Haining

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Haining 1999

Haining ist eine Ortschaft in der Gemeinde Seewalchen am Attersee, KG. Litzlberg.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Ortschaft grenzt zwar nicht direkt an den Attersee, liegt jedoch nur ca. 500-1000 m Luftlinie davon entfernt. Aufgrund der leichten Hanglage bietet sich ein traumhafter Blick auf die Buchberger Bucht des Attersees und die Gemeinden Schörfling am Attersee, Weyregg am Attersee und Steinbach am Attersee vor dem Hintergrund des Höllengebirges.

Dieser unvergleichbare Ausblick auf den Attersee (See) mag mitunter ein Grund für den Zuzug bzw. die Ausweitung der Ortschaft in Richtung Süden sein. Ein Teil der angesiedelten Häuser und Villen sind jedoch nur während des Sommers bewohnt.

Durch die Lage am Fuße des Buchberges findet die Ortschaft auch bei Wanderern als Ausgangspunkt große Beliebtheit. Über die asphaltierte Straße nach Berg im Attergau gelangt man über eine Forststraße auf den Buchberg zur Jagdhütte.

Einwohnerzahl

Haining 1666 1910 1961 2009
Häuser 12 9 12 66
Einwohner 66 47 47 118

Der aktuelle Einwohnerstand mit 25. April 2013 beträgt 117, wobei 64 davon im Ort leben, 15 Am Weinberg, 8 in der Gamerithstraße und 30 im Sonnenweg.

Erwähnung in alten Urkunden und Herleitung

1250: „Hagening“ (Urbar St. Peter); 1272: „Hægening“; 1467: „Elspeth zu Heyning“ (Urbar Kremsmünster); 1550: „Heyning“ (Urbar Kammer); Der Name ist bayrisch, nach dem Personennamen Hagen, Hagan oder Hagino [=Förstemann] (vermutlich echter -ing-Name)
Bocksleitner vermutete auch, dass der Name möglicherweise nach „hain“, was auf eine alte Kultstätte deutet, herzuleiten sei. Diese These ist aber wissenschaftlich nicht mehr haltbar.

Frühe Häuser und ihre Hausnamen

Nr. und
dzt. Anschrift
Bezeichnung
(Hausname)
Name lt.
Grundbuch
Name eines
(früheren) Besitzers
Haining 1 Gruber Grablerhof Dachs
Haining 2 Ablinger Grablerhof Gebetsberger
Haining 3 Baumann Amtmanngut Reichl
Haining 4 Lohnniger Prittengut Haitzinger
Haining 5 Moar Pöhamgut Fürthauer
Haining 6 Baumann-Häusl --- Pfeiffer
Haining 8 Winklbauer Kiblergut Ebetsberger-Neuhofer
Haining 9 Aberl --- Ebetsberger-Schumann

Der Verkauf von Haining

Haining gehörte vormals zum Stift Kremsmünster, wobei das Haus Nr. 3 vom Amtmann geführt wurde.
Als die Türken im Jahre 1529 erstmals Wien belagerten, forderte der Kaiser von den Ständen alle „Kleinodien und Geldvorräth”. Ferner begehrte er ein Viertel aller Güter, Renten und Gilten. Die oberösterreichischen Prälaten stimmten aber nur einer Summe von 24.000 Gulden zu, wovon Kremsmünster 4.800 aufbringen musste. Da der Abt die Summe nicht sofort aufbringen konnte, verkaufte er am 1. Oktober 1529 aus Besorgnis, dass ihm mehrere Stiftsgüter weggenommen werden könnten, das im Klosterbesitz von Kremsmünster stehende Amt Haining samt den dazugehörigen Häusern.
(Quelle: Adolf Bocksleitner: Seewalchen am Attersee, ein Heimatbuch; Verlag Julius Wimmer, Linz, September 1929 )

Haining - das Reiterdorf

In der Ortschaft Haining sind heute zwei Reithallen situiert, wobei gesamt ca. 90 Pferde eingestellt sind. Neben der schönen Landschaft und dem tollen Ausblick auf den Attersee (See), scheinen die zahlreichen Waldwege bei den Reitern gut anzukommen.

