Atterwiki:FH/Berg1830

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APost 16T7 18N66 Österreich ob der Enns Kreis:Hausruck 89,t16 Schätzungs District N' VII Steuerbezirk Kammer Catastral Schätzungs-Elab orat der Steuergemeinde Berg Einleitung

Inhaltsverzeichnis

§1 Topographie

Diese Catastral Gemeinde liegt westlich eine halbe Stunde vom Mark1 St. Georgen, und stoßt südwestlich mit einem zugetheilten Dominical Wald ohne sonstiger Verbindung an den Attersee an. Die Oberfläche der Gemeinde bildet einen von Süden nach Norden aufsteigenden sanften schmalen Bergrücken, der sich im Norden verflacht, und im Westen einen offenen Berglehen darstellet, die sich sanft in die Niederungen von St. Georgen und Eggenberg hinzieht, im Osten fiilt der Berg steil gegen Litzlberg ab, mithin ist die Oberflache im Süden bergig - und im Norden sanft gewölbt in der Mitte aber von einer bedeutenden Waldung getreffit.lzy Das Klima ist demnach rauh, naßkalt, und den West- und Nordwinden wie auch dem Gewitterstrich in der Art ausgesetrt, daß selbes hier stets seinen Übergang von Westen nach Osten bewirkt und vorherrschend diese Bergschneide mitnimt. Man steht hier in dem abergläubischen Wahn, daß durch Bellerschießen den Gewittern der Übergang verwährt werden könne, daher die gameUmgegend auf lt/zMeilen im Umfang besonders die Kammerischen Gemeinden Geldbeträge zu dem Ankauf des Schießpulvers leisten, dem ungeachtet läßt sich das mächtige Element nicht abhalten und verwüstet mehr und weniger die Hofrrungen der Landwirthe. Das Gebieth dieser Gemeinde nimmt eine Fläche von1529 Joch I l22EKlafter ein und mit der Zutheilung einer kleinen Fläche des Attersees 1695 Joch I 122.6 trKlafter, sie nimt eine Ausdehnung von lVz Stunden von Norden nach Süden, und eine Breite von einer halben Stunde von Osten gegen Westen ein. Die Ortschaft von welcher diese Gemeinde den Namen führt, liegt am südlichen Ende der Gemeinde auf einer Bergschneide und zählt20 Häuser mit einer Bettkapelle in geschloßenen dorfe, sodann sich auf dieser südlichen Seite noch folgende konskribirte Ortschaften die alle geschloßen sind, als:,r, Übertrag 20 Häuser u12* tt l0 ll " 16 il6il nun scheidet die Gemeinde ein von Osten nach Westen ziehender Wald, der eine kleine Viertelstunde lang zu den nachfolgenden konskribirten drei Ortschaften führt, als FrryiffiischsKataster BergiA rr.r.tw Ortschaft Eisenbahlmstorf Engljähring -- n -- Jedlham -- rr -- Katterlohen Rubensdorf Brandham und Baum 9rt 12' 9u zusaillmen 94 Häuser Da nun diese Ortschaften mit ihren Grundstücken umgeben sind, und sich selbe Flurenrieds dem Namen des Ortes bedienen, so kommt hier keine eigentliche Riedbenennung vor. Die Entfernung einer Ortschaft zur anderen beträgt im Mittldurchschnitt in einem Zugvom Süden gegen Norden eine Viertl Stunde. Im Allgemeinen liegen die Obst und Grasgärten hart an den Häusern und umfangen die Ortschaften, sodann folgen die Felder in schmalen langen Streifen und zrryischen diesen in den wiegenartigen Thällern die Wiesen, welche in den nördlichen Ortschaften an der dürren Ager in einem ganz geschloßenen tiefliegenden Flur vorkommen. Die Waldungen sind zusammenhängend, nemlich an dem,o, südlichen Bergabhang, dann zwischen dem Gemeinde Gebieth selbst, und in dem westlichen Lehen des Agerthalles. Die Steuerbezirksobrigkeit ist Herrschaft Kammer. Das Landgericht wird von der Herrschaft Kogl ausgeübt. Das Kommißariat und die Pfarre sind getheilt, nemlich die drei nördlichen Ortschaften Baum - Brandham und Rubensdorf gehören mit dem Com. nach Kammer, und mit der Pfarre nach Seewalchen. Die ftinf südlichen übrigen Ortschaften mit dem Commihsariat nach Kogl und mit der Pfarre nach St. Georgen. Außer der bereits bekannten Zeitgeschichte ist nichts von besonderen geschichtlichen Erinnerungen oder sonstige Merkwtirdigkeiten vorhanden.

§2 Grenzen

Diese Gemeinde grerut gegen Osten mit Litzlberg gegen Westen mit St. Georgen und Eggenberg gegen Si.iden mit dem Dorfe Attersee und dem Attersee selbst, und endlich gegen Norden mit der Gemeinde Walchen angrenü,.

§3 Bevölkerung

Nach den Konskriptions:Resultaten vom Jahre 18346 bestehen in dieser Gemeinde männliche ........243 und weibliche .........234 bilden 9? wohnpartn.ffi*"n """'477 seelen in 94 wohngebäuden untergebracht' und Hievon beschäftigen sich a) mmtitt der LLaandnwdirtwhsicrhtahftschaft 80 Familien b)mitGewerbe 8 -"- c) mit beiden zugleich 4 - u - d) und die übrigen sind Taglöhner 5 - " - zusammen obige W""rilü ( f ll Die gewöhnliche Nahrung besteht in Brod von Roggen und von Waizen und Roggenmehl, Gemüse von Kraut, Erdäpfel Frryirreischq Kataste Bogi.A rr.r.rex Linsgetreid, Mehl, Mehlspeisen - Rüben und geselchten selbst gezogenen Schweinefleisch mit Knödeln, an Fasttägen gach gebakene Schnitten oder Mehlpunkeln. Der Trank im allgemeinen ist Wasser bei schwerer Arbeit Most.Größere Wirthschaften haben nebst ihren Familien 2bis3 mänliche und2 weibliche Dienstboten.

§4 Viehstand

Dieser besteht Benennenung der Thiergattungen An Pferden " Ochsen " Kühen " Jungvieh " Schaafen ,, Ziegen " Borstenvieh Nach der Konskrip- Nach der Katastraltion vom Jahr Erhebung vom 1834 Jahre 1833 66 t2 278 10 88 t7 229 tt4 126 84 ,) '(o Daß der Viehstand nach der Catastarl Erhebung hinsichtlich der Zugl<raft und der Dünger Erzeugung anwendbarer ist, zeigt schon der vorstehende Ausweis, zugleich muß hier bemerkl werden, daß im Winter gewöhnlich aus Spekulation der Viehstand vermehrt wird, und die überflüßige Fütterey durch Nützung der Thiere beim Holz - Dung und Mergelfiehren, dann in Kälber, Milch und Schmalznutzungen mit Gewinn durch Verkauf im Frühjahr verwerthen zu können. Die Pferde sind von mitleren deutschen Landschlage theils eingekauft, theils eigene Zucht, durch die Beschellanstalt von St. Georgen erzeug!. Sie werden im ganzenJahr hindurch mit Häkerling von Stroh und Klee mit etwas Gras, im Winter statt lezteren mit Heu und Stroh genährt. Sie werden zu allen landwirthschaftlichen Verrichtungen verwendet, und erhalten bei schwerer Arbeit Hafer. Die Ochsen sind Steyrer und Salzburger Raue, weiß und braun gefleckt, mitlstarken Schlages, wenig eigener Zuclrt. Sie werden eben so, nur im Sommer mit mehr Gras, wie die Pferde gefi.ittert, und zu demselben Zweeke verwendet. Alte Ochsen werden gemästet und verkauft. Die Kühe sind zwar gleicher Raße und Farbe jedoch durchaus eigener Zucht, klein und kurz von Gestalt. Sie werden im Sommer mit Gras und gninem Klee im Winter mit Heu und Stroh gefüttert, die Nutzung,, ist Milch - Schmalz - Schotten und Kälber. Auch das Jungvieh erhält die gleiche Nahrung, genießt nur selten einige Weide im Herbst, da die Stallfütterung eingeftihrt ist. Die Nutzung besteht in der Zucht und ihren Verkauf. Die Schaafe sind gemeiner Art, werden im Sommer auf den Brachfeldern und Wiesenreinen geweidet und im Winter mit Stroh genährt. Ihr Ntitzung sind Lämmer und Wolle, leztere anm Hausbedarf auf Kleider. Schweine sind bayrischer Abkunft werden im Sommer eingekauft, im Herbste mit Erdapfeln und Linsgetreid Schotten gemästet, dann aufgeselcht zum Hausbedarf. FtmiffiischsKatastaBetgiA rr.r.rer Bey größeren Wirthschaften besteht der Viehstand An Pferden " Kühen " Jungvieh " Schaafen " Schweinen 2 Stk. 5-7 -u - 3-5-"- 4-',- til Außer den wenigen Hühnern und Gänsen bemerkf man keine ausgebreitete Federviehzucht.

