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(Michael Lazenberger und Matthias Gugg)
 
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Im 18. Jahrhundert war der Ort im Osten durch den [[Amthof]] und im Westen durch die Pfarrkirche begrenzt. Nur wenige einzelne Gebäude standen außerhalb dieses Gebietes, dazu kamen ein paar Häuser am See. Bei der ersten Häusernummerierung 1781 wurden 62 Nummern vergeben.<br/>
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Gasthof Stallinger
[[Bild: Hatschekstrasse_Entwicklung_a.jpg|thumb|right|600px|Die Hatschekstraße und ihre Geschichte]]
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Hauptstraße 2, früher Seewalchen 29
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[[Bild:SWN_H_Hauptstr_2_Stallinger_1.jpg |thumb|right|350px|Gasthof Stallinger in der Seewalchner [[Hauptstraße in Seewalchen|Hauptstraße]].]]
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==Mittelalter==
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Das Gasthaus hat eine lange Tradition und wird auch in ältesten Schriften als „Wirtshaus“  bezeichnet. <br/>
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Im Mittelalter hieß es „Oberwirtshaus“, „Hofwirtshaus“ oder „Wirtshaus in der Freidgassen“.
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==Die Familie Stämpfl==
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Die Familie Stämpfl war im 16. Jh. eine sehr wohlhabende Familie in Seewalchen. Ihr Vermögen stammte unter anderem aus der „Ehe-Tafern“, einem Gasthaus mit der Gewerbeberechtigung zur Abhaltung von Hochzeitsessen und Leichenschmaus. (Wir gehen heute davon aus, dass diese Ehe-Tafern“ das heutige Gasthaus Stallinger war.
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Bis 1608 war es im Besitz dieser Familie. <br/>
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Das Wirtshaus muss sehr gut gegangen sein, denn die Familie Stämpfl erwarb bald noch einige andere Güter in Seewalchen, wie das Büchsenmeistergut am Brunnen (heute: [[Bandlkramerey]]) und das „Schöndorfergut * auf der Freidgasse (heute [[Kirchenplatz in Seewalchen|Kirchenplatz]]).
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==Michael Lazenberger und Matthias Gugg==
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1777 scheint Michael Lazenberger mit seiner Frau Elisabeth als „Hofwirt“ auf.
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1845 verkaufte sein Sohn Michl den Besitz an Mathias Gugg. Bis 1896 gehörte das Haus nun zwei Generationen lang der Familie Gugg. <br/>
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<p style="color:black; background-color:#FFE4E1">&nbsp;&nbsp;
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Ein „Kaufs Vertrag“ wird zwischen Michael und Anna Maria Lazenberger, gemeinschäftlichen Besitz des Bauern und Wirthshauses zu Seewalchen Nº 29 als Verkäufer eines und Mathias Gugg, ledig, großjähriger Wirthssohn von Attersee Nº 31 und Aloisia Stiegler, ledig, großjährige Wirthstocher von St. Georgen Nº 85 als gemeinschäftliche Käufer anderen Theils geschlossen.<br/>
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Da heißt es: Die Michael und Anna Maria Lazenberger verkaufen ihr Salzmanngütl samt Schankgerechtigkeit insgemeind das obere Wirthshaus gesamt. Dazu gehören rund 33 Joch an Ackern, Wiesen und Waldgrund.<br/>
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Ferner werden Vieh und Farnisse, wie 1 Pferde, 8 Stück Rind, 4 Wägen, 2 Pflüge, 2 Eggen , 4 Schaufeln, 10 Sensen, 3 Mistgabeln, 6 Heugabeln, ... , 20 Tische, 28 Schammeln  und Leinzeug im Ankaufswerte von 500 fl..angeführt. <br/>Dazu kommt die gesamte Gerätschaft wie Vorhänge, Küchengeschirr, 15 Maßkrüge, 33 Gläser, 11 steinerne Krüge, Zinnschüsseln, Zinnleuchter, Salzfassel, Branntweinfassel usw. genau gewertet, womit sich ein gesamter Kaufpreis von 8152 [[Gulden|fl.]] und 15 [[Kreuzer|xr]]  ergab. </p>
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Mehrere Töchter der Familie Gugg heirateten in Seewalchner Bürger und Bauernhäuser ein.
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Nach dem Tod Josef Guggs 1896, heiratete seine Witwe Juliana noch im selben Jahr den ebenfalls verwitweten Anton Stallinger. Der Ehevertrag sah vor, dass die überlebende Familie den gesamt Besitz erbt. Die Wirtin Juliane stirbt im Februar 1924, Anton Stallinger im November desselben Jahres. Damit fiel Haus und Hof  an die Familie Stallinger, die es seither als Familienbetrieb führt.''
  