Aus der Ortschronik

  • 2.7.1973: Um 1.30 Uhr bricht in der Reithalle Fürthauer, Haining, ein Brand aus. Die Pferde können in Sicherheit gebracht werden, obwohl sich die Brandbekämpfung schwierig gestaltet, weil das Wasser vom See zur Brandstelle gepumpt werden muss. Schaden: Rund ATS 1 Mio.; Brandursache: Selbstentzündung des Heus.
  • 1977: Der Verein „Ortsgemeinschaftsantenne Haining“ wird gegründet.
  • 6.2.1985: Der Gastwirt Günther Heitzinger aus Haining wird zum neuen Obmann der Fremdenverkehrskommission Seewalchen gewählt.
  • 23.3.1988: Der Fremdenverkehrsverband Seewalchen wählt Heinz Holzapfel aus Haining zu ihrem neuen Obmann.
  • 23.10.1988: Die Erbhöfe der Familie Dachs (vlg. Gruber) und Fürthauer (vlg. Moar) erhalten im feierlichen Rahmen Erbhofurkunden.
  • 20.8.1989: Daniela Heitzinger aus Haining wird Staatsmeisterin und Vizestaatsmeisterin in der Haflingerdressur.
  • 2.9.1989: Zu einem tragischen Unfall kommt es in Haining. Der 8½ jährige Andreas Ebetsberger-Neuhofer fällt bei der Feldarbeit von der Schaufel des Traktors und wird von seinem Vater überfahren. Andreas verstirbt am 8.9.1989.
  • November 1990: Maria Gebetsberger, Haining 7, wird zur Ortsbäurin gewählt.
  • 18.6.1997: Einige Straßenzüge in Haining, vor allem im Unterdorf, werden neu benannt. So beispielsweise die Gamerithstraße, Am Steinfeld, Am Weinberg, Sonnenweg.
  • 21.2.1999: Der Verein: „Ortsgemeinschaftsantenne Haining“ löst sich auf.
  • 22.10.2009: Ing. Heinz Hackl (FPÖ), Sonnenweg, wird als Abgeordneter des Nationalrates angelobt.
  • 2011/12: Die Bewohner von Haining erhalten eine Oberflächen- sowie Schmutzwasserkanalisation; im Zuge der Arbeiten wird zum bereits bestehenden TV-Kabel auch ein Glasfasernetz[1] errichtet und die bis dato geschotterten Straßenzüge der Gamerithstraße, Am Weinberg und Am Steinfeld werden asphaltiert. Der Verlauf des Sonnenweges wird durch eine Verbindung mit der Straße Am Steinfeld ergänzt, damit eine Ringstraße entsteht.
  • Am 20.04.2015 brannte die Reithalle der Fam. Fürthauer, ein Großaufgebot der Feuerwehren konnten ein Übergreifen verhindern. Gut die Hälfte der Halle musste neu aufgebaut werden.
  • 25.01.2015: Markus Gebetsberger, vlg. Ablinger, Haining 7 wird zum Ortsbauer gewählt.
  • Am 25.06.2016 fand das 7. Dorffest Buchberg/Haining zum 2. Mal im Gutshof Dachs statt, an dem gut 120 Personen teilnahmen.
  • Am 01.05.2017 hielt die Dorfgemeinschaft Buchberg/Haining beim Stadlwirt Haining nach rund 13 Jahren wieder ein Maibaumsetzen ab.
  • Am 11.06.2017 wird der Verein "Dorfgemeinschaft Haining-Buchberg" gegründet.
  • Am 01.05.2018 stellt die Dorfgemeinschaft Haining-Buchberg einen Maibaum beim Stadlwirt Haining auf.

Bildergalerie

Weblinks

Fußnote

  1. Glasfasernetz in der Wikipedia

Quellen

  • Chronik der Marktgemeinde Seewalchen
  • Adolf Bocksleitner, Heimatbuch Seewalchen am Attersee, 1929;
  • Anton Kastenhuber: diverse Veröffentlichungen in Lenzinger Zeitschriften: Lenzella, Jahresberichte der Hauptschule Lenzing, 1958 - 1963;
  • Maria Jedinger: Ortsnamen des Bezirkes Vöcklabruck, 1954 (K. Schiffmann: Ortsnamen 1935);
  • Reutner u.a.: Die Ortsnamen des politischen Bezirkes Vöcklabruck, Verlag der öst. Akademie d. Wissenschaften, 1997;
  • Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich.
  • Häuserverzeichnis der Marktgemeinde Seewalchen, 1991
  • Sebastian Wiederkehr, Haining
Ortschaften der Marktgemeinde Seewalchen
WappenSeewalchen.jpg
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