Neue Mittelschule Seewalchen

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Die Neue Mittelschule Seewalchen in der Dr.-R.Schuh-Straße.

Die eigenständige Hauptschule in Seewalchen am Attersee besteht seit dem Jahr 1975. Seit 2013 wurde die Hauptschule in die Neue Mittelschule Seewalchen umgewandelt.
Vor 1975 besuchten die Seewalchener Kinder entweder die sogenannte Volksschuloberstufe oder die Hauptschulen in Vöcklabruck, Lenzing und vor allem in Schörfling.

Inhaltsverzeichnis

Die Raumnot in Schörfling

Die Hauptschule Schörfling wurde 1945 gegründet. Schörfling war auch für viele 10- bis 14-jährige aus den umliegenden Gemeinden der Standort der Hauptschule. So wundert es nicht, dass schon beim Beziehen des dortigen neuen Gebäudes im Jahr 1963 diese Hauptschule zu klein war.
Im Herbst 1971 betrug die Schülerzahl 499, 120 von ihnen kamen aus Seewalchen. Der Unterricht in nur 7 Klassenräumen und zugemieteten Räumen musste im Schichtbetrieb bewerkstelligt werden.

Der Weg zur eigenen Hauptschule Seewalchen

Mit dem Bezug der neuen Volksschule in Seewalchen im Herbst 1972 entstanden im alten Gebäude (heute Landesmusikschule Seewalchen) freie Räume. So übersiedelten 2 Hauptschulklassen und 2 Polytechnische Klassen aus Schörfling nach Seewalchen. Ein Jahr später waren es bereits vier Hauptschulklassen und mit Schulbeginn 1974 entstand aus den sogenannten dislozierten Klassen die „Hauptschulexpositur Seewalchen“.
Schließlich konnte im September 1975 die Hauptschule Seewalchen als selbständige Schule eröffnet werden. Ihr erster Direktor wurde Hans Schuster (1921-1995)
Das alte Gebäude, das nach 100-jähriger Betriebsdauer den Anforderungen einer Volksschule nicht mehr entsprach, konnte natürlich auch nicht die Bedürfnisse einer Hauptschule zufriedenstellen. Im April 1979 beschloss der Gemeinderat von Seewalchen vom Stift Michaelbeuern 4144 m² Grund für den Hauptschulneubau um 2,674 Mio. Schilling anzukaufen. Architekt Walter Schmutzer, Seewalchen, bekam den Auftrag für die Planung. Am 15. September 1979 fand die Spatenstichfeier statt, ein Monat später war Baubeginn.
Im Oktober 1982 ging Direktor Hans Schuster in Pension, bis zum Ende des Schuljahres wurde Helmut Hamberger mit der Leitung betraut. Von September 1983 bis Februar 1989 leitete Klaus Schachtner die Schule. Am 23. Juni 1984 konnte das neue Gebäude in der Dr.-Rudolf-Schuh-Straße 2 von Landeshauptmann Dr. Ratzenböck feierlich eröffnet werden.
1989 übernahm Schachtner die Stelle des Bezirksschulinspektors. Die Schulleitung übernahm Johann Rauchenzauner.

Projekte, Schwerpunkte und Entwicklungen

(Auszüge)