1850 waren es gerade einmal 68 Häuser und der Chronist [[Max Laminger]] brachte in seinem Rückblick auf die zehn Jahre seit der Bauernbefreiung zum Ausdruck, dass die Bevölkerung wenig Interesse an der Veränderung oder Vergrößerung des Ortes hatte.<br/>
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==Gasthaus Stallinger==
Ab 1870 standen mehrere Villenbauten vorwiegend am See und erst mit Beginn des 20. Jh. begann eine Bautätigkeit in größerem Rahmen. So entstanden in der östlichen Hauptstraße, am Weg nach Neißing und am Weg nach Reichersberg neue Gebäude, Geschäfts- und Wohnhäuser.<br/>
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[[Bild:1920er_Maschin_SWN_6.jpg |thumb|right|350px|Erinnerungsfoto an das Dreschen um 1920]]
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Neben der großen Landwirtschaft zum Haus wurde später auch einer Fleischhauerei geführt.
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Ein Foto aus den 1920er Jahren zeigt, wie viele Leute beim Maschindreschen mitgeholfen haben. <br/>
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Daneben spielte das Gasthaus auch für die Entwicklung Seewalchens eine bedeutende Rolle. Auf dem Areal des Gasthauses standen das erste (1848) und zweite Feuerwehrdepot (1904-1927). Die Verlegung von der Südseite des Gastgartens nach Norden war notwendig, weil Stallinger einen  „Salons“ (Stallinger-Saal) baute. <br/>
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Im Saal fand 1920 das [[Dilettanten Theatergesellschaft|Dilettanten-Theater]] seine erste Heimstätte, dort wurden um 1928 auch die ersten Stummfilme im Ort Seewalchen gezeigt, der Saal war auch eine Zeit lang <br/>
  
Die Straße nach Roitham, Kraims und Reichersberg führte vom Ortszentrum zwischen Kletzl und Schiemer (König) ziemlich gerade nach Norden zum Knäulberg und dann weiter in die Ortschaften.<br/>
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das Probenlokal des [[Marktmusikkapelle Seewalchen am Attersee|Musikvereines]]. Im Gasthaus (damals noch Gugg) wurde die Raiffeisenkasse (1892) gegründet.
Hier gab es zwar schon ein paar Gebäude, die meisten Häuser in dieser Straße entstanden zwischen 1925 und 1936.<br/>
+
Im August 1945 waren auch im Stallinger-Saal 17 Flüchtlinge untergebracht:
Eines der ersten Häuser war das des Zimmermannes und späteren Feuerwehrführers Franz Lachinger.
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Im Jahre 1965 wurde der Saal abgerissen. An Stelle des Saales wird ein Geschäftsgebäude (u.a.: Fleischhauerei, Blumengeschäft, Quelle-Agentur, Fahrzeuggeschäft und Wettbüro) errichtet<br/><br/>
<p style="color:black; background-color:#D3D3D3"><small>
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Mit dem Aufkommen des Fremdenverkehrs wurde im vorigen Jahrhundert ein Gästehaus (heute „Doktorhaus“, Kirchenplatz 3) erbaut. Dieses Gebäude beherbergte das erste [[Postamt Seewalchen]]s und später die Ordination der Gemeindeärzte Dr. Fritz Seifert und seinem Sohn Dr. Günther Seifert. <br/>
Sein Wunsch zu bauen, gestaltete sich schwierig. So liest man im Protokoll des Gemeinderates:<br/>
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[[Bild:SWN H Hauptstr 2 Stallinger 11b 1903.jpg |thumb|right|350px|Salon 1903]]
29.7.1925: Betreffend Ansuchen des Zimmermannes Franz L. in Seewalchen um Überlassung eines Baugrundes in der Stieglerwiese (Anm.: heute Rathausplatz) wird einstimmig beschlossen, denselben zu verhalten, durch Vorlage eines Bauplanes das Ansuchen zu instruieren.<br/>
+
22.8.1925: Auf den Punkt in der A.S. v. 29.7. und über Vorlage eines Planes durch Franz L.. wegen Überlassung (Verkauf oder Pachtung) eines Baugrundes auf der Stieglerwiese wurden in Debatte mehrere Anträge eingebracht:<br/>
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a) Wegen des Fehlens der allgemeinen Anforderungen der Stieglerwiese für Bauzwecke sei das Ansinnen Franz L. abzuweisen. (wurde mehrheitlich zum Beschluss erhoben).
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b) Dem Herrn Franz L.. den erforderlichen Baugrund im Ausmaß von zirka 150 m² in der Stieglerwiese im oberen Teil an der Neissingerstraße (anschließend an Zaun) zum Preis von 55 g per m², zahlbar in 10 Jahresraten unverzinslich mit dem Vorbehalte zu überlassen, dass das aufgeführte Objekt ohne Bewilligung der Gemeinde und nur mit Vorbehalt der Gemeinde Vorkaufsrechte unter 10 Jahren nicht verkauft werden darf.<br/>
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Im Falle sich Franz L. um einen anderen Baugrund bewirbt, ein Darlehen zu bewilligen.<br/>
+
Hierüber wird einstimmig beschlossen, Herrn Franz L. bei Erwerbung eines Baugrundes auf 10 Jahre unverzinslich 500 S Darlehen aus dem Wohnungsfonds gegen Zusicherung des Vorkaufsrechtes an die Gemeinde bei Verkauf des Objektes unter 10 Jahren zu bewilligen. <br/>
+
  