§5 See, Flüße und Bäche

Ein kleine Fläche vom Attersee wurde neuerlich dieser Gemeinde zugetheilt, jedoch da zwischen dem Gebieth der Gemeinde und dem See ein Dominical Wald liegt, so steht diese Gemeinde mit dem See in gar keine Verbindung, und hat nicht den mindesten Einfluß1ry Die dürre Ager welche westlich von Eggenberg einbricht, und thalwärts nach Walchen in nördlicher Richtung hinläuft. Dieses Waßer ist nur bei Regengüßen von Bedeutung und macht durch den mit sich bringenden Schatten, Schaden an den anbeiliegenden Wiesen, selbes treibt jedoch in ihrem Laufe eine Mühle mit 4 Mahlgangen. Die Niederungen und Thalabhänge haben innerliche Quellen, welche nach und nach besonders bei naßen Jahren aller Orten austretten, die Niederungen füllen, und so in den Ackern wie auch in den Wiesland, Versauerungen bewirken. Bey Schneeauflösungen und Ungewitter führen die ablaufenden Wäßer Schlamm die tieferliegenden Wiesen.

§6 Straßen und Wege

Am südlichen Ende des Gemeinde Gebiethes anrischen der Waldlehne und dem See berührt eine ganz kleine Strecke die Bezirksstraße von St. Georgen nach Schörfling, die Gemeinde, welche aber mit dem Innern derselben weder in Verbindung steht, noch sonst einen Vortheill gewährt. Ein Pfarrverbindungsweg nach St. Georg, Litzlberg Seewalchen und Gampern, so von den verschiedenen Pfarrgemeinden hergehalten wird, ist im schlechten Zustand, wie auch die Wege die im Innern der Gemeinde von einer Ortschaft ztr anderen fürhren, und von derselben selbst erhalten werden sollen.ls;

§7 Marktplätze

Der Frankenburger Markt so 2Vz Meile von hier entfernt ist, und von St. Georgen aus eine gut fahrbare Straße hat, übt in so fern seinen Einfluß aus, als man dort alle Donnerstag einkaufen kann, dagegen der l%tl.Meil entfernte Markt Schörfling, wo alle Mittwoch Markl abgehalten wird, als Absatzort bezeichnet werden muß, so wie auch der l3lo Stund entfernte Vöcklabrucker Wochenmarkt aufgefiehrt zu werden verdient. Frwjsaischer Kataster Berg i.A rr.:.rrx 4

§8 Cultivirte - unbenützte und unbenützbare Grundstücke

Die Katastral Vermessung, die Vorarbeiten, dann die aus diesem zum Behuf der Schätzung verfaßten Klaßenauszüge weisen folgende Resultate. Benennung der Grundtücke Joch trKlftr A) Cultivierte Acker Wiesen Kleine Gärten Gärten Hochwaldungen B) Unbenüzte Sämtl. Partificationen Die Bau Areal C) Unbenützbare 6 666.5 3 739.9 385 609.8 687 421 1504 4 269.7 t379.2 465.1 599.- 1024.6 R6 6?? q Zusammen 1595 T122.6 oo) Aus vorstehender Zusammenstellung ergibt sich folgendes Verhältnis: Die kultivierten Grtinde verhalten sich zu den Unbenutzten wie 300 : I zu den Unbenutzbaren wie 18 : I

§9 Grunderzeugnihse

Auf dem Ackerland wird gemeindeüblich erzeugt: Weizen, Korn, Linsgetreid, Hafer, Erdapfl, Flachs und Steyrerklee, Ausnahmsweise Sommerkorn, reine Gerste, Rüben, Kraut, Hanf blos versuchsweise ohne weiterer Nachahmung. Die Wiesen geben süßes und saures Futter, dann auch saures Heu ohne Grummet. Die kleinen und größeren Gärten gemischtes Gras und Obst. Die Hochwaldungen - Buchen - Fichten und Tannen. Vor mehr als 40 Jahren wurde in der regelmäßigen dreifelderwirtschaft, sehr wenig Weizen, Korn, Gersten und Hafer gebaut, Flachs sah man nur in einigen dazu bestimmten Ländern, oder auch ausnahmsweise im Felde. Bei dieser Wirthschafts Methode war der Viehaustrieb auf Weiden, Brach und Stoppelfelder allgemein, und jede Ortschaft verzäunten sich ihre drei Felder, um das Vieh innerhalb erhalten zu können. Die fortschreitenden Kultur und der Verboth neue Zäune zu bauen, hat nr zerstüklung der Weiden Anlaß gegeben, und die Stallfütterung wurde allgemein eingeführt, wodurch man genöthigt war, die Brachel,e mit Klee anzubauen, nun zeigte sich der Nutzen offenbar durch die stärkere Düngung und den größeren Viehstand in den Berealien, vorzüglich im Weizen, der auf den Klee gebaut, bedeutend zunahm - man sah ein, daß die Brache ein unnützes Verfahren ist, und übertrug Flachs und Erdapfl dahin, verlegte sich mehr auf Futtergewächse wodurch das Linsgetreid in Auf - und die reine Gerste in Abnahme kamm; Dadurch entstand stillschweigend der nunmehrige Frucht-wechsel - selbst die Wiesen waren früher der Natur überlaßen, nun aber, da man Vieh und Futter genug hat, ftingt man auch die Kulturgattung durch Düngung zu verbeßern, und so ist die Kultur stets im vorschreitten. Fwi*ischerKatasterBergi.A rr r rro

