Brigitte Hauke

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Brigitte Hauke

Brigitte Hauke (*9. Juli 1946 in Bad Ischl) ist eine ehrenamtliche Museumskustodin des Heimatverein Attergau und Fachfrau für Stickereien in St. Georgen im Attergau.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Brigitte Hauke wurde als erstes Kind von Architekt Prof. Franz König und Lotte König-Hollerwöger in Bad Ischl geboren.

Nach der Volks- und Hauptschule in Gmunden besuchte sie die Schule für wirtschaftliche Frauenberufe in Bad Ischl. 1996 legte sie die Diplomprüfung für Kinderkranken- und Säuglingspflege in Linz ab. Beruflich war sie im Landeskinderkrankenhaus Linz und im Landeskrankenhaus Bad Ischl tätig.

1968 heiratete sie Ing. Peter Hauke. Ehrenamtlich betreute sie in Not geratene Kinder und Frauen.

Sie begann eine intensive Beschäftigung mit Freistickerei in Kreuzstichtechnik und textilem Gestalten. Fast 30 Jahre stellte sie auch Stickerei-Krippen und Krippenfiguren auf Handarbeitsausstellungen im In- und Ausland aus. Sie hielt Vorträge und Vorführungen zum Thema Textiles Gestalten in Kreuzstichtechnik. Als Ziel verfolgt sie auch die Aufnahme der Kreuzstichstickerei in das immaterielle Kulturerbe.

Neben ihrem Interesse für textiles Gestalten gilt ihr Interesse auch der Textilkunde, den Krippen, der Keramik, der Volkskunde und Volksfrömmigkeit, dem Figurentheater, der Geschichte und Archäologie sowie den Kulturen der orientalischen Länder.

Frau Hauke ist Vorstandsmitglied des Vereins „Initiative Christlicher Orient“, Mitglied des Vereins für Volkskunde in Wien, Mitglieder der Goldhaubengruppe St. Georgen im Attergau, der Krippenfreunde Österreichs und Obmann-Stellvertreterin des Heimatvereins Attergau.

Wirken im Attergau

Brigitte Hauke mit den Museumsfachleuten Mag. Michael Weese und Ingrid Weydemann sowie Obmann Franz Hauser im Pfarrmuseum St. Georgen im Attergau, 2010

Frau Brigitte Hauke ist seit der Gründung des Heimatvereins Attergau im Jahr 1994 Mitglied dieses Vereins und seit 1996 Obmann-Stellvertreterin.

Große Verdienste hat sie sich für die Gestaltung und Einrichtung der drei Attergau-Museen (Aignerhaus, Haus der Kultur und Pfarrmuseum St. Georgen im Attergau) erworben. Dabei hat sie nicht nur ihr Wissen als ausgebildete Kustodin eingebracht, sondern auch wertvolle Ausstellungsgegenstände aus ihrer persönlichen Sammlertätigkeit. Jedes Jahr gestaltet sie eine Sonderausstellung über die verschiedensten Themen im Pfarrmuseum St. Georgen im Attergau.

Unzählige Stunden machte sie Museumsdienst, ein großes Anliegen war und ist ihr dabei die Wissensvermittlung. Dabei gestaltete sie viele Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen, wie z.B. Gestaltung von Papierkrippen, Erstellung von textilen Theaterfiguren inkl. Aufführungen im Figurentheater usw.

Eine große Hilfe war sie für Prof. Helmut Pachler, dessen Bücher sie grafisch gestaltete und den sie bei seinen Vorträgen mit Powerpoint-Unterstützung begleitete. Auch die grafische Gestaltung von sechs Attergauer Informations-Pavillons ist ihr Werk. Ihre Museumstätigkeit wurde 2015 mit einer Dank- und Anerkennungsurkunde des OÖ Museumsverbundes gewürdigt.

Neben der Tätigkeit für den Heimatverein Attergau ist sie für die Goldhauben- und Kopftuchgruppe St. Georgen aktiv und unterstützt mit ihrem grafischen Talent auch die Bezirksorganisation Vöcklabruck.

Große Verdienste hat sie sich für die Stickkunst in Österreich erworben. 1983 erhielt sie für die Pflege der Stickkunst den „Franz-Carl-Lipp-Preis“ des Kuratoriums Österreichisches Heimatwerk. 2001 veröffentlichte sie das Buch „Kreuzstich - Tradition und Faszination“.

Bücher

  • Kreuzstich - Tradition und Faszination, 2001

Quellen