Lachinger hatte sich dann um einen anderen Baugrund beworben und so entstand sein Haus in der Hatschekstraße.</small><br/></p>
+
Viele Seewalchner*innen haben Erinnerung an alte Zeiten: Kondukte mit „bahter Suppe“, Konduktsemmel, Rindfleisch und Semmelkren; Frühschoppenkonzerte im Gastgarten oder an die legendären Hausbälle am Faschingsdienstag.
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Nördlich der Zufahrt zum Kirchenplatz befindet sich das ehemalige Wirtschaftsgebäude ("Stadl"). Hier war ab ca. 1962 eine Kegelbahn untergebracht, die sich großer Beliebtheit erfreute. Sie bestand mehrere Jahre wurde aber dann geschlossen. Die Probleme waren: die Kegelbahn war durch die Zufahrt zum Kirchenplatz vom Stammhaus getrennt, zu kurze Bahn, Schäden durch Vandalismus.
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Aber auch rund um das Wirtshaus gab es Aktivitäten: <br/>  
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[[Bild:SWN_H_Hauptstr_2_Stallinger_3.jpg |thumb|right|350px|Stallinger vor dem Umbau auf einem Aquarell von [[Anton Schmoller]].]]
  
In der Straße befanden sich auch zwei Geschäfte: auf Nummer 9 war der Lacher Bäck´, der nach seinem Konkurs von der Familie Oberndorfer übernommen wurde. Im Haus Nummer  13 befand sich die Trafik des Herrn Aigner. Vor dem Krieg verkaufte er im Sommer auch auf der Promenade bei den alten Badehäusern Zigaretten. Die Trafik gibt es schon lange nicht mehr, die Bäckerei besteht noch heute.
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1970 wurde gegenüber dem Gemeindeamt an Stelle des Stallinger-Obstgartens ein Eissportplatzes errichtet. Im Oktober 1972 wurde der erste Elisabeth-Brunnen geweiht.
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Im Mai 1971 genehmigt der Gemeinderat den Grundtausch zwischen den Ehegatten Stallinger und der Gemeinde. Zur Vergrößerung des Gasthausbetriebes wurde ein Teil des Kirchenplatzes gegen einen Grundstücksstreifen entlang der Seewalchner Bezirksstraße getauscht. <br/>
  