§10 Cultur des Bodens

Wie also gesagt hat die Production zugennommern, so hat noch mehr die Kultur des Bodens Aufschwung erhalten, indem das Ackerland fleißig gedüngt, öfters geackert, und mit einem bedeutenden Maße von Kalk, Stein und Sandmergel, die überhaupt bindenden und brunflüßigen Acker durch Mischung dieser rohen Erdarten verbeßert werden. Die Ackerung geschieht in 6 bis 8 furchigen Betten, damit bei den naßen Klima und Boden in dieser Gebiethslage das überflüßige Wasser vom Boden abfließen kann. Nach jeden Ackern wird zweyspännig mit beschwerter eiserner Egge kreuz und quer das Feld befahren und durch Schollen zerschlagen in einen mürben gepulkerten Zustand versetzt. Der Saame wird durchaus auf die lrzlntlezt geakerte rauhe Furche gesät, der Kleesaamen angefeuchtet, mit der Sommerfrucht gemengt, und gleichzeitig gesäet. Die Düngung geschieht beim Korn ganz beim Klee und Weizen halb, und bei Erdapfl und Flachs ganz, so ztxrar daß man alle Jten J4fu's eine gar.z:e starke Düngung nehmen kann, die nach ihren Gewichtsmaßen ebenfalls so viel beträgt, als der Acker Fnichte abwarf. Da nun der Klee gegypst wird, die letztenKleestoppeln eingestürzt werden, worauf Weizen gebaut, und abermals die Saat mit Dünger überführt wird, so gewinnt der Boden in jeder Beziehung an Humus. Die Winterfrtichte werden auf hohe Halme geschnitten, und mit 10 Garben gemandelt, das über Schuh hoch stehen bleibende Stoppelstroh wird flrr sich zur Streu gemäiht, dann die Stoppeln gestürzt, und etwas Rüben hinein gesäet. die Sommerfrtichte werden gemäht, und mahdenweise nach-dem sie abgedörrt sind eingeführt. Der Klee wird nach dem Mähen auf 18 schuhigen Stangen im Acker selbst gehtifelt, und dort gedörrt. Zum Theill wird auch der Klee grün verfi.ittert, besonders der Herbstklee, der selten mehr gehörig abdörren würde. Die Sommerfelder werden im Herbst gestürä, und auf die Art für die nächste Brachfrucht vorbereitet, jene aber, so zu Mergeldüngung bestimmt sind bleiben liegen, um im winter den Mergel in kleinen sri Häuflein dahin zu führen, der im Frühjahre gebreitet und unterfuhren wird. Dieses Feld wird dann ordentlich gebracht. Bei dieser zweckmaßigen fleißigen Behandlung gewinnt der Boden ungemein, daher man dessen Kultur vortrefflich nennen kann. Mit nicht weniger Fleiße wird das Wiesenland behandelt, welches von der Natur aus schon durch eine zusagende Lage begünstiget ist, fast alle Jahre im Herbste wird Dünger ausgestreut, der im Fnihjahr in den Boden eingerieben wird, auf den naßen Wiesen werden Gräben gezogen, und auf nakfe Stellen Heublumen gestreut, oder auch später gemäht, damit der Grassaamen auf selbe fallen kann. Die Hutweiden hören daher mit der Zeit ganz auf ja man rottet alle Gestrippe und untaugliche Waldplatze aus, um sie zu beurbaren. Die sogenannten Hausgäirten empfangen gar:z die Kultur der Wiesen, die Obstbaumzucht aber hat kein Gedeihen, und macht wenig Vortschritte. Die Waldungen denen die Natur hier ihren Platz ausgewiesen hat, bleiben ihr auch überlaßen, und erhalten keine Pflege, im Gegentheille bemerkt man, daß immer mehr davon ausgerottet werden. Mit dem großen Fleiße dann der gemäßigen Lage und des guten bereits sehr verbeßerten Bodens gehört diese Gemeinde unter die fruchtbaren, wenn nichtl,ry klimatische Hinderniße durch Hagelschläge und Reife die periodisch wiederkehren die Früchte der Anstrengung und des Fleißes so zerstörten, daß mehrere Jahre zur Erhohlung nöthig sind, weil die zurücksetzung der FwiveischerKatastaBagi.A rr r r*o 6 Futterey den Viehstand und die Düngerkräfte schwächt, und der vorsichtige Landmann immer einen Vorrath von allen Produclden bei Hause behalten muß, damit er in Zeiten des Unglücks zu leben hat mithin er weniger verkaufen kann. Wird mit Bentg auf den 8 $ das daselbst nachgewiesene Flächenmaß der ganzen Gemeinde einer Größe von 1000 gleich gehalten, so ergibt sich in nachstehenden Kulturtgattungen ein gleichnahmiges Verhtiltniß wie folgt beim Ackerland wie 458 zu 1000 -"- Wiesenland 280 zu1000 - " - kleinen Garten -rr- 4 zu 1000 -"- Gärten 2 anI000 - " - Hochwaldungen -"- 256 zu 1000 Hieraus ergibt sich, daß die Kulturgattungen bezüglich ihrer Fläche in einem sehr guten Verhältniße zu einander stehen, daher auch der Viehstand und die Zahl der Arbeiter zur Ausdehnung der kleinen Wirthschaften beinahe zu viel sind, mithin Arbeiter, Viehstand, Dünger, Waldstreu und Mergel so zusammenhilft, daß in jeder Beziehung ein geregeltes Ganze dem Zw eke der Landwirtschaft vollkommen entspricht. uo Bei den landwirthschäftlichen Verrichtungen bedienet mann sich beim Ackerland des gewöhnlichen Pfluges, der Egge mit eisernenZäLtnen, der Sicheln und Sensen beim Schnitte, des Trischstekens und der Windmühle beim dreschen, dann der Hiefelstangen beim Kleedörren, der Flachsbrecheln, der Leiterwägen, Karren und Dungjauchfüsser - beim Wiesland, der Stich- Faß und Grabschaufel, der Sense und des Rechens, und bei den Waldungen der Haken und Sägen sämtlicher Art wie auch aller andern zum Wirthschaftsgebrauche gewöhnlich notwendigen Werk und Arbeitszeuge. Die Zeit des Anbaues fiillt nach den Lokal und klimatischen Verhaltnißen bei der Winter-frucht im halben September, und bei der Sommerfrucht Anfangs bis halben April. Die Ernte erficlgt bei der Winterfrucht - Anfangs July bis halben August, und der Sommerfri.ichte Anfangs und halber September. Die Heumadte erfolgt 8 Tage nach Johani, und die Grummeterndte bis Ende September und Anfangs Oktober. Die Obstlöse vom July bis Ende Oktober.

§11 Grunderzeugnisse - Qualität und Anwerth derselben

Die Produkte des Akerlandes sind allgemein mitler jenen des Wiesenlandes guter und schlechter Qualität. Das Obst ist mitl-maßig, das Holz aber sowohl als Bau als auch als Brennholz sehr gut, die Produkteu" so übrigens über den Bedad worunter einiger Roggen und Hafer gehört, erzeugf. werden, pflegen auf dem Wochenmarkt nach Vöcklabruck gebracht oder auch in St. Georgen verkauft zu werden. Das Holz findet an die umliegenden Sagmühlinhaber Absatz.

§12 Gattungen des Grundeigenthums und Anzahl der Bestiftungen

In dieser Gemeinde bestehen einige Domicial Waldungen durchaus Rustical Hausgebäude, und nur wenige Ueberlände, oder walzende Grundstücke unter den Ackern und Wiesen. Fwjsreischs Kataster Berg i.A 7 r r.r.r*r An Bestiftungen sind vorhanden: 3 gar.z:e Bauern mit 30 bis 40 Joch 2?halbe Bauern mit 20 bis 30 - " - 19 Viertl Bauern mit l0 bis 20 - u- 22 Söllner mit 3 bis 10 - " - 14 Pointler 1 bis 3 Widmung der Häuser 10 Kleinhäusler ohne Grundbesitz Die Grundherrschaft allein ist Herrschaft Kammer. Zehenthenschaften bestehen in dieser Gemeinde folgende drei als Pfarrhof Seewalchen Pfarhof Schörfling, und Pfarrhof Lohen osr

§13 Häuser

Die Häuser und Wohnungen der Häuser sind nieder wenigstens 5/u von Holz samt ihren Wirthschaftsgebäuden und höchstens l/u von Mauerwerk - die Dachung aber ist durchaus von Bretterrq überhaupt sehen die Häuser samt ihren Wohnungen armselig aus. Zu der Brand Versicherungsanstalt zu Salzburg sind 44 Häuser verahsecurirt.

§14 Industrialgewerbe

Unter den 12 hierorts befindlichen Gewerben befinden sich auch eine Mahlmühle mit 4 Gängen. dann eine Säge, welche im durchschnitt der Jahre beilaufig S00 Blöche verschneidet und davon 200 Fuhren Zeugholzliefert, endlich 4 Leinwebergewerbe, wovon die Gewerkstreiber mit ihren Sttihlen zu den Bauern auf die Stör gehen und außer dieser Zeit ztmVerkauf 90 Stücke Leinwand und Zwillich a 30 Ellen von 160 Buschen Garn erzeugon.lray FwisrischerKatast*Bagi.A r.r.rw


Schätzung des Nafural-Ertrages der Gemeinde Berg.

§1 Classen Eintheilung I u II.

Laut den beigeschlossenen Protokollen über die Kulturbestirnmung und der Klaßifikation kommen in dieser Gemeinde nachstehende Kultursgattungen vor, als 1) Acker mit zwey Klassen 2) Wiesen ......... vier deto 3) Kleine Gärten -rr- Einzige deto 4) Gärten Einzige deto 5) Hochwaldungen -"- .......... vier deto

