Kalvarienberg

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Kalvarienberg mit Kirche und Stationen
Kunstvolles Hauptportal der Kirche
Chronogramm über dem Portal ergibt die Jahreszahl 1869

Der Kalvarienberg in St. Georgen im Attergau stellt mit seinen 14 Stationen die Leidensgeschichte Jesus Christus nach, ist aber auch ein beliebter Wanderweg mit schöner Aussicht auf St. Georgen und das südliche Gebirge.

Inhaltsverzeichnis

Kalvarienbergkirche

Die Kirche wurde in den Jahren 1862 bis 1869 auf einer Anhöhe bei Thern zusammen mit 13 Kreuzwegstationen errichtet. Die 14. Station befindet sich in der Kirche. Von der 1863 abgebrochenen Sankt-Andrä-Kirche in Salzburg[1] wurden die Portale und der Kreuzaltar mit den Statuen von Moses (Stab mit Schlange) und Aaron erworben.

Der Altar ist zwischen 1700 und 1750 entstanden, das Hauptportal mit dem schönen Oberlichtgitter, dem originalen Türschloss und den alten Beschlägen zwischen 1725 und 1750. Das Hochaltarbild ist eines von den 11 Wechselbildern, die die Pfarre noch besitzt (ursprüngl. 12), es entstand 1794 und stammt aus der Werkstatt vom Künstler Johann Nepomuk della Croce.[2]

Die in Salzburg erworbenen Portale der Sankt-Andrä-Kirche wurden im April 1864 mit einem Pferdefuhrwerk abgeholt. Später erwarb die Pfarre auch noch einen Altar und mehrere Heiligenfiguren aus der Sankt-Andrä-Kirche in Salzburg. Die Weihe der Kirche erfolgte am 16. Oktober 1869 durch Bischof Franz Josef Rudigier.

Betreiber der Errichtung des Kalvarienberges waren Kaplan Karl Kettl mit Unterstützung seines Pfarrers Dechant Albert Edler von Pflügl, der von 1850 bis 1883 Pfarrer in St. Georgen im Attergau war.

Über dem Eingang gibt ein Chronogramm[3] die Jahreszahl der Weihe an: 1869. Die Buchstaben, die gleichzeitig römische Zahlen sind (siehe Bild: IMVLVDIVCIICC) werden groß geschrieben und ergeben addiert eine Jahreszahl. Der Text bedeutet: Zu Ehren des Begräbnisses unseres Herrn Jesus Christus geweiht.

Die vier Kirchenlehrer Gregor der Große (mit Tiara), Hieronymus (mit Kardinalshut), Augustinus (mit Herz) und Ambrosius (mit Bienenkorb) wurden 1902 in Salzburg hergestellt. Sie standen früher an den beiden Seitenaltären in der Pfarrkirche. Die Figur des hl. Gregor wurden 1978 aus der Kalvarienbergkirche gestohlen und 1984 nachgeschnitzt. Die beiden Bilder stellen den hl. Florian und den hl. Leonhard dar, sie stammen aus der Zeit von 1860/70.

2002-2004 wurde die Kalvarienbergkirche unter Aufsicht des Denkmalamtes umfangreich renoviert.

Kreuzwegstationen

Kreuzwegstationen

Ursprünglich waren die Stationen auf dem Koglberg geplant. Dies lehnte der damailge Besitzer Felix von Pausinger aber ab. Schließlich erlaubten drei Bauern aus Thern (Anton Hauser, Lorenz Diestelbacher und Matthias Hollerweger) die Errichtung auf ihren Grundstücken.

Die Errichtung der Stationen erfolgte von 1859 bis 1863. Die finanziellen Mittel wurden von einzelnen Personen und Institutionen aufgebracht. Ihre Namen wurden auf den gestifteten Stationen angebracht.

Ein Wanderweg führt von der Attergaustraße entlang der Stationen bis zur Kirche am höchsten Punkt.

Eine Renovierung der Stationen erfolgte 1981-1983. Die finanziellen Mittel von fast 1 Mio öS wurden fast zur Gänze durch private Stifter aufgebracht.

Im Jahr 2016 wurden die Stationen umfangreich renoviert, die Reliefs restauriert und der Weg neu angelegt.

Bildergalerie

Lage

Quellen

  • Helmut Pachler, Broschüre der Pfarre St. Georgen im Attergau, Neuauflage 2002
  • Hans Hollerweger, Der Kalvarienberg in St. Georgen im Attergau, Trauner Druck 2005

Fußnote

  1. Stadtpfarrkirche St. Andrä im Salzburgwiki
  2. Johann Nepomuk della Croce in der Wikipedia
  3. Chronogramm in der Wikipedia
Kapellen in St. Georgen im Attergau
WappenStGeorgen.jpg
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