Der spöttische, gar nicht gern gehörte Ausdruck „Revolutionsgasse“ entstand in den 1930er Jahren, als zwei Hausfrauen ihre Konflikte über die Straße so laut austrugen, „dass man es im halben Dorf hörte“.
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Die alte Feuerwehrzeugstätte (Stallinger, Steindorfer Straße gegenüber Kroiß) wurde in diesem Zuge zur Sichtverbesserung abgetragen.
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1985 stimmte der Gemeinderat einem Grundtausch mit den Ehegatten Stallinger zu. Dadurch kann gegenüber dem Amt ein Gehsteig errichtet werden, die Familie Stallinger kann das öffentliche Gut zwischen Gasthaus und ehemaligem Salon verbauen.
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Bis dahin konnte man rundum das Wirtshaus fahren. <br/>
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1999 mietete die Gemeinde den Eislaufplatz von der Familie Stallinger auf die Dauer von 29 Jahren. <br/><br/>
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Derzeit wird das Gasthaus von der vierten Generation (Anton Stallinger III.) betrieben.
  
1938 beendete die Planung und der Bau der „Reichsautobahn“ die Entwicklung in dieser Straße unvermittelt. Vier Häuser wurden sogar abgerissen, zwei Familien errichteten ihre neuen Häuser entlang einer neuen Straße, (heute Müllnerweg 9 und 11).
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==Links und Quelle==
So wurde die Hatschekstraße zur Sackgasse – bis erst um 2005 die Anton-Bruckner-Straße eine Verbindung zur Autobahnunterführung und zur Steindorfer Straße schuf.
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{{RZ}}<br/>
Nach dem Ende der Autobahnarbeiten 1940, wo bereits der halbfertige Damm für die Trasse der Autobahn errichtet wurde, ging ein schmaler Fußweg über diesen Damm zur heutigen Reichersberger Straße. Er wurde bis zur Wiederaufnahme des Autobahnbaus um 1960 von Fußgängern gerne als Abkürzung benutzt.
+
Regine Karl: Bandlkramerey in der Mölkerstiege<br/>
Das Haus der Maria Kroiß, Hatschekstraße 7 wurde einige Jahre nach ihrem Tod im Jahr 2012 abgerissen. Dort befindet heute ein Parkplatz und eine Garage.
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Chronik der Marktgemeinde Seewalchen.<br/>
 
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[[Kategorie: Seewalchen am Attersee]
 
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[[Kategorie: Haustafeln in Seewalchen]
 
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[[Kategorie:Tourismus]
 
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[[Kategorie:Untenehmern]
 
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<small>[[Portal:Klimt am Attersee|<-- Klimt am Attersee]]</small>
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[[Datei:Klimt_V_06_Logo_Verein.jpg|right|290px|]]
+
Der '''Verein Klimt am Attersee''' widmet sich dem Leben Gustav Klimts am Attersee.<br/>
+
Daneben bemüht sich der Verein u.a.
+
:* um die Förderung von Kunst und Kultur
+
:* die Vermittlung der Werke und des Lebens von Gustav Klimt und anderer 
Künstler mit Bezug zum Attersee und Umgebung
+
:* die Unterstützung bei der Präsentation von Kunst in Form von Dauer- und 
Sonderausstellungen
+
:* die Unterstützung der Betriebsführung des Gustav Klimt-Zentrums in Schörfling am 
Attersee sowie
+
:* die Organisation von kulturellen Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Vorträge und 
Kulturfahrten.<br/>
+
 