§2 Angabe der Behelfe III

Nebst den sub III zuliegenden Natural Bruto Ertrags Erhebungsprotokoll sind noch folgende Behelfe aufgefunden worden, als a) Die Angaben in der Beantwortung der ökonomischen Vorfragen b) Die Josefinischen Ertrags Außätze c) Die Ernte Kontrollen vom Jahr 1832 und 1833(re samt ihren Probedrüschen. d) Die Erntekontrollen beim Wiesland vom Jahr 1834 Die Angabe des Gemeinde Vorstandes in dem Natural Bruto Ertrags ErhebungsProtokoll gibt einen Beweis, daß diese sehr von der Wahrheit abweichen und Erträgniße angaben, die sie blos von den allerschlechtesten Gemeinden und selbst nach erschätzten Bau nicht so gering ausfallen könne. Der Anbau des Dungaufivandes, der Mergel und Kulturkösten würden auf diese Art hoch die Einnahmen übersteigen, daher die Kommißion in ihrer gegenwärtigen Anschätzung theils aus den Behelfen theils aus ihrem Urtheill und endlich aus der Analogie, der Nachbargemeinden Attersee - St. Georgen, Gampern und Litzlberg die nöthigen Verhaltnismäßigen Ansätze ableitete. Die übrigen Behelfe sind in der angeschloßenen Tabelle IV enthalten, und verdienen folgende Erläuterung. a) Die Beantwortung der ökonomischen Vorfragen kann ebenfalls nr gar nichts dienen, denn sie sind voll Wiedersprüche und Unwahrheiten, der einzige Umstand, daß die Sommerfrucht um 6 bis l0 Metzen gegen die Winterfrucht sich höher stellt, hat einige Wahrscheinlichkeit, weil in dieser Gemeinde,roy überhaupt durch die Auswinterung die Winterfrucht eher als die in feuchten Klima sich producirenden Sommerfrucht Schaden nimmt. b) Die Josefinischen Ertrags Ansätze in dem Akerland, welche sich nun im Durchschnitt aus den eigenen willlnihrlichen Angaben der Grundbesitzer aussprechen - haben allgemein im erstenJahr Winter - und im 2Jahr Sommerfrtichte angenommen; dann dieses zweyjährige Erträgnis in folge des dreifeldersystems durch drei Jahre getheilt. Das Resultat bei der Annahme des ganzen Fruchtbaues per Joch und Jahr, welches die Tabelle enthtilt, zeigt deut- Fmi*ischer Kataster Bergi.A rr.r.rroe 9 lich, daß die gegenwärtigen Ertnige sich hoher stellen, und zwar aus dem Grunde, weil die Produktion sich durch die Einführung der Stallfütterung - Auflaßung der Weide - Vermehrung des Kleebaues und zweckmäßiger Kulturivierung des Bodens bedeutend verbeßerte. Auch auf das Wiesland haben diese Umstände einen günstigen Einfluß, indem sich die gegenwärtigen Resultate gegen die Josefinischen Angaben gehoben haben. c) Die Erntekontollen vom Jafu 1832, weisen per Joch beim Roggen 60 große Mandel a 10 Garben nach, jedoch der hier genommen Probedrusch ist nicht ganz echt, indem schon die Saamenkörner ausgeschlagen waren, oder sonst ein Lagergetreid war. Um nun einen richtigen Überblick der Abdrusche zu erhalten, so kann man hier das Abdrusch Resultat der,r,, Nachbargemeinde Gampern mit ttluoMetzen Roggen und jenes der Nachbargemeinde Litzlbergmrt2ol6aMetzen Roggen in Anwendung bringen, woraus hervorgeht, daß im Mittldurchschnitt des Jahres 1832 hier ein Joch Aker 1656lao Metzen Roggen abwarf. (Anmerkung: Gampern und Litzlberg ist mit Berg in der Schüttung in gar keine Barallele zu ziehen, da diese gute machen, jene aber nasse Grtinde hat) Das trokene Jahr 1832 aber war für diese Gemeinde ein sehr günstiges Jahr, indem sie naße Grunde hat die geschüta von Osten der Ausdömrng nicht so stark unterliegen, mithin man im Verhaltnis zu einem schlechten Jahr welches im Durchschnitt nur 11 Metzen Roggen abwarf, und nach der Angabe der Gemeinde 16luoMetzen per Mandl ausdrischt, die mitlere Proportion 1643164+ 11.0 ' 2: l353l6o Metzen Roggen zeigt. Die Erntekontrollen vom Jahr 1833 wurden demnach mit mehr Vorsicht wohl ebenfalls in großer Ausdehnung unter Mitwirkung des Gemeinde Vorstandes genommen, und die Probeabdrusche in loco angewendet; sie ergeben im Durchschnitt beider Klaßen an Roggen l7s2l64Metzen, und an Hafer 28Metzen, dann 25 Metzenlinsgetreid firr die l. Clahse so man nun aus beiden Jahrgängen den Mittldurchschnitt zieht, so zeigt sich eine Saamenvervielfültigung von 5 bis 6 Körnern, die sich auch in analogen Gemeinde producirte, jedoch muß dieseq, Durchschnitt in den beiden Klassen moderirt werden, indem bei den Grtinden erster Klaße in trokenen Jahren sich eine besonders gute Fruchtbarkeit zeigle und auch die etwanigen Reife samt den stets wiederkehrenden periodischen Hagelschlag nicht außer acht gelaßen werden dürfe. Man hat also im Verhältniß zur Producktion und der nachbarlichen Angebung die Ergebniße rectificirt und wir folgen wird, Klaßenweise durchgeführt. d) Die Erntekontrollen vom Jahr 1834 beim Wiesland, sind wenig zur Anwendung geeignet, weil in diesem Jahr Anfangs Juny starker Reifl und nun durch 7 Monate eine regenlose Hitze herrschte, mithin was das Futter anbelangt unter die schlechtesten Jake zu zahlen ist.

§3 Akerland (Erste Claße)

