Unterach am Attersee

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Unterach am Attersee
UnterachKirche.jpg
Lage Wappen
MiniMapUnterach.png
WappenUnterach.jpg
Lage auf DORIS-Karte Gemeinde-Website
Gemeindedaten
Bezirk: Vöcklabruck (VB)
Bezirksgericht: Vöcklabruck (früher Mondsee)
Katastralgemeinden: Au, Unterach
Fläche: 26,02 km2
Einwohner: 1503 (1. Sep. 2014)
Höhe: 477 m
Vorwahl: +437665
Postleitzahl: 4866
Koordinaten: 47° 48′ 25″ N, 13° 29′ 30″ O
Gemeindekennziffer: 41745
Amtliche Adresse: Hauptstraße 9
4866 Unterach a. A.
Bürgermeister: Georg Baumann (ÖVP)
Weitere statistische Daten

Unterach am Attersee ist eine Gemeinde am südwestlichen Ufer des Attersees.


Inhaltsverzeichnis

Geografie

Westlich erhebt sich ein Höhenzug, der mit der Hochplättspitze (1.123 m ü. A.) seine höchste Erhebung hat.

Ortschaften

Ortschaften der Gemeinde Unterach
WappenUnterach.jpg
Au | Buchenort | Ellend | Fasching | Grub | Kaisingen | Kratzersberg | Misling | Rochuspoint | Roith | See | Stockwinkel | Unterach


Nachbargemeinden

Unterach am Attersee, Ansicht vom Schafberg aus
Unterach am Attersee, Südansicht
Panoramabild von Unterach. Ansicht von der Seeleiten Straße
Unterachansicht von der Bootsanlegestelle
Denkmalgeschütztes ehemaliges Hotel Goldenes Schiff und Pfarrkirche Sankt Bartholomäus in Unterach am Attersee
Gemeindeamt Unterach am Attersee

Geschichte

Die Pfahlbaustationen Misling I, II (Attersee) und See Au (Mondsee) bezeugen eine frühe Besiedelung der Gemeinde in der Jungsteinzeit. Einige Kleinfunde aus der Römerzeit deuten auf eine Siedlungskontinuität über die Zeitenwende hin.

Der Name "untraha" (= Zwischenwasser) bezieht sich auf die Seeache, welche vom Mondsee kommend bei Unterach in den Attersee mündet. In Zusammenhang mit der Gründung des Klosters Mondsee (748) wird Unterach das erste Mal urkundlich erwähnt. Zu einem Dorf entwickelt haben dürfte sich die Ansiedlung jedoch erst im 9. Jahrhundert. Um das Jahr 990 entstand der erste, dem hl. Bartholomäus geweihte Kirchenbau.

Im Mittelalter war hier das zur Herrschaft Kogl gehörende Amt Unterach. Die Vischmaister - deren Name auf die große Bedeutung der Fischerei hinweist - waren im Spätmittelalter die Herren von Unterach. Ihnen folgten die Lasser von Lasseregg, und aus dem Edelsitz dieser Familie entwickelte sich im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts ein eigener, kleiner Herrschaftsbezirk. Das um 1560 errichtete Schloss wurde durch Umbauten Anfang des 20. Jahrhunderts stark verändert.

In der Mitte des 16. Jahrhunderts präsentierte sich Unterach als vollständig protestantischer Ort, in dem auch evangelische Bürger aus dem nahe liegenden Erzbistum Salzburg Zuflucht fanden. Bereits um 1600 wird eine Schule erwähnt. Die Entlegenheit des Ortes erwies sich in den turbulenten Jahren der napoleonischen Kriege als äußerst günstig, denn "sogar diejenigen, die Unterach eine Hölle nannten, äußerten sich, daß es in Kriegszeiten ein Himmel sei" (Mück, Pölzleithner, S. 95).

Wenige Jahrzehnte später begann der Aufstieg als Sommerfrischeort, und in der Glanzzeit um die Jahrhundertwende entstanden viele Villen entlang der heutigen Maria Jeritza - Straße (benannt nach der großen Primadonna, 1887 - 1982, die hier seit 1925 ein Haus hatte).

Von großer kultureller Bedeutung war der "Berghof" in der Nähe von Unterach (in Burgau, auf dem Gemeindegebiet von St.Gilgen im Land Salzburg). Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal, Johannes Brahms, Hugo Wolf sind einige der bekanntesten Namen, denen der Leser bzw. die Leserin in den entsprechenden Kapiteln über Musik und Literatur begegnen kann. Eine weitere berühmte Persönlichkeit, welche Anfang des 20. Jahrhunderts nach Unterach kam, war Prof. Dr. techn. Viktor Kaplan (1876 - 1934). Nach dem Ersten Weltkrieg kaufte er das Gut Rochuspoint, welches auf einer Anhöhe zwischen Attersee und Mondsee liegt. In der Nähe dieses Besitzes, mitten im Wald, befindet sich auch das Mausoleum Kaplans (Grabkapelle).

Wappen

Politik und Verwaltung

Gemeindeorgane

Parteien

Partnerschaften

Verkehr und Versorgung

Unterach wird in Süd-Nord-Richtung von der Attersee Straße (B 151) durchquert, eine Landesstraße, die von Mondsee kommend nach Seewalchen am Attersee und bis kurz vor Vöcklabruck führt. Im östlichen Gemeindegebiet mündet vom östlichen Ufer des Attersees kommend die Seeleiten Straße B 152 in die B 151.

Kirche und Religion

Kunst und Kultur

Gustav Klimt-Büste an der Uferpromenade in Unterach m Attersee

Brauchtum

Museen

Kulturveranstaltungen

Tourismus und Wirtschaft

Schiffsanlegestelle in Unterach

Hotels und Gastronomie

Unternehmen

Landwirtschaft

Sport und Freizeit

Jugend

Veranstaltungen

Vereine und Organisationen

Feuerwehren

Schule und Bildung

Bibliothek

Natur und Umwelt

Naturdenkmale und Naturschutzgebiete

In der Gemeinde Unterach wurden zwei Naturdenkmale unter Schutz gestellt. Es sind dies die Franzosenlinde in der Ortschaft Au und die Seeinsel.

Der Egelsee ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Gesundheit und Soziales

Persönlichkeiten

Sehenswertes

Architektur und Bauwerke

Kaiserbrunnen an der Seeleiten Straße

Der Kaiserbrunnen an der Seeleiten Straße wird von einer Quelle oberhalb der Brunnens gespeist. Beim Kaiserbrunnen (er liegt im Gemeindegebiet von St. Gilgen) befindet sich eine Erinnerungstafel an die Errichtung durch den Verschönerungsverein der Gemeinde Unterach am 24. April 1879. Sie wurde dem Kaiser Franz Josef und seiner Gattin Elisabeth anläßlich deren Silbernen Hochzeit gewidmet. Neben der Quelle befinden sich überdachte Ruhebänke und eine Erinnerungstafel an Dr. Karl Ritter v. Heidler Egeregg, k.k. Generalstabsarzt und Ehrenbürger von Unterach.

Bildergalerie


Webcams

Sonstiges

Quellen

Fritz Göschl, Helmut Pachler, Franz Hauser: Attersee-Attergau - Porträt einer Kulturlandschaft, 2. Auflage AtterWiki 2013 (1. Auflage REGATTA 2003)

Weblinks

Gemeinden der Region Attersee-Attergau
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