+
== Vereinsgründung 2011==
+
[[Bild:DSCN4105.JPG|thumb|250px|Die Obfrau Käthe Zwach mit dem Vorstand des Vereins „Klimt am Attersee“]]
+
Am 9. November 2011 fand im Gasthaus Frickh in Schörfling die Gründungsversammlung des Vereines „Klimt am Attersee“ statt. Der Verein hat sich zur Aufgabe gestellt, das Schaffen Gustav Klimts, der mit seinen Landschaftsbildern untrennbar mit dem [[Attersee (See)|Attersee]] verbunden ist, zu präsentieren. Um dies zu erreichen, wird vom Verein das [[Gustav Klimt-Zentrum]] betrieben. <br/>
+
Der Verein wird von [[Käthe Zwach]], der Besitzerin der gleichnamigen [[Kaethe Zwach Galerie|Galerie in Schörfling]] geleitet. <br/>
+
<small>In der Gründungsversammlung wurden in den Vorstand gewählt:
+
: Waltraud Ottet und Leopoldine Hummer als Obfrau-Stellvertreterinnen;
+
: Mag. Leo Gander als Schriftführer und Eva Knoll als seine Stellvertreterin sowie
+
: Dipl.-Ing. Werner Arnitz als Kassier und Ingeborg Reischl als seine Stellvertreterin. <br/></small>
+
Wie Käthe Zwach und der Besitzer des Gebäudes, Mag. Erich Kaniak, betonen, sollen die Initiativen des Vereines den Bezug zu Klimt mit seinen berühmten Bildern, die hier in der wunderschönen Gegend am Attersee entstanden sind, den Menschen näher bringen. Darüber hinaus soll das Gustav Klimt-Zentrum die Drehscheibe des (kultur-)touristischen Angebotes sein und ein Highlight der touristischen Initiativen in der Ferienregion Attersee werden.<br/>
+
Die erste große Aufgabe des Vereines war die Abwicklung der Errichtung des Gustav Klimt-Zentrums.
+
== Gustav Klimt-Zentrum ==
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[[Bild:DSCN5288a.jpg|thumb|400px|Das Gustav Klimt-Zentrum in Kammer]]
+
Der Spatenstich fand am 20. Oktober 2011 statt, das Gebäude wurde am 150. Geburtstag [[Gustav Klimt]]s, am 14. Juli 2012, eröffnet. <br/>
+
Der Bau - anschließend an die [[See-Apotheke Kammer]] – wurde von Architekt Dipl.-Ing. Günther Dollnig geplant. Der Platz in der Hauptstraße 30 könnte nicht besser sein, liegt er doch direkt am Eingang zur Allee des [[Schloss Kammer|Schlosses]], welches unter anderem von Klimt gemalt wurde, mit einem grandiosen Blick über den [[Marina Schörfling|Segelhafen]] auf den See.<br/>
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Das Gustav Klimt-Zentrum ist kein Museum, sondern ein Informationspunkt, ein Ort kleinerer Sonderausstellungen, ein Dokumentationszentrum für Klimt am Attersee und ein Ausgangspunkt für Klimt-Führungen (Kunstvermittlung, Audioguides). <br/> Der wissenschaftliche Partner ist das Team um Mag. Peter Weinhäupl und Mag. Sandra Tretter aus Wien. <br/>
+
Schon im ersten Jahr konnten rund 15.000 Besucher begrüßt werden. Rasch fand das Zentrum viel Lob und große Anerkennung in der Öffentlichkeit. Eine besondere Freude für den Verein war die Verleihung des Leader-Preises in Linz
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==LEADER-Preis 2015==
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[[Datei:2015_Leader_Preis_GKZ_38a.jpg|thumb|right|240px|Preisverleihung im Linzer Landhaus<br/><small>von links: Landesrat Max Hiegelsberger, Werner Arnitz, Obfrau Käthe Zwach, REGATTA-Obmann Bgm. Johann Reiter, Sandra Tretter, Leo Gander, Minister Andrä Rupprechter.</small>]]
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Am 3. Juli 2015 reiste eine Delegation bestehend aus den Bürgermeistern, der REGATTA, des Tourismus-Verbandes sowie des Klimt-Vereines mit Sandra Tretter nach Linz um den OÖ LEADER-Preis entgegen zu nehmen.<br/>
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Den Hauptpreis in der Kategorie „Erhaltung des kulturellen Erbes und Schonung der natürlichen Ressourcen“ gewann der Verein Klimt am Attersee für die Errichtung des Gustav Klimt-Zentrums.<br/>
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In der LEADER-Programmperiode 2007-2013 haben sich 24 Leader-Regionen, darunter REGATTA beteiligt.<br>
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Insgesamt wurden 170 Projekte eingereicht, eine hochkarätig zusammengesetzte Jury hat die LEADER-Projekte bewertet und die Preisträger ausgewählt. Insgesamt wurden 12 Preise in 3 Kategorien vergeben.
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Voller Stolz nahm unser Delegation die Auszeichnung von Bundesminister DI Andrä Rupprechter und Landesrat Max Hiegelsberger entgegen.