Die in dieser Klasse einbezogenen Grundstücke enthalten einen Flächenraum von 275 Joch 146 trKlftr. nrrt367 Parzellen. Zum Mustergrund wurde die Parzelle N."1443 dem Franz Wirland vulgo Höhenberger N'o. 4 zu Eisenpalmstorf gehörig gewählet. Die gemeindeübliche Fruchtfolge zeigt eine verbeßerte Dreyfelderwirthschaft in einem dreyjährigen Turnus mit einer einmahligen Düngung von 200 Ztn. darcrp4aile20 Jahre einen Mergelaufivand 2000 Ztn. per Joch, wovon beyläufig T00 Ztn. per Joch entfallen. Nach der Gemeinde Angabe wird bei elroKlee auch noch rlroBrdapfl oder Flachs gebaut, welches als unter den normalmäßigen Antheill dem...pree Dominirenden Klee mitYrBrachbenutzlrngztrgewendet wurde, übrigens hat auch die Kommißion den Weitzenbau in der ersten Klaße mitr/+ Frmisreischer Kataster Berg i.A r r.r.tro t0 des Baujahres angetroffen, und nach dem Thatbestand ein Turnus aufgenommen, wonach sich folgender Wirthschaftskurs ergibt, als Im l. Jahr Ll^Weizen ) ,/lforn i Im Dünger Im 2. Jahr r/rlinsgetreid rlrHafer Im 3. Jahr r/, Klee rlrreine Brache Naturalertrag Die Lage dieser Aeker ist westlich sanft abdachend, und sonnseitig trocken, und haben einen durch Mergelschotter verbeßerten Lehmboden, der wenn klimatische Unfiille nicht schadlich einwirken von hohen Ertrage seyn kann. Mit Beziehung auf den $ 2, geben die in der Tabelle IV aufgeführten Erntekontrollen einen jochweisen Erlragvon lTs0luoMetzen Roggen, danqrr, 25 Metzenlinsgetreid und2820l6aMetzen Hafer, wie 45 Ztnr. Heuklee im ersten Schnitt, und nur bei den günstigen Jahrgängen mit Berücksichtigung auf die naßländigen Grtinde und klimatischen nachtheiligen Einfluße erlaubt sich die Coofi eine Herabsetzung dieser Ergebniße, die mit den Nachbargemeinden im Verhaltniß steht, der Waizen so eine Folgefrucht des Klees ist, gedeiht wirklich gut, kann aber vermög seiner Bodenbeschaffenheit und Quantiteet des Roggens nicht erreichen, daher bei reinem Saamen zurükgesetzt wurde. Dadurch ergibt sich nun bei Annahme des ganzen Fruchtbaues folgende jochweise Schatzung An Waizen l?Metzen " Roggen 15 dto " Linsgetreid 18 dto " Hafer 2l dto " Klee ffi;8:ffift;B 5a zntr und nach dem bestehenden Theilbau Verhältnis Im l. Jahr rloWeizen 3 Metzen 3/o Klee ll t61.. dto Im2.Iafu t/rlinsgetreid 9 dto rlr}Jafer TO Ll2 dto Im 3. Jahr rlrl(Lee 25 Ztnr. rl,, reine Brache Dieser durch die Jahre der gemeindeüblichen Fruchtfolge getheilt, gibt das einjälrige Ertragnis N.O". Joches Acker I. Claße wie folgt 1re Produkle Quantität Nach dem Geld- Preistarife ertrag I|ldtz Ztr lb fl xr fl xr AnWaitzen I 2 l0 2 10 -"- Roggen 3 otle+ I 28 5 30 -"- Linsgetreid 3 46 2 18 -"- Hafer 3 t luo 41 2 23 ,lo -"- Kleefutter 8 33 18 2 29 214 Summa des einjährigen Geldertrages 14 51 Fwisischer Kahster Berg iA r r r.rw ll Zweyte Classe Hat ein Flächenmaß von 412 Joch722.6 trKlftr. mit 769 Parzellen; Als Mustergrund wurde die Parzelle N-l706 dem Mathias Resch Hs. N.o. 2 anBngljäring gehorig aufgestellt. Auch in dieser Klaße ist so wie in der ersten der 3 jährige Turnus und eine Mergelverwendung mit ... Ztrc in 15 Jahren und einmahliger Düngung von 200 Ztnr per Joch, nur hört hier der Bau des Linsgetreides auf weil die Acker einigermaßen zu naß sind, und überhaupt dem Hafer beßer zusagen, mithin in dieser Periode Im l. Jahr r/, Weizen ) . TiKorn i im Dünger Im2. Jalr Hafer Im 3. Jahr rlrl(lee r/rrcineBrache. 126) Naturalertrag Die Lage dieser Akerklaße ist zwar dieselbe, jedoch sind sie mehr von Wäldern umgeben, und haben im Untergrund einen zähenroten Lehm, daher sich die Abstuffi.rng vermög den Behelfen rechtfertiget, und nur bei trokenen Jahren die aber selten sind, hohe Erträge an der Ernte abwerfen. Ferner ist hier der Umstand zu benicksichtigen, daß diese Akerklaße unter sich selbst einige kleine Fruchtverschiedenheiten hat, indem nur 2 Akerklaßen aufgestellt sind, worin doch auch unter den minder erträglichen, wieder etwas geringer eingeschloßen sind, mithin man im Durchschnitt der garuen Klaße sich aussprach. Indem man sich nun auf die Begründung der Behelfe und der ersten Akerklaße beruft, findet man nur noch zu bemerken, daß die ermittelte Abstufung im richtigen Verhältniß zu den Nachbargemeinden steht deßhalb bei Annahme des ganzen Fruchtbaues an Waizen 9 Metzen " Korn 12 dto " Hafer 18 dto " Kleg im I schnitt 25 im2 schnitt t5 40 Zntr und nach den bestehenden Theilbau Verhältnis Im 1. Jahr 1/* Weizen I 8/ Metzen 73 Korn l0 321.. dto Im2. Jahr Hafer 18 dto,r, Im 3. Jahr r/, Klee 20 Ztnr. l/, reine Brache Dieses durch die Jahre der gemeindeüblichen Fruchtfolge getheilt, gibt das einjährige Erträgniß eines N.O.. Joches Aker II. Claße: Produkte Quantiteet Nach dem Geld- Preistariffe ertrag I|lfdtz Ztn lb fl xr fl xr Waitzen . ,oluo 2 10 48 31. Korn 3tluo I 28 5 8 Hafer641 46 Kleefutter 6 66 18 | 59 31. Summe des einjeehrigen Geldertrages 12 2 2/. xr Fwisreischq Katasta Betg i.A r r.r.rw 12 Nebennutzungen Nach dem Wunsch der Gemeinde sollte auch der Erdapfl und Flachsbau einbezogen werden, da aber vermög hoher Vorschrift nur jene Früchte in den Turnus einbezogen werden dürfen, die wenigstens den 8. Theill der Area betragen, so könnten hier diese Brachfri.ichte, da sie nur tln tl der Area einnehmen und höchstens alle 9. oder 12. Iahr einmal im Bau vorkommen nicht angenommen werden, deßhalb hiefür der Klee mit einer größeren Area in der Brache angesprochen wurde. Als Nebennutzungen wären daher anzunehmen a) Der Herbstklee mit circa 228 Ztnr auf 76 Joch Flächelzsy b) Erdapfl 77}Metzen von 7 Joch c) Flachs mtt22v2Ztw. wd 45 Metzen Leinsaamen von 9 Joch d) Weißkraut 75 Pfund auf 3 Joch und e) Stoppelrüben mit 180 Metzen von circa 6 Joch. Das Stroh vom Waitzen und Hafer wird verfi.ittert. jenes von Korn aber ntr Streu benutzt. Das Mengfutter von Linsgetreid wird statt Heu hauptsächlichztr Nutzviehnahrung verbraucht, die reine Brach wird wohl durch Schaafe - aber nicht regelmäßig beweidet.