  • 1982: Ausstellung zum Umweltschutzwettbewerb.
  • 1985: Einführung der „Neuen Hauptschule“ in Österreich: Vor allem der Unterricht in drei Leistungsgruppen in den Hauptgegenständen anstatt der Führung von Klassenzügen waren der zentrale Punkt dieser Schulreform.
  • 1986: Jubiläumsaustellung und Festabend: 10 Jahre Hauptschule Seewalchen.
  • 1987: Einführung von Schülerlotsen zur Sicherung des Schulweges.
  • 1988: Wirbel um Schulbenennung.
    Der Gemeinderat trug sich mit dem Gedanken die Schule nach dem Dichter Franz Karl Ginzkey zu benennen. Die Tatsache, dass Ginzkey Mitglied der NSDAP war, führte in der Presse zu einer breiten Diskussion. Schließlich nahm die Gemeinde Abstand von dieser Namensgebung.
  • 1990: Die Schachmannschaft der Schule wurde erstmals Bezirksmeister.
  • ab 1990: In mehreren Jahren konnten in sogenannten Projekttagen eine Reihe von Initiativen gesetzt werden.
    Einige Aktionen: Neugestaltung der Schülerbücherei und der Aula, Herstellen einer Litfaßsäule, Gartengestaltung, Gartenschach u.a.
  • 1991: Eröffnung der Schulgalerie.
    Einige Jahre beherbergte die Schule in Wanderausstellungen Werke zeitgenössischer Künstler. Seit dieser Zeit gab es immer wieder Schwerpunkte in Bildnerischer Erziehung, die auch in verschiedenen Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert wurden.
  • 1992: Einzug der Computer in die Schule.
  • 1995: Erstmalige Führung von Integrationsklassen an der Hauptschule Seewalchen.
  • 1997: Wegen der Raumnot in St. Georgen besuchten für einige Jahre Schüler aus Attersee, Nußdorf und Unterach die Hauptschule Seewalchen.
  • 2000: Festveranstaltung: 25 Jahre Hauptschule
    Ein Wochenende mit einer Reihe von Veranstaltungen wurde von der Schule gestaltet. Ein Festabend im Kultursaal sowie ein Frühschoppen im Garten der Schule (Die Blasmusikkapelle mit Musikern aus Seewalchen und Rosenau bestand nur aus Abgängern der Hauptschule Seewalchen) bildeten die Höhepunkte. Mehrere Ausstellungen fanden statt, wo unter anderem ein Modell vom Ort Seewalchen präsentiert wurde, welches in zweijähriger Arbeit hergestellt wurde. Ein besonders origineller Höhepunkt war ein Labyrinth in einem Getreidefeld neben dem Schulgebäude.
    Eine Festschrift mit einem Überblick über Leistungen und Geschichte wurde an die Haushalte verteilt.
  • 2001: Die Hauptschule wurde Landesmeister im Schulschach. Sie nahm auch am Bundesschachfinale in Imst teil und wurde beste Hauptschule Österreichs.
  • Herbst 2007: Projekt „Streitschlichter“:
    Ausgebildete Schüler lernten, Konflikte von Mitschülern zu lösen.
  • 2007: Die Senkung der Klassenschülerzahl auf 25 wirkt sich für die Qualität des Unterrichtes, aber auch für den Erhalt von Klassen aus.
  • November 2011: Der Hauptschule Seewalchen wurde vom Landtagsabgeordneten Anton Hüttmayr das Zertifikat „Innovative Schule“ überreicht.
  • 2012/2013: Projekt „Pfahlbauzeit im Seengebiet“
    Ziel war die Vermittlung des jungen UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“.
    Dieses Thema wurde über ein gesamtes Schuljahr in den Unterricht integriert und den Kindern näher gebracht. Verschiedene Klassen bearbeiteten in unterschiedlichen Fächern (Geschichte, Werken, Biologie, Bildnerische Erziehung, Musik, Mathematik,…) Spezialthemen, die fächer- und klassenübergreifend zueinander Bezug nahmen.
    Helena Novak vom Kuratorium Pfahlbauten begleitete und unterstützte das Projekt.
    Die Schule erhielt den Förderpreis von € 1500,-- und eine Ehrenurkunde des Ministeriums.

Schulsanierung

Stand: Oktober 2014
Im April 2012 beschloss der Gemeinderat den Finanzierungsplan zur Sanierung der Hauptschule um 3,7 Mio. €, nach dem jahrelange Planungs- und Vorbereitungsarbeiten voraus gegangen waren. Ende Juni 2012 begannen die Arbeiten mit der Sanierung des Turnsaales, der Portale und der Fenster.
Ende März 2013 wurden im Zuge der Sanierungsarbeiten die Balkone des ersten Stockes des Klassentraktes der Hauptschule entfernt, im Sommer die zweite Etappe (Elektro, Heizung, Sanitär, Vollwärmeschutz) durchgeführt. An der Nordseite des Klassentraktes wurde im ersten Stock eine Fluchtstiege angebracht.
In einem weiteren Abschnitt im Sommer 2014 stand der Innenausbau (neue Decken, Böden, Einrichtung) der Klassen und Nebenräume im Vordergrund. Einige Sonderräume (Bibliothek, Informatikraum) wurden verlegt, an Stelle des Aufenthaltsraumes entstand eine neue Schülerbibliothek. Auch Mobiliar und Lehrmittel wurden erneuert. Bereits im Frühjahr wurde ein großer Teil der veralteten und nicht mehr verwendeten Lehrmittel und Bücher im Rahmen eines Flohmarktes verkauft.

Bilder vom Umbau

Schülerzahlen

1975: 227 Schüler(innen) in 9 Klassen
1980: 279 Schüler(innen) in 8 Klassen
1985: 148 Schüler(innen) in 8 Klassen
1990: 133 Schüler(innen) in 8 Klassen
1995: 162 Schüler(innen) in 8 Klassen
2000: 229 Schüler(innen) in 11 Klassen
2005: 191 Schüler(innen) in 9 Klassen
2010: 158 Schüler(innen) in 9 Klassen

Schulleiter

1974-1982: Hans Schuster
1982-1983: Helmut Hamberger (betraut)
1983-1989: Klaus Schachtner
1989-2009: Johann Rauchenzauner
2009-2016: Rosi Wasmeyer
seit 2016: Josef Dandler

Neue Mittelschule

Mit Beginn des Schuljahres 2013/14 wurde mit 9.9.2013 die Hauptschule Seewalchen zur Neuen Mittelschule Seewalchen.
Die Schüler/innen der zweiten bis vierten Klassen werden - auslaufend - noch bis 2014 - 2016 nach dem Lehrplan der Hauptschule unterrichtet.


Bildergalerie

Quelle und Links