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==Generalversammlung 7. März 2016==
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<big>Judith Burgstaller Legat wurde zur neuen Obfrau gewählt</big><br/>
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Am 7. März 2016 fand im Seeparksaal Kammer die Generalversammlung des Vereines „Klimt am Attersee“ statt. Diese stand ganz im Zeichen des Ablebens der langjährigen Gründungs-Obfrau '''[[Käthe Zwach]]''', die Ende Jänner 2016 überraschend in Kitzbühel verstorben ist. Finanzreferent Werner Arnitz hielt den diesbezüglichen Nachruf.<br/>
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[[Bild: KaA_Vorstand_6_Rz.JPG|thumb|400px|left|Der Vorstand des Vereines Klimt am Attersee seit 2016<br/><small>Im Bild v.l.n.r. L. Gander, W. Arnitz, E. Mandl, S. Tretter, J. Rauchenzauner, J. Burgstaller-Legat, E. Löcker, E. Reiter, T. Füleki</small>]]
+
Obfrau-Stv.in Elfriede Mandl begrüßte die anwesenden Mitglieder und Ehrengäste und wickelte gemeinsam mit Werner Arnitz die Tagesordnung ab.<br/>
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In ihrer Vorschau auf das laufende Jahr 2016 definierten Elfriede Mandl und Werner Arnitz als Hauptaktivitäten die Abwicklung des Regatta-Förderprojektes '''„Ausbildung zum Attersee-/Attergau-Experten bzw. Spezialausbildung Klimt- und Pfahlbau-Vermittler“''', die jährliche Kulturfahrt (2016  „Auf den Spuren Klimts am Gardasee“) und die Unterstützung des Betriebes rund um das Gustav Klimt-Zentrum inkl. Themenweg samt Klimt-Stelen und Klimt-Blumenbeete.<br/>
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Die Nachwahlen brachten folgende Zusammenstellung des Vorstandes des Vereines „Klimt am Attersee“:
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:'''Obfrau''': Mag. Judith Burgstaller-Legat
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::(Stv.: Elfriede Mandl, Dr. Elisabeth Reiter);
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:'''Schriftführer:''' Mag. Leo Gander (Stv.: Johann Rauchenzauner);
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:'''Kassier:''' DI Werner Arnitz (Stv.: Elisabeth Löcker);
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:'''Beirat:''' Mag. Sandra Tretter, Timea Füleki;
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:'''Rechnungsprüfer:''' Manuela Hofer, Hofrat Dkfm. Mag. Dr. Rudolf Mayrhofer.<br/>
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In einem weiteren Tagesordnungspunkt berichteten Sandra Tretter und Timea Füleki für den Betreiber des Gustav Klimt-Zentrums, der Klimt-Foundation über die sehr zufriedenstellende Besucherzahl 2015 von ca. 9000 Kunstinteressierten. Die sehr engagiert arbeitende Privatstiftung hofft für die nächsten Jahre auf eine intensivere Unterstützung des Betriebes durch die öffentlichen Organisationen Bund, Land und Gemeinde sowie auf eine aktive Zusammenarbeit mit ihren Partnern aus der lokalen Wirtschaft sowie mit dem Klimt-Verein. Im Gustav Klimt-Zentrum stehen im  Jahr 2016 die Frauen rund um Gustav Klimt, insbesondere Emilie Flöge unter dem Titel „Reform der Mode, Inspiration der Kunst“, im Mittelpunkt der Sonderveranstaltungen.<br/>
+
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Schörflings Bürgermeister Gerhard Gründl bedankte sich beim Vereinsvorstand für den geleisteten wohltätigen Einsatz im vergangenen Jahr und sicherte für die nächsten Jahre die weitere Unterstützung im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zu.<br/>
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==Vorteile==
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Die Mitglieder des Vereins werden durch vier Vereins-Newsletter jährlich informiert. Mit der '''Klimtcard''' für die Mitglieder können eine Reihe von Ermäßigungen in Anspruch genommen werden.
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<big><br/>Adresse: <br/>Verein<br/>Klimt am Attersee <br/>Hauptstraße 30<br/>4861 Schörfling am Attersee
+
*Homepage des Vereines: '''www.klimtverein.at'''  [http://www.klimtverein.at/ <br/>zur Homepage des Klimtvereines hier klicken]
+
*Telefonnummer des Klimtvereines: +43 680 116 84 10
+
*[mailto:office@klimtverein.at Email an Verein Klimt am Attersee]</big>
+