§4 Wiesen Erste Classe

Enthält einen Flächenraum von 101 Joch und 308 trKlftr. mitzl}Parzellen; Zum Mustergrund dient die Parzelle N'2063 dem Georg Hametsberger am Mayrgut anBrandham Hs N'o. 9 gehörig. Diese Wiesenklaße gibt süßes Futter und ist zrveimähdig Ihre Lage ist schattseitig - tief und feucht, mit einer schwarzen tiefgrundigen Thonerde auf matten Lehm ruhend. Durch die Düngung , die ntrar alle 2 lahr mit 100 Ztnr. Waldstreu - Mist per Joch geschieht, gewinnt die ohnedem dichte Grasnarbe eine fette Bestokung, und gibt in den Jahren der Düngung ein hohes Erträgniß, indem Boden und Lage dem Wieswachse sehr zuträglich sind.,rn, Jedoch in den Jahren wo die Düngung ausbleibt ist die Abnahme des Ertrages sichtbar, so daß man sich bei der Localisirung von den verschiedenen Wiesenstand überzeugte, mithin der Mitl- Ertrag um so mehr hier angenommen werden muß, weil die benachbarte dürre Ager durch Austretten oft schädlich einwirkt. Übrigens sind hier auch die sogenanten Haus und Grasgärten mit einbezogen, die selbst nebst der Düngung noch mit Dungjauche übergoßen werden, und man in der Nachbar Gemeinde Eggenberg vom Jahre 1834 eine Heu Ernte Kontroll von 29 Ztnr. per Joch in der correspondierenden Wiesenklaße nachgewiesen hat; dagegen in demselben Jahr laut hiesigen Behelfen nur 13 Ztnr.Hev gefunden wurden, so dürfte bei den hiesigen weniger gedüngten Wiesen das Verhältruß nt den übrigen Nachbargemeinden, so wie es allenthalben geschah, regelmäßig eingehalten werden. Dem zu folge bestimmt sich das der Produktionskraft des Bodens angemeßene Erträgniß eines N.O". Joches Wiesen I Claße auf: Produkte Süsses Heu Deto Grummet Quantiteet Nach dem Geld- Preistarife ertrag lSZtnr. 27 xr 8 fl. l5-"- 20xr 3f1.20 Summa des einjährigen Gelderträgnißes ll f126 xr (30) Fwjsuischtr Katasts Berg i.A 11.3 rs 13 Zweyte Classe Mit einem Flächeninhalt von 52 Jochund I23.3 trKlftr. mit 105 Parzellen; Zum Mustergrund nahm man die Parzelle N- 1940 dem Sebastian Thalhamer Hs N.o 15 zu Jedelham gehorig. Diese Wiesen werden gemeindeüblich nicht gedüngt sind zweymähdig - sauer - haben eine sumpfige tiefe Lage mit versäuerten undurchläßigen Lehm zur Bodeneigenschaft. Wenn man dazu noch die allfiillige Überschweflrmung, die aber nur einen sehr kleinen Teil dieser Wiesen gefiihrdet in Anschlag bringt, so kann von dieser Wiesenklaße nur ein sehr schwacher Ertrag erwartet werden, zvmal eine dünne mit Moos und Sumpfpflanzen vermengte Grasnarbe da ist. Dem ungeachtet gibt die Gemeinde 2 Fuhren Heu und I Fuhre Grummet als Ertrag an, und zvvar die Fuhre a 5 Ztw. Gewicht, dieses aber wo mehr mit Pferden als mit Ochsen bewirtschaftet wird ist dem doch eine sehr unwahrscheinliche Ladung beim Heumachen, so man im Gegentheill das Jungvieh zu überladen pflegt, es scheint daher daß die Menge der Fuhren gleich der ersten Klaße sey, und daß bei der bestehenden Viehzucht ebenfalls hier die Düngung statt findet, den sonsten müßten diese Wiesen bei der erwähnten Eigenschaft nur einmähdig seyn, und da sie es nicht sind, so ist es ein Beweis, daß sie entweder vernachläißiget werden, oder daß die Angabe des Gemeinde Vortsandes durchaus unecht sey. - Beidesou darf nun das Verhälniß der angreruenden Nachbargmeinden Attersee und Litzlberg nicht störren, die in der korespondirenden Wiesenklaße aus Boden und Lage anbetrift, annalog mit dieser sind, und nachdem nun diese Gemeinden ebenfalls den Ertrag mit 2 Fuhren Heu und ler Fuhre Grummet jedoch mit höheren Gewichtsverhältnißen angeben, Die von Seite der Coofr moderiert wurde: übrigens die Behelfe von dem im $ 2 bereits Erwähnten schlechten Heujahr 13%Ztnr. Heu per Joch nachweisen, son findet die Schätzungs Coof, den gleichen Ansatz, gleich einer bei den Nahbargemeinden gestellt wurde, gegnindet auf die Analogie beizubehalten. Daher das einjährige Erträgnis eines N.O". Joches Wiesen IIt Classe folgens sich darstellt. Produkte Süsses Heu dto Grummet Quantität Summa des einjährigen Geldertrages Dritte Classe Diese umfaßt ein Areall von 76 Joch und 1352.5 trKlftr. und 448 Parzellen. Zum Mustergrund ist die Parzelle N'1023 dem Georg Resch vulgo Grubber Hs N'o T ruKatterloh gehorig bestimt. 13z; Diese Wiesen geben süßes Futter sind gemeindeüblich einmähdig und bestehen aus trokenen Leithen - sperren Grasplätzen, Feldangern und sogenannten Vorhaupten. Die erst nach dem Schnitt gemäht. als Wirtschaftsplätze gleichsam der Kultur entzogen werden; Da sie zwischen anderen Kulturen liegen, so ist ihre Bodenbeschaffenheit dieser gleich, im ganzen aber trokener Lehm mit Schotter, der eine dünne Grasnarbe zeigt, welche dem Wind und der Sonndürre ausgesetzt ist. Nach der Schnittzeit werden sie mit Schaafen gleich den Stoppel und Brachfeldern beweidet. Nach dem ökonomischen Urtheil und den nachbarlichen Verhältnißen entfiillt auf ein N.O". Joch Wiesel lllter Klasse mit Einbezug der Nachweide das einjährige Ertragnis Produkte Quantität Nach dem Geld- Preistarife ertrag Süßes Heu samt Nachweide 7 Ztn. 27xr 3fl9xr Summa des einjährigen Geldertrages Nach dem Geld- Preistarife ertrag 18 xr 4 fl. 12 xr 13 xr 2 fL. l0 xr 6fl. 22xr T4 l0 Fwisreischer Kataster Bery i.A I I 3 re6 3fl9xr T4 Vierte Classe Mit einem Flächeninhalte von 191 Joch und 1195,4 trKlftr. und 655 Parzellen. Zum Mustergrund wurde die Parzelle N'" 1581 dem Franz Winerroither vulgo Haberl Hs. N'o I zu Eisenbahlmstorf gehörig gewtihlt. Diese Wiesen dieser geben saures Heu und sind einmahdig ohne allerorr Kultur. Ihre Lage ist hoch gewölbt und tief, hat versäuerte Moorerde und versumpften Untergrund mit einer dünnen moosiger Grasnarbe. Unter allen Wiesenklassen ist diese die stärkste sowohl an Area als auch an Parzellen, welche bei allen Ortschaften der garzen Gemeinde in den wiegenartigen Thällern die unterirdischen Quellen haben, zerstreut sind, daher ein Beweis, daß gegen andere Gemeinden die Einklaßirung dieser Grundstücke alle jene Wiesen umfaßte, die sauer einmähdig nicht gedtingt werden, mithin nicht die allerschechtesten für sich allein zusammengestellt - sondern auch beßere dahin einbezogen wurden, welches einen Unterschied in den angebothenen Ertrage macht, der Quantiteet nach, in das Verhältniß zu den Nachbargemeinden welche die schlechteste Qualitat absonderten - darum eingeschoben werden muß, weil im Ertrage selbst diese Wiesen der vorhergehenden IIIt Klaße wenig nachgibt. Es zeigt demnach ein N.Ö. Joch Wiesen IV Classe ein einjähriges Erträgniß von: Produkte Saures Heu Quantität 6 Ztn. Nach dem Geld- Preistarife ertrag 18xr 1fl48xr Summa des einjährigen Geldertrages l. fl 48xr @) Nebennutzungen Bei der eingeftihrten Stallfütterung ist keine Wiesenbeweidung eigentlich eingeführt, doch hat die Cooff bemerkt, daß im Herbste auf die Wiesen erster Klaße Jungvieh nach der Grummetfechsung getrieben - und die dritte I{aße nach dem Schnitte durch Schaafe beweidet wird, welche Nachweide bereits bei der Anschätzung mit einbezogen wurde.

§5 Kleine Garten

Einzige KIaße Diese enthalten ein Flächenmaß von 6 Joch und 666.5 trKlftr. mit 50 Parzellen. Sie werden ausschließend zur Obst und Grasgewinnung benützt und weil keine derselben das Flächenmaß von 400 DKlftr. überschreitet, so dürfen solche nicht besonders klaßifiziert werden, sondern sind im Ertrag dem Ackerland I.tClasse gleich zu achten. Hiernach ergibt sich das einjährige Erträgniß I N.O". Joches kleiner Gärten F;inziger Klaße: Geldertrag 14fl51xr Im Parifikationsweg mit dem I fachen Ertrage des Akerlandes I Claße Fwisischs Kataster Bag i.A I r r. r ero 15

§6 Garten

Einzige Klasse Mit einem Flächenraum von 3 Joch und 739.9 trKlftr. und l0 Parzellen; zum Mustergrund wurde die Parzelle N' 1206 den Lorenz Wienerroither Hs. N'o I wlgo Staufer zu Eisenbahlmstorf gehörig, ernannt. Diese Gärten liegen bei den Häusern eingezäunt, und sind der\ro kalten Nordwinden wie auch den sengenden Stidwinden Preis gegeben. Die Benützung dieser Gärten ist ausschließend zu Obst und Gras als Grtinfutter, sie werden stark gedüngt und habe eine ziemlich tiefe schwarze Gartenerde, die sowohl den Obstbäumen als den unter denselben befindlichen Graswuchse in so ferne zuträglich ist, als der Schatten der Bäume selbst gedeihen läßt. Die Gattung der Bäume besteht aus Birnen - Apfel und Zwetschken - theils wild theils gesetzt zum Most und Dörrobst bestimmt. Sie unterliegen den schadlichen klimatischen Einwirkungen des Südwindes hauptsächlich der Schauerschläge, von welchen sie dergestalt mitgenommen sind, daß sie theilweise abdörren, und durch junge Pelzlinge ersetzt werden müßen. Da nun kleine Gärten verpachtet werden, nach welchen ein Ertrag ermittelt werden könnte, so hat die Coofl in Anbetracht , daß diese Grtinde die geschätztesten bei Hause sind, den Obst und Futterertrag gleich den Nachbargemeinden mit den I alrofachen Ertrag eines Akers erster Klasse parifrzirt. Dem zu folge ist das einjährige Erträgnis eines N.O". Joches Garten einziger Klaße Geldertrag 20 fl 471/4 Im Parifikationsweg mit dem 1al,0 fachen Ertrages des Ackerlandes I. Klasse (30 FwiszischqKatasterBogi.A rr r.rxr t6 Wal ds chatrung s -E I ab or at Catastral-Wald-S chätzungs-Elaborat der Steuergemeinde Berg

