Villa Ransonnet

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Villa Ransonnet 1925
Villa Ransonnet 2010

Die Villa Ransonnet steht in Nußdorf am Attersee, Dorfstraße 65, und ist seit 2002 unter dem Namen Seminarhotel „Grafengut“ bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Eugen Ransonnet (* 1838, † 1926) war österreichischer Diplomat und Maler. 1871 kam er nach Nußdorf am Attersee und ließ sich dort von 1871-73 eine Villa in bürgerlich feudalem Stil errichten. Er gilt auch als Begründer des Tourismus am Attersee und war Gründer des Union-Yacht-Clubs Attersee.

Die Villa liegt in einem großen Garten direkt am See. Der Hauseingang befindet sich an der Landseite der Villa. An der Gartenseite führt über das Speisezimmer der Ausgang zum See.
Die Villa wurde mehrfach umgebaut, heute ist zur Seeseite ein Wintergarten vorgelagert.

Bemerkenswert ist die Gartenanlage. Ein verschlungenes Wegsystem und ein Bach führen durch einen Park, der mit exotischen Bäumen bestückt ist. Diese Pflanzen hatte Ransonnet von seinen Weltreisen mitgebracht. Zu erwähnen sind u.a. ein Riesen-Lebensbaum (Western Red Cedar - Thuja plicata) mit einem Stammumfang von an die acht Meter), ein Mammutbaum, eine Scheinzypresse oder eine Sicheltanne.

Nach dem Tod Eugen Ransonnets 1926 ging das Anwesen an seine Tochter Eugénie von Ransonnet-Villez (1880-1971). In ihrem Testament hat sie 1956 verfügt, dass der Besitz dem Linzer Priesterseminar als Erholungsheim für Theologen zufallen sollte.

Von 1942 bis 1949 wohnte ein Freund Ransonnets, der Maler Sigmund Walter Hampel, in der Villa.

2002 wurde die Villa einer gründlichen Restaurierung unterzogen. Im Garten wurde ein zeitgemäßer Zubau errichtet. Heute gehören die Objekte zum Seminarhotel „Grafengut“.

Ransonnet-Themenweg

Der Ransonnet-Themenweg in Nußdorf gibt nähere Informationen über Leben und Werk Eugen v. Ransonnets.

Bildergalerie

Lage

Quellen

  • Ransonnet-Themenweg-Falter (Verschönerungsverein Nußdorf am Attersee)
  • Erich Bernard, Judith Eiblmayr, Barbara Rosenegger-Bernard, Elisabeth Zimmermann: Der Attersee - Kultur einer Sommerfrische; Verlag Christian Brandstätter, 2008, ISBN 978-3-85033-022-0


Weblinks