Aktuelle Version vom 25. März 2020, 19:13 Uhr

Gasthof Stallinger Hauptstraße 2, früher Seewalchen 29

Gasthof Stallinger in der Seewalchner Hauptstraße.

Inhaltsverzeichnis

Mittelalter

Das Gasthaus hat eine lange Tradition und wird auch in ältesten Schriften als „Wirtshaus“ bezeichnet.
Im Mittelalter hieß es „Oberwirtshaus“, „Hofwirtshaus“ oder „Wirtshaus in der Freidgassen“.

Die Familie Stämpfl

Die Familie Stämpfl war im 16. Jh. eine sehr wohlhabende Familie in Seewalchen. Ihr Vermögen stammte unter anderem aus der „Ehe-Tafern“, einem Gasthaus mit der Gewerbeberechtigung zur Abhaltung von Hochzeitsessen und Leichenschmaus. (Wir gehen heute davon aus, dass diese Ehe-Tafern“ das heutige Gasthaus Stallinger war. Bis 1608 war es im Besitz dieser Familie.
Das Wirtshaus muss sehr gut gegangen sein, denn die Familie Stämpfl erwarb bald noch einige andere Güter in Seewalchen, wie das Büchsenmeistergut am Brunnen (heute: Bandlkramerey) und das „Schöndorfergut * auf der Freidgasse (heute Kirchenplatz).

Michael Lazenberger und Matthias Gugg

1777 scheint Michael Lazenberger mit seiner Frau Elisabeth als „Hofwirt“ auf. 1845 verkaufte sein Sohn Michl den Besitz an Mathias Gugg. Bis 1896 gehörte das Haus nun zwei Generationen lang der Familie Gugg.

   Ein „Kaufs Vertrag“ wird zwischen Michael und Anna Maria Lazenberger, gemeinschäftlichen Besitz des Bauern und Wirthshauses zu Seewalchen Nº 29 als Verkäufer eines und Mathias Gugg, ledig, großjähriger Wirthssohn von Attersee Nº 31 und Aloisia Stiegler, ledig, großjährige Wirthstocher von St. Georgen Nº 85 als gemeinschäftliche Käufer anderen Theils geschlossen.
Da heißt es: Die Michael und Anna Maria Lazenberger verkaufen ihr Salzmanngütl samt Schankgerechtigkeit insgemeind das obere Wirthshaus gesamt. Dazu gehören rund 33 Joch an Ackern, Wiesen und Waldgrund.
Ferner werden Vieh und Farnisse, wie 1 Pferde, 8 Stück Rind, 4 Wägen, 2 Pflüge, 2 Eggen , 4 Schaufeln, 10 Sensen, 3 Mistgabeln, 6 Heugabeln, ... , 20 Tische, 28 Schammeln und Leinzeug im Ankaufswerte von 500 fl..angeführt.
Dazu kommt die gesamte Gerätschaft wie Vorhänge, Küchengeschirr, 15 Maßkrüge, 33 Gläser, 11 steinerne Krüge, Zinnschüsseln, Zinnleuchter, Salzfassel, Branntweinfassel usw. genau gewertet, womit sich ein gesamter Kaufpreis von 8152 fl. und 15 xr ergab.

Mehrere Töchter der Familie Gugg heirateten in Seewalchner Bürger und Bauernhäuser ein. Nach dem Tod Josef Guggs 1896, heiratete seine Witwe Juliana noch im selben Jahr den ebenfalls verwitweten Anton Stallinger. Der Ehevertrag sah vor, dass die überlebende Familie den gesamt Besitz erbt. Die Wirtin Juliane stirbt im Februar 1924, Anton Stallinger im November desselben Jahres. Damit fiel Haus und Hof an die Familie Stallinger, die es seither als Familienbetrieb führt.