§7 Hochwald in vier Klassen

Ite clurse Mit dem Flächenmaße von 193 Joch und92l.3 trKlftr. welche enthalten ixin24 Parzellen, wovonzu {A 74\och405.4 oKlftr.} sehören L6Parz. {B 119 Joch 515.9 oKlftr.} " 8 --"-- Mustergrund dieser Classe ist die Parzelle Nr. 1101 dem Johann Perner Hs. N- 5 zu Katterlohen gehorig. Probefläche wurde für diese Classe keine besonders abgesteckt, und die Ertragsaußchätzung derselben auf den Grund der in der ersten Classe der Gemeinde Litzlberg und der dritten Classe der Gemeinde Weyeregg abgeschät zten zw ei Probej oche basirt. Der Holzbestand ist t/, Buchen 2/, Fichten und Tannen bei dichter Bestockung und tiefer etwas sandiger gut protuktiver Lehmboden mit wenig Thonschiefer im Untergrund, dessen Bewirthschaftung blos plenterweise zu geschehen pflegt. Die Benützung geschieht gemeindeüblich als Bau - Saag und Brennholz letzteres meist in 36 Zoll aber auch 30 Zoll Schnittklftr. welches aus A weniger u. aus B mehr beschwrlich zu bringen ist. Der Absatz des Holzproductes findet sowohl als Brennholz als auch u. zwar vorzugsweise als Bloch- oder Saagholz statt,welches letztere, nachdem die Bloche an den Saagmühlen geschnitten worden sind, als Schnittware auf der Ager, Traun und Donau nach Wels, Lir:zu. Wien und weiter gefirhrt und abgesetzt werden. Der Verkauf pflegt beim Austritte des Agerflußes aus dem Attersee statt nt haben, wohin die Waldeigenthümer das aus den Waldungen zum Attersee gebrachte Bau- Bloch u. Schnittholz auf dem See flößen, und dort von den Saagmüllern und Holzhändlern kauflich übernommen, um weiter verkauft zu werden. Die veranlaßten Erhebungen und Versuche zeigenhier die Benützung des Holzes in der 120 jährigen Umtriebsperiode als gemeindeüblich, welche mit Rucksicht auf den Boden, das Klima, die Holz- und Benützungsart als zrveckmäßig erkannt, und sonach auch in Absicht auf die gegenwärtige Ertragsaußchätzung in Anwendung gebracht. Die Behelfe sind nebst den in dieser Klasse geftillten Musterstämme a) die in Gemeinde Litzelberg I Klasse, und in der Gem. Weyeregg IIII" Klasse abgeschätzten zwei Probejoche b) das sub f angeschlossenen Ertragsverhandlungssprotokoll und c) die von der Waldschätzungs Coofr gelegenheitlich der Pnifung in loco Wald bezüglich der Haupt- und Nebennutzungen der Bodeneigenschaften, der Bestandsgattungen, der Bestockungsdichtheit, der Mischungs- und Zuwachsverhältnisse, der Analogien,..... gesamelten Daten sonstige Behelfe, abs. Ertragsaufzeichnungen, Taxationen finden sich hier nicht vor.(37) Fffiimischer Katasts Bcg i.A rr.:.r*o I7 Der Holzbestand auf einem niederosterr. Joche, in dem durch die Umtriebsperiode vorausgesetäen haubaren Zustande wurde mittels Musterverhältniß auf dem Grund der vorgenannten Probejoche unter Berücksichtigung der zwischen den betreffenden Waldböden obwaltenden Bonitätsverschiedenheiten, der Bestandsgattungen, der Bestockungsdichtheit, des Maßen- Mschungs- und ZuwachsverhäItnißes, der Lage und insbesondern in Wtirdigung des Totalle und des durchschnittlichen Mittels der ganzenKlasse und mtar. ftir das Buchenholzmtt 48 und - rr - rr- Nadlholz -"- 156 Klftr a 30 Länge bemessen. Der jahrliche Natural-Ertrag oder Zuwachs ergibt sich, wenn obige Summe durch die Anzahl der Jahre der Umtriebsperiode, nämlich durch 120 getheilt wird und beträgt demnach an {hartem Holz 0,40}66r. {weichen Holz 1.30} Holzgattung 3O zöllige Catastralpreis Geld Klafterzahl pr. Klafter Ertrag Klft. 10011. fl. kr. fl. kr. t/, Buchen a{ 0. 40 I - - 24 2lrTatnenund Fichten { 1. 30 - 50 I 5 Buchen g{ 0. 40 - 50 - 20 Fichten Tannen { l. 30 - 4l - 53 Y4 Summe des einjährigen Geldbetrages A B t29 I 13% Die Kubikinhalte der in den Wäldern dieser Klasse geftillten Buchenholzstämme zeigenim Vergleiche mit dem gleichdiametrigen Stämme des auf der dritten Klasse der Gemeinde Weyeregg abgeschätzten Probejoch des Musterverhältniß im turnusmäßigen Alter von 120 Jahren mit 1,34; und die Nadlholzstämme den gleichdiametrigen Stämme des in der ersten Classe der Gemeinde Litzelberg abgeschätzten Probejoches gegenüber im 1 l0 jährigen Alter mit 1,08; wonach der joch- und jahrweise Ertrag im turnusmäßigen Alter firr einen reinen Buchenbestand auf diesen Boden 0,90 x 1,34: 1,206 und -rr--rr- Nadlholzbestand -rr- -rr- -rr- 1,91 x1,08:2,06 2,06139

1,93 Klft.

.... würde, und sich aber unter Berücksichtigung des Mischungs verhältnißes und ftir die Buchen mit L,206 x 11, : 0,403 und Fichten und Tannen 1,93 x2lt: 1,287 Kfr. berechnet, die zur Einhaltung des richtigen Verhältnißes und Behüfs der Abrundung für die Buchen mit 0,40 und - rr - Fichten und Tannen 1.30 Kftr angesetzt wurde. Da übrigens in den Wäldern dieser Klasse gemeindeüblich weder eine Waldaufsicht besteht, noch die Fortpflanzung der Wälder mittls lcinstlicher Kulturen zu geschehen pflegt, so wird firr dieselbe der Rohertrag zugleich als Reinertrag angenommen. Nebennutzungen in denen den Häusern näher gelegenen Parzellen dieser Klasse wird das Laub zu Streu gesamelt.o, [te Classe Mit dem Flächenmaße von 149 Joch und 837 trKlftr. welches in 57 Parzellen.enthalten ist, und ganzin die bringl. A: entf?illt. ZV,laf ll FwisreischerKatasterBogi.A rr.r r*e t8 Mustergrund dieser Classe ist die Parzelle Nr. 2481 dem Ferdinand Aigner, Hs N'o 3 zu Rubensdorf, gehorig. Probefläche wurde für diese Classe keine besonders abgesteckl, sondern die Ertragsschätrung derselben auf den Grund des in der Nachbargemeinde Litzelberg abgeschätaen Probejoches vorgenommen. Der Holzbestand ist 213Tannenund r/, Fichten und einzelnen Buchen bei dichter Bestockung und tiefen, gut protuctiven Lehmboden und wird blos plenterweise bewirtschaftet. Die Benützung geschieht gemeindeüblich wie bei der I. Klasse; jedoch aber ist das Holz dieser Klasse im Vergleiche mit der I Klasse blos aus A und somit wenig beschwerlich zu bringen. Der Absatz des Holzproductes findet wie bei der ersten Klasse statt. Der Verkauf pflegt unter den bei der ersten bezeichneten Modalitaten vorzukommen. Die veranlaßten Erhebungen und Versuche zeigenhier die Benützung des Holzes in der 100 jährigen Umtriebsperiode als gemeindeüblich, und als zweckmäßig, und wurde instruktionsgemäß den Lokalverhältnißen angemessen ausgemittelt Die Behelfe sind sind nebst den in dieser Klasse gefiillten Musterstämme und dem in der Nachbargemeinde Litzelberg abgeschätztene Probejoche nach die bei der ersten Klasse sub b u. c bezeichneten Daten.lr; Der Holzbestand einem niederösterr. Joche, in dem durch die Umtriebsperiode vorausgesetzten haubaren Zustande wurde mittels Musterverhältnis auf den Grund des in der GemeindeLitzelberg geschätztenProbejoches unter der weiteren bei der ersten Klasse bemerkten Berücksichtigungn und Wtirdigungen ermittelt und zv,rar mit 170 Kfter a 30 Länge. Der jährliche Natural Ertrag oder Zuwachs ergibt sich, wenn obige Summe durch die Anzahl der Jahre der Umtriebsperiode nähmlich durch 100 getheilt wird, und beträgt demnach 1,70 Klfr. Holzgattung 30 zöllige Catastralpreis Geld I(lafter-Zah1, pr. Klafter Ertrag Klft. 100fl. fl. kr. fl. kr. Fichten u. Tannen A | 70 - 50 I 28 Summe des einjährigen Geldbetrages A per se Die hier geftillten Musterstäme zeigen den gleichdiametrigen Stämme des in der Gemeinde Lrtzelberg abgeschätzen Probejoches gegenüber turnusmäßigen Alter von 100 Jahren das Musterverhältniß mit 0,93;wonach der joch- und jahrweise Ertrag mit 1.91 x 0,95 : 1,81 Klft. erscheint, und mit 170 Kftr. (2r Einhaltung des richtigen Verhältnißes) angesetzt wurde, weil in dieser Klasse mehrere minder protuktive Möser vorkommen und die Musterstämme überhaupt unter zu günstigen Boden- u. Lokalverhaltnißen erwachsen sind. Übrigens wird auch für die Wälder dieser Klasse, und zwar aus denselben bereits bey der I Klasse erwähnten Gründen der Rohertrag als Reinertrag angenommen. Nebennutzungen unter den wenigen Buchen pflegt das Laub gerecht, und manchmall auch nn Zeit eines dringenden Strohmangels Mo os gescharret. 1ao, mte Classe Mit dem Flächenmaße von 4 Joch und 43.3 trKlftr. welches in l0 Parzellen enthalten ist, und ganzin die Bringl. A entftillt. Mustergrund dieser Classe ist die ParzelleNr. 1079 dem Mchael Mayer, Hs N'o 4 ntKatterloh, gehörig. Probefläche wurde für diese Classe (wie II Klasse) Fwisreischet Kataster Berg i.A il r.ree6 l9 Der Holzbestand ist 2lrTawrcnund 1/3 Fichten und wenig Buchen bei zirnlich dichter Bestockung und zimlich tiefen etwas bindenden Lehmboden, aber freyer dem Winde dem Rohnreif und Schneedruck exponirten Lage und wird plenterweise bewirtschaftet. Die Benützung geschieht gemeindeüblich wie bei der ersten Klasse, jedoch ist das Holz hier im Vergleich derselben nur aus A wenig beschwerlich zu bringen. Der Absatz des Holzproduktes findet wie bei der ersten Klasse statt. Der Verkauf pflegt unter den bei der ersten Klasse gezeiglenModalitäten vorzukommen. Die veranlaßten Erhebungen und Versuche zeigen hier die Benützung des Holzes in der 110 jährigen Umtriebsperiode als gemeindeüblich und zugleich auch als zweckmäßig und wurde instruklionsmäßig den Lokalverhältnißen angemessen ausgemittelt. Die Behelfe sind sind nebst den in dieser Klasse geftillten Musterstämme und dem in der Gemeinde Litzelberg abgeschätzen Probejoche nach die bei der ersten Klasse sub b und c bezeichneten Daten und Notitzen.laly Der Holzbestand auf einem niederösterr. Joch, in dem durch die Umtriebsperiode vorausgesetzten haubaren Zustande wurde mittels Musterverhältniß auf der Grundlage des in der Gemeinde Litzelberg abgeschätaen Probejoches unter der in der ersten Klasse angefi.ihrten Berücksichtigungen und Würdigungen mit 137,5 Klft. a 30 Länge ermittelt. Der jährliche Natural Ertrag oder Zuwachs ergibt sich, wenn obige Summe durch die Anzahl der Jahre der Umtriebsperiode nähmlich durch 110 getheilt wird, und beträgt demnach 1.2s Klft. Holzgattung 30 zöllige Catastralpreis Geld Klafterzahl pr. Klafter Ertrag rannen und Fichten A

