: Der Gemeinderat genehmigt die Eintragung der Frw. Feuerwehr Steindorf ins Feuerwehrbuch. Diese erfolgt am 7.8.1968. Damit hat auch Steindorf eine selbständige Feuerwehr.
    Am 29.9.1968 findet das Gründungsfest statt, Johann Haidinger wird zum Kommandanten gewählt.
  • Die Fa. Stern & Hafferl führt einstündige Seerundfahrten ein.
  • 26.6.1968: Mit der Planung der neuen Volksschule wird Architekt Walter Schmutzer, Seewalchen, beauftragt. Die Baukosten werden auf ca. 14 Mio. S geschätzt.
  • 7.7.1968: Feierliche Primiz des hw. Herrn Eduard Romankiewicz.
  • 16.8.1968 Die Bäckerei Ignaz Stiefsohn übersiedelt von der Hauptstraße 12 in die Atterseestraße 68. (Der Betrieb wird 1985 geschlossen.)
  • 20.10.1968: Die Zweigstelle der Handels- und Gewerbebank übersiedelt vom Haus Moser (Atterseestraße) in das Kassengebäude Hauptstraße 42.

1969

  • 22.1.1969: Die Autobahngendarmerie ist vom alten Gemeindehaus in den Neubau (Autobahngendarmeriegebäude) übersiedelt.
  • 8.2.1969: Die Sektion Schilauf des ATSV führt am Gahberg ihre ersten Vereinsmeisterschaften durch (Meister: Herbert Willer).
  • 23.4.1969: Der Ankauf eines UNIMOGs mit 80 PS wird beschlossen.
    (Bis Dezember 1987 werden in 9.200 Betriebsstunden rund 250.000 km zurückgelegt. 1987 wurde ein neuer Unimog angekauft.)
  • 11.5.1969: Der älteste Seewalchner, Max Laminger, Chronist und Gemeindesekretär i.R., ist im 97. Lebensjahr verschieden.
  • September 1969: Der Kindergarten wird mit 2 Gruppen (69 Kinder) geführt.
  • 28.10.1969: Die Wildbach- und Lawinenverbauung Seewalchen a.A. beginnt mit dem Ausbau des Hainingerbaches (zwischen Neißing und der Einmündung in den See).
  • 28.10.1969: Die Fa. Plana, Regau beginnt mit dem Ausbau der Attersee-Bundesstraße, Baulos „Siebenmühlen“.
  • 10.11.1969: Der Gemeinderat fasst den Entschluss, auf dem Areal „Rosenauer“ (Fremdenverkehrshaus) eine Eigentumswohnanlage zu errichten.
  • 2.12.1969: Der Gemeinderat genehmigt den Ausbau der Seewalchner Bezirksstraße zwischen Gemeindeplatz und Neißinger-Berg (Holzberg).
  • 31.12.1969: Karl Brunner, Pettighofen 22, schließt seine Gemischtwarenhandlung, die er seit April 1954 führte.
  • 31.12.1969: Anna Kraft, die seit 1951 als Vertragsbedienstete bei der Gemeinde Seewalchen a.A. beschäftigt war, tritt in den Ruhestand.
  • Im Jahre 1969 führte die Atterseeschiff-Fahrt Nachtfahrten ein.

1970

  • 26.1.1970: Familie Hinterholzer schließt ihre Gemischtwarenhandlung in der Hauptstaße 8 (heute Fleischhauerei Haydinger). Später führt die Familie Lederer dort ein Kaufhaus.
  • 6.5.1970: Der Erweiterungsbau des Jugend-Rot-Kreuz-Heimes Litzlberg wird seiner Bestimmung übergeben. Es können 100 Kinder in diesem Heim Erholung finden.
    Das erste Heim war um 1952 errichtet worden.
  • 23.7.1970: Die ausgebaute Attersee-Bundesstraße zwischen der Autobahnabfahrt und Pettighofen wird dem Verkehr übergeben.
  • 7.-9.8.1970: Schwere Unwetter verursachen großen Schaden.
  • 24.8.1970: Für die Errichtung eines Eissportplatzes durch den ATSV Seewalchen a.A. auf dem Grundstück der Ehegatten Stallinger bewilligt der Gemeinderat eine Beihilfe von S 25.000,--.
  • 25.10.1970: Im Bereich des Friedhofs Rosenau wird eine Friedhofshalle errichtet.
  • 11.11.1970: Das sogenannte „Hamburgerhaus“, Hauptstraße 16, wird der Gemeinde zum Kauf angeboten. Zu Gunsten der Raiffeisenkasse wird auf den Ankauf verzichtet. Die Raika plant den Abbruch des Gebäudes und die Errichtung eines Kassengebäudes. Bemerkt wird, dass der Kaufpreis von S 500.000,-- durch private Interessenten auf S 850.000,-- gesteigert wurde.
  • 15.12.1970: Der ehemalige Bürgermeister Karl Waliser, zuletzt in Kammer wohnhaft, ist verstorben.
  • Dezember 1970: Von der Straßenverwaltung wird gegenüber der Autobahnabfahrt ein großer Parkplatz errichtet.
Rechnungsabschluss 1970
Ordentlicher Haushalt: Einnahmen: 7,051 Mio. S; Ausgaben: 6,651 Mio. S
Außerordentlicher Haushalt: Einnahmen: 3,876 Mio. S; Ausgaben: 3,876 Mio. S

Quellen

Chronik der Marktgemeinde Seewalchen

1850 - Beginn der Aufzeichnungen - Übersicht

1851-1880  |  1881-1900  |  1901-1920
1921-1940  |  1941-1960  |  1961-1970
1971-1980  |  1981-1990  |  1991-2000
2001-2010  |  die letzten Jahre


Die vollständigen Versionen der letzten Jahre finden Sie auf der Webseite der Marktgemeinde Seewalchen am Attersee mit nachstehendem Link:
Chronik auf der Homepage der Marktgemeinde Seewalchen