Gasthaus Stallinger

Erinnerungsfoto an das Dreschen um 1920

Neben der großen Landwirtschaft zum Haus wurde später auch einer Fleischhauerei geführt. Ein Foto aus den 1920er Jahren zeigt, wie viele Leute beim Maschindreschen mitgeholfen haben.
Daneben spielte das Gasthaus auch für die Entwicklung Seewalchens eine bedeutende Rolle. Auf dem Areal des Gasthauses standen das erste (1848) und zweite Feuerwehrdepot (1904-1927). Die Verlegung von der Südseite des Gastgartens nach Norden war notwendig, weil Stallinger einen „Salons“ (Stallinger-Saal) baute.
Im Saal fand 1920 das Dilettanten-Theater seine erste Heimstätte, dort wurden um 1928 auch die ersten Stummfilme im Ort Seewalchen gezeigt, der Saal war auch eine Zeit lang

das Probenlokal des Musikvereines. Im Gasthaus (damals noch Gugg) wurde die Raiffeisenkasse (1892) gegründet. Im August 1945 waren auch im Stallinger-Saal 17 Flüchtlinge untergebracht: Im Jahre 1965 wurde der Saal abgerissen. An Stelle des Saales wird ein Geschäftsgebäude (u.a.: Fleischhauerei, Blumengeschäft, Quelle-Agentur, Fahrzeuggeschäft und Wettbüro) errichtet

Mit dem Aufkommen des Fremdenverkehrs wurde im vorigen Jahrhundert ein Gästehaus (heute „Doktorhaus“, Kirchenplatz 3) erbaut. Dieses Gebäude beherbergte das erste Postamt Seewalchens und später die Ordination der Gemeindeärzte Dr. Fritz Seifert und seinem Sohn Dr. Günther Seifert.

Salon 1903

Viele Seewalchner*innen haben Erinnerung an alte Zeiten: Kondukte mit „bahter Suppe“, Konduktsemmel, Rindfleisch und Semmelkren; Frühschoppenkonzerte im Gastgarten oder an die legendären Hausbälle am Faschingsdienstag.
Nördlich der Zufahrt zum Kirchenplatz befindet sich das ehemalige Wirtschaftsgebäude ("Stadl"). Hier war ab ca. 1962 eine Kegelbahn untergebracht, die sich großer Beliebtheit erfreute. Sie bestand mehrere Jahre wurde aber dann geschlossen. Die Probleme waren: die Kegelbahn war durch die Zufahrt zum Kirchenplatz vom Stammhaus getrennt, zu kurze Bahn, Schäden durch Vandalismus. Aber auch rund um das Wirtshaus gab es Aktivitäten:

Stallinger vor dem Umbau auf einem Aquarell von Anton Schmoller.

1970 wurde gegenüber dem Gemeindeamt an Stelle des Stallinger-Obstgartens ein Eissportplatzes errichtet. Im Oktober 1972 wurde der erste Elisabeth-Brunnen geweiht. Im Mai 1971 genehmigt der Gemeinderat den Grundtausch zwischen den Ehegatten Stallinger und der Gemeinde. Zur Vergrößerung des Gasthausbetriebes wurde ein Teil des Kirchenplatzes gegen einen Grundstücksstreifen entlang der Seewalchner Bezirksstraße getauscht.

Die alte Feuerwehrzeugstätte (Stallinger, Steindorfer Straße gegenüber Kroiß) wurde in diesem Zuge zur Sichtverbesserung abgetragen. 1985 stimmte der Gemeinderat einem Grundtausch mit den Ehegatten Stallinger zu. Dadurch kann gegenüber dem Amt ein Gehsteig errichtet werden, die Familie Stallinger kann das öffentliche Gut zwischen Gasthaus und ehemaligem Salon verbauen. Bis dahin konnte man rundum das Wirtshaus fahren.
1999 mietete die Gemeinde den Eislaufplatz von der Familie Stallinger auf die Dauer von 29 Jahren.

Derzeit wird das Gasthaus von der vierten Generation (Anton Stallinger III.) betrieben.

Links und Quelle

(zusammengestellt von Johann Rauchenzauner)
Regine Karl: Bandlkramerey in der Mölkerstiege
Chronik der Marktgemeinde Seewalchen.
[[Kategorie: Seewalchen am Attersee] [[Kategorie: Haustafeln in Seewalchen] [[Kategorie:Tourismus] [[Kategorie:Untenehmern]