  • i '011 u-

S i ,\ Summe des einjährigen ^ Geldbetrages A perse Unter denselben bei der zweiten Klasse bezeichneten Beziehungen weisen die hier gefiillten MusterstämmedasMusterverhältniß mit0,7I aus;wonachderjoch-undjahrweiseErtragim 100 jährigen Alter sich mit 1,91 x 0,'7T:1,35 Kftr, und im turnusmäßigen Alter mit 1,35 x 0,976: 1,317 Klft. darstellet, und aber zur Einhaltung des richtigen Verhältnißes und der Abrundung wegen mit 1,25 Kftr. in Ansatz gebracht worden ist. Da auch hier weder eine Waldaußicht noch eine ktinstliche kultur gemeindeüblich besteht, so auch für diese Walder der Rohertrag als Reinertrag genommen. Nebennutzungen, außer dem ausnahmsweise bei Gelegenheit eines dringenden Streumangels geschehenen Moosscharren keine.lory rvte Classe Mit dem Flächenmaße von 38 Joch und 408 trKlftr. welches in 4l Parzellen vorkommt, und ganzin die Bringl. A entfiillt. Mustergrund dieser Classe ist die Parzelle Nr. 1085 dem Johann Preiner, Hs N.o 5 anKatterlohen, gehörig. Probeflache wurde für diese Classe l: wie erste Klasse :l Der Holzbestand ist 1/, Buchen u. 2/, Fichten und Tannen bei zimlich dünner Bestokung und mittltiefen sandigen Lehmboden mit Thonschiefer bei einzelnerweise freyer dem Winden, dem Rehmreif und dem Schneedruck exponirterLageund wird plenterweise bewirtschaftet. FwireischqKatasterBergi.A u.r rex 20 Die Benützung geschieht gemeindeüblich wie bei der ersten Klasse, jedoch aber ist das Holz nur aus A wenig beschwerlich zu bringen. Der Absatz des Holzproductes findet so wie bei der ersten Klasse statt. Der Verkauf pflegt mit der ersten Klasse unter gleichen Modalitäten zu geschen. Die veranlaßten Erhebungen und Versuche zeigenhier die Benützung des Holzes in der 120 jährigen Umtriebsperiode als gemeindeüblich, und zugleich auch als zrveckmäßig, u. wurde instruktionsgemäß den Lokalverhtiltnißen angemessen ausgemittelt. Die Behelfe sind sind nebst den in dieser Klasse gefüllten Musterstämme nach der bei der ersten Klasse sub. a. b. u. c. bezeichneten Gegestände.1ary Der Holzbestand auf einem niederösterr. Joch, in dem durch die Umtriebsperiode vorausgesetzten haubaren Zustande wurde auf derselben Grundlage, auf demselben Wege und unter den nämlichen Berücksichtigungen und Wtirdigungen wie bei der ersten Klasse und zwar firr das Buchenholz mit 30 und - ftir das Nadlholz - u - 96 Klft. a 30 Ltinge ermittelt. Der jährliche Natural Ertrag oder Zuwachs ergibt sich, wenn obige Summe durch die Anzahl der Jahre der Umtriebsperiode nähmlich durch 120 getheilt wird, und beträgt demnach 0.25 hartes ) o.8o weich., i Klft' Hot Holzgattung 1/, Buchen 2/, Fichten Tannen Summe des einjährigen Geldertrages Unter den nemhlichen Beziehungen und Verhaltnißen, welche bei der ersten Klasse dargestellt worden sind, weisen die hier gefiillten Buchenstämme das Musterverhältniß mit 0,80; und die Nadlholzstämme mit 0,73 nach; wonach der joch- und jahrweise Ertrag eines reinen Buchenbestandes auf diesem Boden 0,90 x 0,80 :0;72 Klft. und der eines reinen Nadlholzbestandes mit 1,91 x0,73--1,39:1,39 x 0,936: 1.30 Klft. entfallenwürde, daher der joch- und jahrweise Ertrag dieser gemischten Klasse unter Beachtung des Mischungsverhältnißes und zvrar für das Buchenholz mit 0,72xrlr: O,24und - Nadlholz 1,30 x 213:0,86 Klft. sich ergibt. Da aber die Buchenmusterstämme etwas zu verkrippelt waren, und die Nadlholz-Musterstämme unter zu günstigen und vortheilhaften Boden und Lokalverhaltnißen herangewachsen sind, so wurde der........ jährliche Ertrag für auf das Totalle der Klasse mit 0,26 u. 0,80 Klfr. Da übrigens auch in dieser Klasse weder eine Waldaufsicht noch eine Waldkultur gemeindeüblich stattfindet, so wird für dieselbe gleichfalls der Rohertrag als Reinertrag genommen. Wels am 31t* Merz 1833. Schellinger,*, 30 zöllige Catastralpreis Geld Klafterzahl pr. Klafter Ertrag Klft. 100t1. fl. kr. fl. kr. LAo 2s I - 15(0,75) { o 80 - 50 40 (1,20) A-s5 Fwisreischq Katastq Berg iA tr.:.rro 2t

§8 Benützbare Grundoberfllichen die der Ertrags Ausmittlung unterliegen

In dieser Gemeinde kommen folgende Parifikationen vor als a)Ziglxadl mit Akertr Classe l2flZzlo w b) Die Bau Area dto ... 12fl2zlo w Dem von dem Schtitzungscoofr Karl Gampert verfaßten OriginaFConcepte gleichlautend. Geprüft und dem Instrulftions: vorschriften entsprechend befunden. Fmdrzcischef KsblbcBagiÄ rr.r.rx 22